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      Enduro - Trialduro - Trial Vergleich

      • Welches Bike ist das Richtige?
      • Welches Bike ist für mich das Richtige?
      • Ist das schnellste auch gleich das Richtige?
      • Das mit dem größten Spaßfaktor?
      Das muß ganz sicher jeder für sich selbst beantworten können.

      Es ist immer noch 90-95% der Fahrer der die Musik macht.
      Viele Fahrer sind mit aktuellen neuen Sportenduros schlichtweg überfordert und sind der Leistung fahrtechnisch, körperlich und konditionell nicht gewachsen.
      Die meisten wollen sich das selbst nicht eingestehen oder finden Trial Bikes oder andere kleine Enduros uncool.

      So sollte jeder das richtige bzw. passende Moped für sich finden. Das ist ein Garant für maximalen Fahrspaß!
      Es kann auch sein das das "falsche" Bike einfach mehr Spaß bringt. Weil man zum Beispiel sehr gerne driftet und dazu einfach Leistung braucht und dann bei trialähnlichen Passagen Kompromisse eingeht.

      Aber nun zum Vergleich:

      Ich fahre seit 15-20 Jahren Enduro und seit 2005 auf einer
      GasGas EC300
      hier das Bike von unserem KickinMike
       
      Ein Top Bike: leicht, handlich, sehr zuverlässig, max. Leistung.
      Ein Bike das auch mich zeitweise echt überfordert. Die 50PS zerren an den Armen ohne Ende :-)
      Einsatzgebiet = meine Vorlieben = Hardenduro, KEIN Moto Cross / MX
      Hier einige Bilder, solche Sachen meine ich
        
       
      Seit einigen Jahren fahre ich auch Trial. Aufgrund der besseren Trainingsmöglichkeiten sogar deutlich mehr als Enduro.
      Mir schwebte schon immer einmal vor mit der Trial, Enduro zu fahren. Speziell in sehr extremen Gelände.
      Spätesten als ich 2007 beim Hellsgate war und sah wie einige auf einer Trial die Strecke bewältigten war für mich klar dies einmal zu versuchen. 2008 belegte JARVIS Graham auf einer  Sherco 3.2 beim Hellsgate den zweiten Platz. Die Endurogemeinde war so angepisst das daraufhin die Trialer beim Hellsgate verboten wurden.
       
       
      Die Vergleich - Bike´s

      Das Trial Bike
      Beta REV3 250
      Gewicht 72Kg
      250ccm  2-Takt
      ca. 24PS

      Die Beta REV3 250 ist meine Sport Trial mit der ich an Trial Wettbewerben teil nehme (Klasse 5)
      Ich fahre damit auch 4-5 Stunden Trial (Mulatrial) in Italien.
      Ich bin damit auch schon Trial gewandert. Der kleine Tank erfordert es Sprit im Rucksack mit zu nehmen oder alternativ eine Tank-Sitzbankkombi (Long-Range-Kit)
      Die Beta macht auch beim Wandern Spaß ohne Ende. Wenn man allerdings zu schnell fährt (wie Enduro) neigt der Motor zum überhitzen. Mit einer "kälteren" Zündkerze könnte man hier Abhilfe schaffen. Auch wenn man sehr lange Downhills fährt kann man mit den Bremsen an die Grenzen stoßen. Es sind Hammer Bremsen! Aber auf Dauerbelastung können sie nur wenig Wärme abführen.
      Das Fahrwerk: Für schnellere Fahrweise oder Enduro-Extrem Touren sollte man Fahrwerkstechnisch etwas stärkere Federn verbauen und vor allem die Dämpfung max. zu drehen. Trialbikes haben nur eine sehr geringe Dämpfung!
       
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      Bei einem Trialurlaub 2009 in der Toskana konnte ich auch eine neue Beta ALP200 fahren.

      Die Trialduro
      Beta Alp 200
       
      hier eine umgebaute Version. Sie hat nicht mehr viel mit dem Original zu tun und sieht auch echt geil aus.
      Fotoquelle: Ergraute Enduro Greise
       
      Hubraum 199 cm³
      Leistung 11(15) kW(PS)
      Trocken 108Kg - Leergewicht 113 kg 
      Version Mikka sicher auch noch >100Kg
      - Für mich das AUS in meiner Auswahl für dieses Bike

      Versuch macht klug? Das ist am besten möglich durch eine Probefahrt und das nicht nur im Hof vom Händler sondern eben auf einem Terrain das so sein sollte wie ich nachher auch fahren möchte.
      Das ist mit der ALP200 einfacher möglich (mehr Händler) und mit der T-Ride fast unmöglich. Ich bin dafür extra in die Schweiz gefahren.

      Meine Eindrücke der ALP200 ganz kurz zusammengefasst:
      Mit dem Bike ist wirklich einiges möglich. Trialähnliche Passagen sind Ihr Ding. Man kommt überall hin und hoch damit (ohne Fremde Hilfe)
      Die hintere Bremse Hat mich überhaupt nicht überzeugt. (Vielleicht war Sie aber auch nicht gut eingestellt) Mit dem Original Heckteil - Kennzeichenhalter Klimbims kommt man im Gelände keine 100m und das Ding zieht es hinten rein und fatzt ab --> also einiges an Umbau notwendig --> siehe ALP Speziale von Mikka.

      Ich habe sehr lange mit der Scorpa T-Ride geliebäugelt, die zu dieser Zeit (2008) gerade auf den Markt gekommen ist.

      Scorpa T-Ride vs ALP200
      Meinen Fahreindrücken nach gibt nichts was eine ALP200 besser könnte wie eine T-Ride. Aber die ALP kann es günstiger. Man bekommt dafür (3999€) aber auch ein Low-Tech Bike. Nicht schlechter aber eben billiger. z.B. mit Stahlschwinge, Fußbremshebel, Fußrasten sehen aus wie von einer Honda XL von 1985.
      Wie schon erwähnt funktioniert das deswegen nicht schlechter!
       
      Fotoquelle Scorpa www.scorpa.fr
       
       
      SCORPA T-Ride
      Viele sehr feine Sachen verbaut. Schöne geschmiedete Aluminiumteile, der High-Tech Yamaha Motor (aber dadurch auch mehr Wartung!!), deutlich bessere Bremsen, das Fahrwerk spricht sehr sensibel an, sehr robuster serienmäßiger Motorschutz usw....
      Leider war die erste T-Ride Serie 2008 wegen diversen Kinderkrankheiten nicht ganz so prickelnd und man musste hier und da noch etwas optimieren.
      Wer nicht aufs Geld schauen muss und dafür aber auch High-Tech bekommt sollte zur T-Ride ab 09 oder einer SY250FR greifen.
      Hähh, was ist eine SY250FR?
       
      SCORPA SY250FR
      Ein radikales kompromissloses Trialbike das so auch von Spitzenfahrern in der WM eingesetzt wird, gepaart mit einem robusten Yamaha WR Triebwerk und optionalem Long Ride Kit.
      Gewicht ca. 78Kg (natürlich voll getankt)
      250ccm 4 Takt – Basis Motor von Yamaha WR250F
      ca. 20-25PS

      Das Original
      für Sektionen gebaut mit 2 Liter Tankvolumen und Minimalausstattung
       
       
       
      und hier mit Long Ride Kit Sitzbank
       
      Motor sehr robust – Yamaha WR eben.
      Der Motor ist mit der WR Motor Charakteristik nicht zu vergleichen. Scorpa verbaut eine andere Nockenwelle, einen anderen Vergaser, anderes Steuergerät und und und...
      Der Motor ist dadurch sehr auf Trial abgestimmt. Nimmt die Leistung ab Leerlauf sauber und an und entfaltet die Leistung sehr unspektakulär. Oben herum dann nur noch wenig Leistung (wenn man sonst Enduro mit 50PS gewohnt ist)
      Im Vergleich zur BETA REV robuster. Stärkere Bremsscheiben die auch längere Downhills aushalten. Mit dem Long Ride Kit und 5 Liter Sprit ist sie für längere Touren geeignet.
      Der Long Ride Kit ist eine gute Lösung und sauber verarbeitet. Zum Luftfilderwechsel muss alles kpl. runter, es sind aber nur 3 Schrauben.
      Das Fahrwerk ist von Haus aus deutlich straffer abgestimmt als bei der Beta REV und ist auch für eine etwas schnellere Gangart zu gebrauchen. Max Speed liegt irgendwo bei gefühlten 70-80 km/h Der Motor dreht dann aber schon sehr hoch.

      So und jetzt?
      .....
      genau...

      Eine Enduro Trial Challenge,
      Trial gegen Enduro von einigermaßen gleich guten Fahrern.
      Strecke: Campionship Auffahrt --> Anspruchsvoll --> Nein --> SEHR Anspruchsvoll!

      Die Bikes:  GasGas EC300 / Husqvarna WR400 / Scorpa SY250FR / KTM EXC300 / Honda CRF450X

      Eines ist schon mal klar, was die körperliche Anstrengung angeht ist man mit dem Trialbike mit min. 30 - 50% weniger Anstrengung unterwegs. Lange Arme? Was ist das?
      Schnellere Passagen (schneller als 50km/h) sind mit dem Trialbike def. schlechter als mit der Enduro. Die Federwege sind dann zu klein und die Fuhre wird unruhig. War ja auch vorher schon klar. Oder!?

      Die Reifen:
      Wer denkt Schlamm ist tödlich für die Trialreifen muss ich eines besseren belehren. Trialreifen funktionieren mit dem richtigen Luftdruck auch auf schlammigem Untergrund sehr gut.

      Die Challenge? Ja, gleich vor weg, die hab ich mit der Trial gewonnen.
      Es gab keine Auffahrt oder Schwierigkeit die ich mit der Trial nicht geschafft hätte. Es gab aber eine Menge Auffahrten an denen ich die Enduros hinter mir gelassen habe.
      Darunter waren sehr steile, sehr lange, sehr schlammige Auffahrten. Genau das wo man denkt mit einer Trial keine Chance zu haben. Fehlanzeige!

      Der Speed?
      Ich hatte keine Probleme den Speed mit zu gehen und wir waren wirklich nicht langsam unterwegs!
      Aber HINWEIS !  Es war wirklich Hardenduro! Bei normalem Feldwegenduro würde die Trial klar verlieren. Das würde dann auch keinen Spaß machen.

      Und hier das Video http://www.youtube.com/watch?v=hYPtbDUNNQQ
      --> mit der Trial ab Minute 7.38

      Mit dem Trialbike ist der Weg das Ziel, viele Hindernisse am Weg laden zum herumspielen ein.


      Strecken bei denen man froh ist mit der Enduro oben zu sein und dann schwört da NIE wieder zu fahren, fährt man mit dem Trialbike gleich 2x weil es so Spaß gemacht hat.
      Das Problem bei einer Tour mit Enduros und Trial Bikes zusammen:
      Die Endurofahrer haben irgendwann keinen Bock mehr nur so schweres Zeug zu fahren und der Trial-Bike fahrer hat keine Lust mit 70km/h durch die Pampa zu fräsen.
      Hier noch einmal die technischen Daten im Vergleich:
       

       GasGas EC300

       Scorpa T-Ride

       Scorpa SY250FR 

       Beta REV3 250 

       Beta Alp 200

       Gewicht 113Kg

      Gewicht 102Kg

       Gewicht 79Kg

      Gewicht 74Kg 

      Gewicht 108kg

       Federwege vorne/hinten
      295/310

       Federwege vorne/hinten
      200/200

       Federwege vorne/hinten
      165/177

      Federwege vorne/hinten
      165/175

      Federwege vorne/hinten
      170/180

      300ccm 2-Takt

      250ccm 4-Takt

      250ccm 4-Takt

      250ccm 2-Takt

      199 ccm 2-Takt

       ca. 50PS

      ca. 35PS 

      ca. 23PS

      ca. 24PS 

      ca. 15PS 


       
       
      Fazit: Wenn es irgendwie geht hab ich mein Trialbike immer im Gepäck und wenn es irgend wie geht baue ich einen Enduro-Trial-Tag in die Tour ein. Es ist einfach nur geil die schwierigsten Sachen fahren zu können ohne wirklich in Schwierigkeiten zu kommen.
       
       
       
         
       
      VG Joe