Geländelauf mal anders (Die Ederbergland Hunter unterwegs beim Tough Hunter)

veröffentlicht um 24.07.2018, 12:01 von Frieder Fritz   [ aktualisiert: 24.07.2018, 12:16 ]

Das hat man davon, wenn man spontane Entscheidungen trifft, jawohl. Einfach erst mal denken, bevor man den Mund aufmacht...

Das und vieles mehr ging dem Einen oder Anderen von uns sicherlich durch den Kopf, als wir das Tough Hunter Village beim Schloß Arenfels in Bad Hönningen betraten.

Gleich als erstes fiel uns die knallrote Rutsche auf – das letzte Hindernis vor dem Ziel. Rund 2 ½ Meter hoch, endete die eigentliche Kinderbespaßung in einem Wasserloch, das nicht sonderlich tief erscheint, auch wenn man den Boden aufgrund des Trübungsgrades der Brühe nicht sehen konnte.



Da es noch früh am Morgen war, fanden wir schnell einen geeigneten Platz, wo wir Gepäck für unsere insgesamt dreizehn Starter plus unsere Hunde unterbringen konnten. Das Checkin und der Tierarzt-Check wurden zügig erledigt und dann ging es auch schon los.

Team I startete als erstes um 9:24 Uhr und bewältigte die M-Strecke, ausgeschrieben mit 12,1 km, real gelaufen 16 km.

Team II und III hatten sich jeweils für die S-Strecke entschieden, ausgeschrieben mit 8,9 km aber real gelaufen 12,5 km. Team II startete um 10:20 Uhr und Team III um 13:24 Uhr.

Der Start wurde begleitet von der Wunschmusik eines jeden Teams. Natürlich ging es in vollem Tempo los, direkt in den Wald hinein. Nach einer schönen, langen Canicross Strecke erreichten wir schon das erste Hindernis – den fliegenden Teppich. Unsere Hunde hatten keine Problem über das wackelige, frei schwebende Brett zu laufen, das an Stahlseilen aufgehangen war.

Die nächste Aufgabe hatte es schon mehr in sich und entpuppte sich als größte Herausforderung, auch wenn man es ihr anfangs gar nicht ansah.

Nachdem wir über einen kleinen Hügel geklettert waren, erkannten wir ein Matschloch - so weit so gut. Der Abstieg über das leicht rutschige Ufer klappte ganz gut, ein kleiner Hüpfer mit Hund nach unten und... man stand bis zur Brust im Dreck. Wer hätte das gedacht, dass dieser Tümpel so tief war. Doch es kam noch besser:

Als man versuchte, vorwärts zu kommen, merkte man schnell, dass man im dicken Schlamm feststeckte. Unsere Hunde hatten da weniger Probleme.

Der nette Fotograf, der am trockenen (und sauberen) Ufer saß und fleißig auf den Auslöser drückte, gab den Hinweis, dass man sich in die Waagerechte begeben und am Seil – dass im Wasser lag – herausziehen müsse. Gesagt – Getan... Es war ein Kraftakt, der noch übertroffen wurde, von der Steilwand, die es auch noch zu bewältigen gab, um wieder auf den Weg zu kommen.


(Bild 3 @Hundestars.de)

(Bild 4 @Patrick Kerber)


Das Motto ‚Willkommen im Dreck’ wurde tatsächlich wörtlich genommen, denn danach ging es – schlammig, wie wir und unsere Hunde waren - unter Planen hindurch durch Sandgruben, bergauf, bergab durch Geröll... bis wir uns endlich ‚Down Under’ den gröbsten Dreck abwaschen konnten. Dieses Hindernis bestand aus zwei sehr trüben Wasserlöchern, die mit Planen überspannt waren, unter denen man hindurch musste.

Halbwegs erfrisch, aber immer noch ziemlich dreckig, ging es weiter: Wir mussten durch ein Abwasserrohr krabbeln, durch ein kleines ‚Horror’-Flüsschen waten, Hügel rauf und runter bewältigen und einer Teespur folgen. Auf den Canicross-Strecken waren wir froh, nass und dreckig zu sein, denn die Sonne heizte immer weiter an, wir wurden durch den ‚Fahrtwind’ gut gekühlt und die Stechmücken ließen uns auch in Ruhe... Was für Wildschweine gut ist, kann für Menschen nicht schlecht sein ;-)


(Bild 5 @Bernd Kohlen - berndkohlen.de)

(Bild 6 @Solène Latuner)



Die nächste größere Aufgabe war ein schwimmender Steg, auf den wir uns als Gruppe platzieren und von dort aus in den kleinen See springen sollten. Direkt im Anschluss paddelten wir auf großen Schwimmreifen durch einen weiteren Teich.

Danach ging es über Naturhindernisse, querfeldein durch den Wald, es musste auf einer Lichtung Dummies gesucht werden, am Würstchenweg und an der Hasenzugmaschine war Impulskontrolle gefragt und ein bisschen Kraft musste man zwischendurch auch aufbringen, wenn man sich an Seilen Steilhänge hoch und runter hangeln musste.


(Bild 7 @Miriam Meschonat)


Am Ende ging es durch den Schlosshof auf die Zielgeraden und direkt auf die rote Rutsche. Müde, schmutzig, aber glücklich erreichten wir alle das Ziel und das Zielgetränk und die (kalte) Dusche wartete auf Mensch und Tier.

Unter uns, wer hätte gedacht, dass man sich mal über eine kalte Dusche freuen würde ;-)


Die Erfahrung war wirklich einmalig und hat uns allen riesen Spaß gemacht. Wir sind uns fast alle einig, dass wir wieder teilnehmen werden




(Bild 8 @Patrick Kerber):

Ederbergland Hunter I mit Julia & Lina, Sabrina & Amy, Linda & Alaska, Steffi & Zazou


(Bild 9 @Miriam Kintscher):

Ederbergland Hunter II mit Britta und Lilly, Birthe & Eddie, Iris & Barney, Christin und Vey, Tina & I-Punkt


(Bild 10 @Patrick Kerber):

Ederbergland Hunter III mit Michael & Shadow, Andrea & Elli, Jenny & Nala,

Tanja & Emil

Comments