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Saltendorfer erobern sich Platz zwei

veröffentlicht um 13.11.2018, 08:13 von Markus Kammerl
Die Eichenlaub-Schützen gewinnen ihre Bundesliga-Kämpfe gegen Prittlbach und Petersaurach jeweils mit 3:2 Punkten.
Von Werner Artmann
07. November 201809:02 Uhr


Die erfolgreiche Luftgewehr-Mannschaft der SG Saltendorf nach den Wettkämpfen in Petersaurach Foto: Werner Artmann


SALTENDORF.Einen mit Weltklasse-Ergebnissen gespickten Wettkampf lieferte sich die Saltendorfer Luftgewehr-Bundesligamannschaft mit der Top-Mannschaft vom SV Germania Prittlbach (bei Dachau) beim sechsten Punktewettkampf in Petersaurach.

Einen ersten Höhepunkt gab es in dieser Begegnung zwischen dem Saltendorfer Nikolaus Blamauer, der den Sieg trotz 398 Ringen an seinen Kontrahenten, den Österreicher Martin Strempfl, abgeben musste, da dieser alle 40 Schüsse in die „10“ jagte und somit das optimale Ergebnis von 400 Ringen erreichte.

Aber auch Claudia Brunner, die einen klasse Wettkampf lieferte und 397 Ringe erreichte, konnte den Punkt für ihre Mannschaft nicht holen. Ihr Kontrahent Sebastian Franz schoss zweimal „100“ Ringe und erzielte insgesamt 398 Ringe.

Der Saltendorfer Helmut Kächele legte 394 Ringe vor, die von seiner Gegnerin Julia Bauer mit 391 Ringen nicht getopt werden konnten. Der Saltendorfer Nachwuchsschütze Andreas Preis behielt mit 389 Ringen die Nerven und besiegte die schwächelnde Anna-Lena Geuther (387 Ringe). Somit hatten die Saltendorfer den Ausgleich geschafft.
Top-Paarung war gefordert


Die Entscheidung musste in der Top-Paarung fallen, in der sich die derzeit beiden besten deutschen LG-Frauen gegenüberstanden: Isabella Straub und die Saltendorferin Julia Simon. Straub war die etwas schnellere Schützin und konnte sich auch schon mit einem Ring absetzen, den sie bis in die letzte Serie verteidigte.

Aber auch Julia Simon ließ sich nicht abschütteln. Als sich Isabella Straub von den Zuschauern ablenken ließ und als letzten Schuss eine 9,8 setzte, hatte Julia Simon nochmals die Chance auszugleichen. Mit 397 Ringen konnte sie letztendlich Isabella Straub ins Stechen zwingen, das über Sieg und Niederlage der beider Mannschaften entscheiden musste.



LG-Bundesliga

Vorschau:

Am 17. November geht es weiter. In Titting (bei Eichstätt) müssen die Saltendorfer gegen die noch punktlose Mannschaft von Buch antreten. „Auf dem Papier eigentlich eine leichte Aufgabe, aber wir sind gewarnt, denn im letzten Jahr mussten wir gegen Buch eine bittere Niederlage einstecken“, warnte Trainer Robert Senft.

Revanche:

Mit Buch hat man „noch eine Rechnung offen“. Bei dieser Partie können die Saltendorfer auch wieder auf den österreichischen Nationalkaderschützen Alexander Schmirl zurück greifen.


Beim Stechschuss war Isabella Straub schon anzumerken, dass sie den Ärger noch nicht abgelegt hatte. Beim ersten Schuss war es noch eine 10,1, doch beim zweiten fiel die „9“. Julia Simon war hochkonzentriert und besann sich auf ihre Stärken. Mit zwei starken „10,5 und 10,6“ holte sie den umkämpften Sieg für Saltendorf.

Am Sonntag ging es dann zum Spitzenduell gegen die punktgleiche Heimmannschaft des SV Petersaurach, die noch am Vortag das starke Team aus München mit einem Sieg ins Mittelfeld der Tabelle zurückwarf. Die Anspannung dieser richtungsweisenden Partie war den beiden Mannschaften deutlich anzumerken. Die Folge war, dass sich die Ergebnisse weit unter denen des Vortages bewegten. Einzig die Spitzenpaarung durch die Inderin Ayonika Paul mit 397 Ringen und einer wiederum überragenden Julia Simon (398 Ringe) lieferten sich einen Wettkampf auf höchsten Niveau.

Auf Position zwei war die Petersauracherin Maren Prediger gleich mit 100 Ringen in Führung gegangen. Danach kam aber ein deutlicher Einbruch und somit konnte der Saltendorfer Nikolaus Blamauer mit 393:391 Ringen den Punkt für Saltendorf gewinnen. Auch Andreas Preis hatte kein Problem mit Gina Grünwedel und siegte deutlich mit 390:381 Ringen. Claudia Brunner hatte keinen guten Tag. Sie konnte ihr Gewehr nicht ruhig im Ziel halten und holte sich so viele „Neuner.“ An diesem Tag blieb sie chancenlos gegen Theresa Schwendner und verlor mit 389:395 Ringen deutlich.
Stechschuss für Kächele


Die Saltendorfer hatten bereits drei Punkte, als Helmut Kächele zum Stechschuss antreten musste. Er hatte bereits 390:390 Ringe gegen Vanessa Gleißner geholt. Allerdings hatte er nicht die Nerven und musste beim zweiten Schuss mit einer „9“ den Punkt an Petersaurach abgeben.

Somit kann die Schützengesellschaft Saltendorf bisher die beste Bundesligabilanz in ihrer Geschichte vorweisen. Mit 10:2 Mannschaftspunkten und dem zweiten Platz in der Tabelle war man noch nie so gut wie in diesem Jahr. Aber es stehen noch schwere Aufgaben bevor und man müsste noch drei Siege holen, um sicher beim Endkampf in Paderborn dabei zu sein.
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