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Zwei Teams mit großen Gegensätzen

veröffentlicht um 13.11.2018, 08:11 von Markus Kammerl
Während Gemütlichkeit Luckenpaint zwei Siege feiert, kämpfen die Lustigen Brüder Zaitzkofen noch um den Zweitliga-Erhalt.
Von Josef Eder
23. Oktober 201815:48 Uhr


Die Schweizerin Muriel Züger war zum ersten Mal in dieser Saison für Luckenpaint am Schießstand. Foto: Eder


LUCKENPAINT.Einen größeren Gegensatz kann es an einem Wettkampfwochenende in der 2. Bundesliga Süd Luftgewehr wohl kaum geben: Während Gemütlichkeit Luckenpaint in der voll besetzten Thalmassinger Mehrzweckhalle feierte, sprachen die Schützen der Lustigen Brüder Zaitzkofen von einem „gebrauchten Tag“.

Luckenpaint gelang ein Traumstart in die neue Zweitliga-Saison. In zwei Wettkampftagen erreichten sie drei Siege in vier Durchgängen. Ist das schon die halbe Miete für den Klassenerhalt? Im Vorjahr reichten schon acht Punkte dafür. In Zaitzkofen sind die Vorzeichen ganz andere: Nur ein Sieg steht bisher auf der Habenseite der erfahrenen Mannschaft. Am Wochenende gab es zwei 2:3-Niederlagen – im Lokalderby gegen Luckenpaint und gegen Petersaurach II.
Züger fand ihren Rhythmus


Bei Luckenpaint war zum ersten Mal in dieser Saison die Schweizer Nationalkaderschützin Muriel Züger am Stand. Sie wird noch zu weiteren zwei Wettkämpfen aus Galgenen am Zürichsee (Kanton Schwyz) anreisen. Züger fand sofort in den Wettbewerb. Im guten Rhythmus schoss sie wie ein Schweizer Uhrwerk. „Im Vorjahr war ich etwas inkonstanter. Jetzt nach knapp einem Jahr, nachdem ich so manches umgestellt habe, funktioniert es“, sagte sie und freut sich schon auf den nächsten Wettkampf.

Maria Weitzenbeck hatte einen Lauf, bei Marion Dummer war das Gegenteil der Fall. „Ärgerlich ist, dass heute beim Heimkampf nichts passte“, sagte sie, strahlte nach den Mannschaftssiegen aber dennoch, zumal Sybille Neumeyer und Maria Weitzer zwei verlässliche Stützen waren.

Trainer Peter Trägner sprach die Breite des Kaders an: „Leider musste Christina Dörrich zugunsten unserer Schweizerin aussetzen. Jetzt gilt es, in den noch ausstehenden sieben Durchgängen so schnell wie möglich den endgültigen Klassenerhalt zu schaffen“, sagte er.

Die Gastgeber besiegten im ersten Durchgang des Tages Saltendorf II mit 4:1 Einzelwertungen bei 1936:1941 Ringen. Marion Dummer (379:395) war chancenlos gegen Julia Helgert, wohingegen Sybille Neumeyer (385:383) Bastian Birkenseer und Maria Weitzer (390:387) Petra Käsz besiegten. Maria Weitzenbeck (389:388) holte sich die Wertung von Stefan Aichinger und Muriel Züger (393:391) auf Position fünf von Doris Kühnl.

Zaitzkofen versuchte alles, es dem Vorjahresaufsteiger nachzumachen. Nach 40 Schuss (388:388) kam es zum Stechen. Bogner-Weiß erzielte eine Neun und Schmidt, für die Zweite des mittelfränkischen Erstligisten aus Petersaurach am Start, die Zehn. Sandra Reimann (393:391) kam zum Sieg über Sarah Morgott, während Tamas Haner (381:386) Jenifer Hens zum Sieg gratulieren musste. Thomas Dietz (390:386) gewann dann gegen Anja Herbst, während Thomas Pelkofer (377:385) gegen Sebastian Hahn verlor.
Mehr als 100 Zuschauer


Als Kampfrichter Konrad Jäggi den letzten Durchgang freigab, waren mehr als 100 Zuschauer in der Halle. Dummer (382:397) konnte Reimann nicht Paroli bieten. Neumeyer (389:385) schoss sehr schnell, so dass Bogner-Weiß, der fast die gesamte Zeit von 50 Minuten ausnutzte, nur mehr reagieren konnte. Maria Weitzer (388:389) lag lange in Führung, doch Haner holte ab Schuss 30 immer mehr auf und gewann am Ende. Nicht zu bremsen war vor eigenem Publikum die deutsche Meisterin Maria Weitzenbeck (395:387). Haas hatte das Nachsehen, und Züger (395:383) zeigte Pelkofer, wer Herrin im Hause ist.

Am 4. November trifft Luckenpaint in Plattling auf Kastl sowie die Gastgeber, in deren Reihen mit Andrea Hartl (Oberhinkofen) und Monika Dummer (Riekofen) zwei Donau-Gauschützinnen stehen. Zaitzkofens Gegner sind dann in Obing die Aufsteiger Obing und Diessen.
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