Plitsch, Platsch unser Präsident wurde naß.

veröffentlicht um 04.07.2017, 01:45 von Stephan Schega


Am Samstag, den 24.06.17 noch bei über 30 Grad Celsius eine DVM Qualifikation in Waldacker gerichtet,

um dann am darauffolgenden Sonntag bei gefühlten knapp über dem Gefrierpunkt - nun gut - es waren doch schon 19 Grad, in den Wolfssee bei Duisburg zu steigen.


Warum?


Nachdem ich herausgefunden habe, dass unser neuer Hund „Slade“ ein guter Schwimmer ist,

konnte ich zweimal vor dem betreffenden Sonntag bei einer unseren Wasserarbeitsgruppe, der WAG NRW, im Landesverband Hessen/Rheinland-Pfalz trainieren. 

Ich wurde hierbei freundlich von allen Mitglieder aufgenommen und unterwiesen in die Arbeit der Wasserarbeitshunde. 

Zuerst kamen mir doch Zweifel auf, ob mein kleiner Border Collie das schaffen würde, was seine Artgenossen Neufundländer, Landseer und Leonberger hier so gekonnt ablieferten.



Und schon ging es los, erst das Arbeitsgeschirr dem Hund  anlegen.    

Gott sei Dank passte Slade ein Geschirr für Welpen einigermaßen.










Dann ab ins Wasser zum Einschwimmen,                                     -Grr- ich musste mit rein-


Mein Hinweis, dass der See kalt ist, wurde komplett ignoriert. Die hatten alle gut reden, sie hatten Neoprenanzüge an und ich nur Badehose und T-Shirt.


Nach dem Einschwimmen ging die Arbeit los.


Erst sollte Slade ein Surfboard mit einer Person aus aus 25 m Entfernung zum Land schleppen. Dies ist die Übung A-3 aus dem A-Diplom.

Was für ein Glück, dass ich mit Stade jeden Tag Zerrspiele mache. Seil vom Board genommen und ihn aufgefordert daran zu zerren. Er hat das sofort angenommen.

Dann wurde das Board in den Wolfssee gefahren.

Slade bekam das Kommando „holen“ und er schwamm sofort zügig zum Surfboard hin schnappte sich das Seil nach dem Kommando „Nimm“ und zog doch tatsächlich das Surfboard zu mir an Land. Phantastisch!

Dies war beim ersten Mal nur möglich, weil der Helfer auf dem Board es dem Hund leicht gemacht hat und den Hund dadurch unterstützt hat, dass er keinen grossen Ruck verspürt hat.




Bei der nächsten Übung wurde Slade mit einem schwimmbaren Apportgegenstand bekannt gemacht. An Land geworfen und der Hund musste den Gegenstand zurückbringen.
Dies kannte Slade auch schon, war es doch ähnlich wie Ball werfen und zurückbringen.

Dann den Gegenstand einem Helfer übergeben, der mit einem Motorboot ca. 25 m in den See gefahren ist. Auf mein Kommando „holen“  sprang der Hund in den See, schwamm zum Motorboot, nahm den Gegenstand und brachte diesen zur mir zurück.




Aufgabe der nächsten Übung war es, das Slade nehmen mir sitzen musste und der Helfer den Apportgegenstand ca. 20 -25m ins Wasser warf . Erst auf mein Kommando „holen“ , durfte Slade den Gegenstand holen und zurück zu mir bringen. 

Ich staunte immer mehr über meinen Hund und sein Vertrauen gegenüber mir.

Für ein A-Diplom, es gibt hierbei insgesamt 4 bis zum D-Diplom, muss der Hund vor den Wasserübung noch zwei Übungen an Land absolvieren.
15m an der Leine gehen und über 15m an der Leinen ein Gegenstand tragen und am Ende in die Hand geben.




Anschliessend übten wir noch Aufgaben aus anderen Diplomen, wie zum Beispiel Boot fahren und  aus dem Boot ins Wasser springen oder Hund aus dem Wasser ins Boot holen.

Und endlich hatte ich mal einen Vorteil gegenüber den Neufis und Co. Der Border Collie ist im allgemeinen leichter…



Wie schon erwähnt, am Sonntag den 25.06.17 war es soweit. Wir haben uns zur Prüfung A-Diplom angemeldet.



Ein bisschen nervös ging es als drittes Team in die Prüfung. Landarbeit naja. Nach dem Kommando Fuss zog der Hund an. War gefühlt nicht so besonders und beim Tragen des Gegenstandes ließ der Hund diesen am Ende fallen. Meine Hand war einfach zu langsam.

Dann ging es zum Wasserteil.

A-3 Surfboard holen in 25 m Entfernung holen und an Land bringen. 

Wir hatten starken Wind und die Strömung tat ihr Übriges. Slade konnte das Seil vom Board nicht über die gesamte Strecke halten und ließ los. Die Übung durfte wiederholt werden, aber auch beim zweiten Mal klappte es nicht. Slade suchte zwar nach dem Seil, konnte es aber nicht finden, da es unter dem Surfboard auf die andere Seite trieb.

Übung damit im Mangelhaft.

Die nächsten beiden Übungen Gegenstand abholen vom Boot und werfen eines Gegenstandes von Land liefen dafür sehr gut und insgesamt haben wir mit einem knappen Befriedigten das bestanden und konnten unsere Urkunde bei der Siegerehrung abholen.





Und so sieht die Arbeit der Experten aus!

Daran kann man gut erkennen, das den im Verhältnis zu Neufundländer und Co.  kleinen und oder leichten Rasse bei der Wasserarbeit natürliche Grenzen gesetzt sind. 
Ich hatte schon Bedenken als wir versucht haben, dass Slade im Training eine Schlauchboot mit einer Person ziehen sollte. Ich halte diese Übung für einen Border Collie für grenzwertig.


Zum Schluss möchte ich mich bedanken bei dem lieben Ausbildungsteam von der WAG NRW; ihr habt Slade und mir das so leicht gemacht. Es hat Spass gemacht, auch Slade war mit Begeisterung dabei.

Nichtsdestotrotz müssen wir noch einiges lernen, wie man mit der Strömung arbeitet oder mit starken Wind und Wellengang.

Wir werden wiederkommen zum Training und versuchen vielleicht an der ein oder anderen Prüfung im A-Diplom die Punkthöhe zu verbessern.


Nun geht es für Slade und mich wieder ins Agility- und Begleithundtraining.


In diesem Sinne

Euer Präsi



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