Neuwarmbüchen

Oberheu, Voltmer, Hellmann (Schütte), Ostermeier, Wöhler sollen die ersten Landherren und Siedler um das Jahr 1100 in "Nienwarmbeeke" gewesen sein. Sie errichteten Bauernhöfe, machten das Land urbar und bewirtschafteten die Fläche, die heute zur Gemeinde Isernhagen gehört. Später bauten neue Landherren - Familien Lahmann, Döpke und Lindemann - ebefalls landwirtschaftlich Gebäude (bis 1500), bis sich über 100 Jahre später weitere Siedler nach und nach hier niederließen.

Bis ins 19. Jahrhundert blieb der Charakter des Dorfes, jetzt mit 11 Hofstellen, ohne große Veränderungen bestehen.

Der Name des Ortes leitet sich aus folgender Begebenheit ab: Die durch das Gemeindegebiet fließenden Bäche Edder und Flöth werden aus verschiedenen Quellen gespeist. Überlieferungen zufolge würden einige dieser Quellen niemals zufrieren und deshalb als warme Quellen oder auch als „warme Brüche“ bezeichnet. 

Die Vorsilbe „Neu“ von „Warmbüchen“ führt zur Vermutung, dass es sich um eine jüngere Ortsgründung handelt. Jedoch gehörte das 1400 indirekt in einer Urkunde erwähnte „Nigen Werenboke“ sowie „Nienwarmböken“ (Urkunde von 1654) zu den ältesten Isernhagendörfern, das schon vor der systematischen Kolonisierung entstanden war.

Das Wirtschaftsleben der Gemeinde Neuwarmbüchen wurde lange Zeit durch den lehm- und tonhaltigen Boden und der damit verbundenen Ziegelei geprägt. Schon seit dem 17. Jahrhundert wurden hier Ziegel gebrannt. Das Gebäude ist am Ortsrand erhalten, ebenso die mit dem Aushub verbundenen Kuhlen die heute mit Wasser gefüllt sind. Das Wappen des Ortes enthält einen Ziegelschuppen und das Symbol das einen Flussverlauf darstellt. (Die Bäche Edder und Flöth speisen den nahegelegenen Fluss Wietze). Im unteren Teil wird die Zugehörigkeit zum ehemaligen Landkreis Burgdorf deutlich, denn beide Wappen enthalten eine Wolfsangel.

Wir werden in dem Ort bei einigen Begegnungen mit den hier lebenden Menschen sehr freundlich aufgenommen, die uns über örtliche Tradition und die Kultur informieren. Eine Infrastruktur mit einer Versorgung für das tägliche Leben ist im Ort vorhanden, für umfangreichere Einkäufe fahren die meisten Bewohner in die größeren umliegenden Orte. Wir treffen Ortsbürgermeisterin Christiane Hinze die als parteilose Politikerin die Interessen des Ortes in der Kommunalpolitik von Isernhagen vertritt und sich stark im kulturellen Leben des Ortes einbringt. Den Schützenscheiben an vielen verschiedenen Häusern und am Schützenheim des Vereins, ist zu entnehmen das diese Tradition fest etabliert ist. 

Wieder einmal ist das OKOK Television Team unterwegs um die Spuren der Vergangenheit zu entdecken und sie gegenwärtig in Fotografien weiter zu geben. So haben für diesen Fotobericht Susanne Schumacher und Lars Schumacher einige Details aus Neuwarmbüchen zusammengestellt.