Bergfest in Limbach direkt am Westerwald-Steig 

Glück Auf  und Herzlich Willkommen!,

heißt es am Sonntag, 01. September 2013 von 11.oo bis 18.oo Uhr am mittelalterlichen Dachschieferbergwerk „Assberg“ in Limbach.

Mit den Limbacher Dorfmusikanten 1919 e.V., dem Männergesangverein

Harmonie, öffentliche Ausstellung der in dieser Schiefergrube

gefundenen viele Millionen Jahre alten Fossilie Armfüßer-Muschelkrebs und Führungen durch den neuen Stolleneingang in das unterirdische historische Dachschieferbergwerk usw..

 

Es gibt gute Gründe zu diesem Bergfest!

Ø  465 Jahre Schieferbergbaugeschichte in Limbach und

Ø   Wiedereröffnung des neuen interessanten Eingangsstollens am

 Besucherbergwerk „Assberg“ in Limbach.

 

Die Gemeinde Limbach hatte 1998  mit mehrfachen Unterstützungen im Einvernehmen

des Landesamtes für Bergbau und Geologie in 18 Monaten die Jahrhunderte alte Dachschiefergrube erschlossen und im Jahre 2000 zu einem Besucherbergwerk eröffnet. 

Hiermit wurde ein „Fenster ins Mittelalter“ geöffnet, das einen Blick frei gibt

in die mühevolle Arbeitswelt unserer Vorfahren, die in mehreren Schiefergruben

in der Kroppacher Schweiz den Dachschiefer mit Keilhaue und Spalteisen von

Hand aus dem Felsen schlugen, um ihre Familien zu ernähren.

Die Grube „Assberg“ ist mit 240 Meter Länge und 70 Meter Breite die größte

und älteste Schiefergrube in der Kroppacher Schweiz und des Westerwaldes.

Sie wurde erstmals 1548 in einem Verleihungsdokument des Klosters Marienstatt

erwähnt und war laut Hinweis in diesem Text schon vorher existent.

Auch war sie zeitweise im Besitz der Grafen Sayn von Hachenburg.

Das erschlossene Untertage-Bergwerk befindet sich 20 Meter unter der Erdoberfläche.

Es hat die bemerkenswerte Form einer „Kapelle“ und wurde in der Zeit um

ca. 1600 bis 1650 vollkommen in Handarbeit ausgehauen. Dieser Raum eignet sich vorzüglich zur Meditation und hat eine außergewöhnliche Akustik.

Von diesem „vergessenen“ unterirdischen Bergwerk hatte die Ortsgemeinde 1978

erstmals etwas erfahren. 16 Jahre ( von 1981 bis 1997 ) wurde mit mehrfachen

Hilfen an diesem 400 Jahre alten Untertagebau gesucht und schließlich gefunden.

Nach der feierlichen Eröffnung des historischen Besucherbergwerkes „Assberg“

am 23. Juli 2000 übernahm der Verkehrsverein Limbach e.V. die Wartung, Pflege

und Überwachung des Bergwerkes zur Entlastung der Ortsgemeinde.

 

 

Im September 2004 erfolgte zufällig im Tagebau dieser Schiefergrube ein

sensationeller prähistorischer Fossilienfund.  Ein Armfüßer-Muschelkrebs

( lat. Brachiopoda Articulata Stropmenida Chonetes ) in der Größe von 8,5 x 4,5 cm

mit einem Alter von ca. 391 bis 417 Millionen Jahren.

Diese einzigartige Fossilie ist im Dorfmuseum ausgestellt.

 

Der erste Eingangsstollen bestand aus minderwertigem Fichtenholz (sogen.„Käferholz“)

und war nun nach 15 Jahren marode und musste dringend erneuert werden.

Dieses ist in 8 Monaten erfolgt. Dank mehrerer Sponsoren ist nun ein schöner Stolleneingang mit mehreren Funktionen entstanden. Ein Raum mit Informationen zur Geschichte dieses mittelalterlichen Bergwerks sowie über die Entstehung des Schiefers etc..

Zudem  bietet der Raum ca. 20 Wanderern auf dem Westerwald-Steig, am Marien-Wanderweg undKölner-Fernwanderweg (K)  Sitzgelegenheiten zur Entspannung und Wetterschutz. Weitere 20 Wanderer können im Außenbereich sitzend relaxen.

 

Das Besucherbergwerk „Assberg“  ist seit 13 Jahre eröffnet. Es gehört zumGEOPARK-
Westerwald-Lahn-Taunus. Der Verkehrsverein feiert nun mit der Gemeinde die Fertigstellung und Eröffnung des neuen Eingangsstollens und gleichzeitig die 465-jährige Schieferbergbaugeschichte in Limbach im Rahmen eines Bergfesteszu dem allgemein herzlich eingeladen wird.

Das Bergfest findet am Besucherbergwerk statt mit viel Musik, Gesang,Unterhaltung, Führungen, Fassbier, Eintopf mit Einlage, Gegrilltem, Kaffeeund Kuchen und der Begrüßung mit einem „Berggeist“.

 

 

 

Heinz Leyendecker

Geschäftsführer des Verkehrsvereins Limbach e.V.


Vielen Dank nochmals an Frau Schütz und Herrn Röder-Moldenhauer von der Rhein-Zeitung  

        


Besucherbergwerk Kleine Geschichte