Meine eigene Hochzeitsgeschichte

 




Was für ein Tag! Kohl Fritz holte uns mit seiner weißen Hochzeitskutsche nach dem Sektempfang für die ersten Gäste bei meinen Schwiegereltern ab. Wir waren so aufgeregt. Meine Frau ein Engel in weiß in ihrem reizenden Brautkleid mit den halblangen Ärmeln, ich im schwarzen Anzug mit der am Hals etwas eng sitzenden Fliege. Oder war es nur die Aufregung vor dem nun unmittelbar bevorstehenden Gang zum Traualtar, die mir den Hals zuschnürte?

FORTSETZUNG:

Begleitet vom Dauerhupen der uns folgenden Autos bahnten wir uns den Weg zur kleinen Kirche am Hülser Berg, wo bereits zig weitere Gäste auf uns warteten. Alle wollten gratulieren, uns die Hände schütteln, Glück wünschen. So im Mittelpunkt zu stehen, ist selbst für einen Live-Musiker, Disc-Jockey, Entertainer und Moderator wie mich ungewohnt und etwas erschreckend - doch im Nachhinein eine wundervolle Erinnerung. Genau wie die Traurede unseres Pfarrers, in der er den Bogen vom Showgeschäft zur Ehe schlug – „The Show must go on, auch wenn es mal nicht so läuft“, der Livegesang in der Kirche durch einen Bariton und unseren Freund Stefan Körber, der Chris de Burghs „Missing You“ intonierte, bevor wir uns das Eheversprechen gaben.

Natürlich war auch der Tag zuvor auf dem Standesamt mit Reis werfen und allem Drum und Dran schon sehr schön. Doch obwohl wir keine regelmäßigen Kirchgänger sind, müssen wir zugeben, dass die kirchliche Trauung mit all ihrer Romantik allem die Krone aufgesetzt hat.

Jede Hochzeit für sich ist einzigartig. Der eigenen Kreativität und der Ihrer Gäste sind ja heute kaum noch Grenzen gesetzt. Doch immer wieder spürt man diese Magie: emotionale Momente, kleine Gesten der echten Herzlichkeit und geteilten Freude. Gibt es ein schöneres Fest als dieser „One moment in time“? Wo Herzen wirklich höher schlagen, ob nun beim Ehrentanz, kleinen Spielen, Vorträgen und anderen Unterhaltungseinlagen - oder finalen Überraschungen nach einer rauschenden Feier. Uns hatte man das Treppenhaus vor der Wohnungstür mit bis zur Decke aufgestapelten – und teils aufgeschnittenen - Strohballen blockiert. Als wir dieses „Geschenk“ endlich beseitigt hatten, war die berühmte Hochzeitsnacht im wahrsten Sinne des Wortes „gelaufen“. Doch noch heute, nach nunmehr über 15 Jahren, denken wir schmunzelnd daran zurück.

Michael Laumen

___________________________________________________________________________________

Wenn auch Sie uns Ihre Hochzeitsgeschichte erzählen möchten:Sehr gern! >>> Mail genügt!

Die schrecklich-schönsten Hochzeitspannen finden Sie HIER