Landwehr

Peine: Landwehr | Der Ort Landwehr war bis 1974 der zweitkleinste selbständige Ort in der Bundesrepublik Deutschland. Der im südöstlichsten Zipfel des Burgdorfer Landes gelegene Ort ist nur 66 Morgen groß und zählte damals nur 15 Einwohner. Heute ist durch die Bebauung mit dem Nachbarort Vöhrum ein fliessender Übergang und kein eigenes Ortsbild mehr zu erkennen. An der Burgdorfer Strasse sehen wir jedoch noch ganz deutlich an einem Grenzverlauf zu beiden Seiten eine historische Landmarke. Es erinnern einige wenige Hinweise an Häusern und Straßenschildern an die "Burgdorfer Zeit". 

Woher kommt der Name?
In frühen Zeiten war der Bau einer Landwehr eine wirksame Maßnahme, die Bevölkerung eines Siedlungsgebiets oder Territoriums gegen Übergriffe von Nachbarn oder Feinden in Auseinandersetzungen (Kriegen) zu schützen und einen Rechtsbezirk abzugrenzen. Landwehren waren ein Möglichkeit mittelalterlicher Kriegsführung einzuschränken und somit vorzubeugen. Diese Grenzabsicherungen behinderten darüber hinaus Räuberbanden am Betreten des Gebietes und erschwerten ihren Rückzug nach Beutezügen. Dieses soll vorallem während des Dreißigjährigen Krieges hier in der Region zu Erfolgen geführt haben wie Hermann Löns in seinem Erfolgsbuch "Der Wehrwolf" beschreibt.

Landwehr / Vöhrum stellte bis 1807 einen Grenzübergang zwischen dem Herzogtum Braunschweig-Lüneburg und dem Bistum Hildesheim dar. Daran erinnert noch das alte Zollhaus am westlichen Ortsausgang von Vöhrum. 

Eine Holländerwindmühle von 1891 steht bereits vor der Ortseinfahrt von Sievershausen kommend auf der rechten (nördlichen) Seite. Diese gehört seit dem Frühjahr 2011 zur „Niedersächsischen Mühlenstraße“ und ist (nur) für eine Aussenbesichtigung zu erreichen.

Wieder einmal ist das OKOK Television Team unterwegs, um die Spuren der Vergangenheit zu entdecken und sie gegenwärtig in Fotografien weiter zu geben. So hat für diesen Fotobericht Friedrich Schumacher einige Details aus Landwehr zusammengestellt.