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Akupunktur

Gedanken zur Akupunktur

Akupunktur ist eine ganzheitliche Betrachtungsweise des Menschen aus dem Bereich der traditionellen, chinesischen Medizin (TCM).
In 3500 Jahren hat sich hieraus eine Erfahrungsmedizin entwickelt, die energetisch arbeitet, d.h. mit unseren Energien des Körpers.
Sie gewinnt immer mehr Bedeutung im Westen und doch besteht immer noch viel Unklarheit darüber, wie sie funktioniert und was sie leistet.
Das Symptom ist nur ein Teil der Gesamtheit. Andere Informationen über den Menschen fließen hier mit ein, wie Vorlieben, andere Beschwerden, Angewohnheiten, privates u.berufliches Umfeld, seelischer Zustand werden mit betrachtet. Das Zusammenwirken aller Informationen rundet das Bild ab und läßt  uns zur Wurzel der Erkrankung vordringen.
Den Körper stärken und Selbstheilungskräfte anregen, so dass Gesundheit entstehen kann, das sollte unser Ziel sein.

Ein wichtiger Bereich der TCM ist die Lebensenergie, genannt Qi. Wenn das Qi nicht mehr ausreichend vorhanden ist oder nicht harmonisch fließen kann, entsteht Krankheit.
Jede Ursache der Erkrankung aus chinesischer Sicht ist in einer Disharmonie des Qi zu suchen.
Kräfte von Yin und Yang müssen ausgewogen sein, damit Lebensenergie fließen kann.
Das Qi fließt durch Kanäle, genannt Meridiane, die den gesamten Körper und unsere Organe vernetzen. Es schützt, wärmt und versorgt uns.

Akupunktur kann Zerstörtes nicht heilen aber Gestörtes deutlich lindern.


Wie wird Akupunktur angewandt?

Bei der Akupunktur werden feine Nadeln in genau definierte Akupunkturpunkte eingebracht.
Die Punkte liegen auf den Leitbahnen (Meridiane) des Körpers.
Mit einem ausgelösten Impuls der Nadelung wird das Qi auch an weit entfernte Orte transportiert und wirkt dort bewegend, kräftigend oder ableitend.
Die für Sie in Frage kommenden Punkte werden in einer ausführlichen Anamnese fest gelegt.

Hierbei liegen Sie auf einer Behandlungsliege und feinste Spezialnadeln werden an die zuvor ermittelten Bereiche fast schmerzfrei eingesetzt.
Häufig wird Wärme ,Kribbeln oder ein dumpes, ziehendes Gefühl empfunden. Die Chinesen nennen es “DE Qi “ Gefühl.
Bei Kindern oder Nadelphobien kann ich auch mit kleinsten Spezialmagneten arbeiten.
Danach müssen Sie ca 30 Minuten oder auch  länger liegen, je nach Behandlungsfall.

Die Akupunktur kann ergänzt werden mit Moxa, eine spezielle Wärmereiztherapie mit Beifußkraut.
Das Kraut lege ich auf bestimmte Akupunkturpunkte oder auch Körperregionen und verstärke damit die Durchblutung. Hiermit werden der Stoffwechsel und bestimmte Organfunktionen angeregt.
Die Wärmereize wirken beruhigend und verstärken die Abwehrkräfte.


Akupunktur- Hilfe in vielen Bereichen

Grundsätzlich ist es notwendig, dass vor der Akupunkturbehandlung das Krankheitsbild und mögliche Ursachen eingehend schulmedizinisch untersucht worden sind.

Das Krankheitsbild ist ein Teil des gesamten Behandlungsschemas aber nicht nur. Wichtig hierbei sind seel. Faktoren, privates und berufliches Umfeld nebst Ereignisse, die das Leben des Einzelnen prägen.
Mitunter können weitere diagnostische, naturheilkundliche Untersuchungen dazu kommen.

Zur Unterstützung der Schulmedizin (Behandlung funktioneller Störungen, Allergienbehandlung u.a.),
in der Schmerz- und Suchtbehandlung zeigt die Akupunktur gute Erfolge.

Je nach Fall sind mindestens 6 -10 Behandlungen nötig um Erfolge zu haben, die anhalten, mitunter aber einer Auffrischung bedürfen.

Für unseren Körper benötigen wir Geduld und eine liebevolle Behandlung. Das was sich in Monaten oder Jahren an Krankheit aufgebaut hat, benötigt Zeit und Ruhe um sich zu regenerieren.