Harber

Hohenhameln: Harber | Das südlichste Dorf des Burgdorfer Landes ist der zur Gemeinde Hohenhameln gehörende Ort Harber. 

1150 als Hertbere erstmals erwähnt, soll die älteste erhaltene Urkunde aus dem Jahr 1220 datiert sein. Das Dorf gehörte zur Vogtei Hohenhameln und besaß ein Freiengericht. Das Ortswappen erinnert zum einen an die Zugehörigkeit "Das Große Freie" und zum anderen an die im Mittelalter in dieser Gegend über Besitztümer verfügenden Grafen von Dassel hin. Diese stammen aus der Umgebung von Hildesheim und waren seinerzeit kirchlich / politischen Entscheidungen innerhalb Europs beteiligt. 

Am 25. Juli 1398 verkauft die Burgdorfer Kirche unter der Leitung von Pfarrer Stromeyger mit dem ersten erwähnten 10 köpfigen Burgdorfer Rat ihren Besitz von 2 Hufen Holz,- Feld-, und Weideland an das Kloster Wienhausen. Ein weiteres 1/2 Hufen grosses angrenzendes Grundstück des Bürgers Ludeke Schelen wird am selben Tag ebenfalls an das Kloster Wienhausen verkauft, dass die Einnahmen künftig an den Johannisstift in Hildesheim abgeben wird.
Ein Hufen Land war zu jener Zeit ein unbestimmtes Ertrags- und Flächenmaß; es war so groß, dass es einer durchschnittlichen Familie genügend Ertrag brachte und nach heutiger Maßeinheit zwischen 15 bis 20 Hektar groß gewesen sein musste.
Während des Dreißigjährigen Krieges ist der Ort 1632 besonders schwer betroffen und belagert worden; mehr als 30 Bürger des Ortes sind in diesen Kriegshandlungen ums Leben gekommen. An eine ganz andere Auseinandersetzung erinnert der Stein unter der Friedenseiche in der Mitte des Ortes. Dieser Gedenkstein ist dem einzigen Krieger aus Harber gewidmet, der aus dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 in der Schlacht bei Gravelotte in Lothringen am 18. August 1870 mit rund 29000 Tote und Verwundete nicht wiederkehrte.

Die evangelische St. Katharinenkirche hat einen mächtigen romanischen Turm an dem später das Kirchenschiff im 19. Jahrhundert in neugotischen Formen angebaut wurde.

Das OKOK Television Team erlebt einen ruhiges beschauliches und von der landwirtschaft geprägtes Dorf. Aufgrund der kleinen Feuer auf Privatgrundstücken (den umgangsprachlichen Brenntag) die es in der Region Hannover in dieser Form nicht mehr gibt, ist ein Hinweis darauf dass wir uns in einem anderen Landkreis befinden. Nach der niedersächsischen Gebietsreform 1974 wurde Harber zu Hohenhameln und diese Gemeinde dem Landkreis Peine zugeordnet. Heute leben in Harber 442 Menschen die sich u.a. in 6 aktiven Vereinen im Ort wie z.B. im Club der Hundefreunde Harber und Umgebung von 1998 e. V., dem Deutsches Rotes Kreuz - OV Harber, Flötengruppe oder der Parforcehorngruppe Harber, im Realverband oder im Schützenverein Harber von 1953 e. V. engagieren können.

Wie in vielen weiteren Ortschaften des Burgdorfer Landes üblich, engagieren sich viele Bürger in den Freiwilligen Feuerwehren. Eine dieser wurde am19. Februar 1900 in Harber gegründet. Das noch vorhandene Gründungsprotokoll wurde vor über 110 Jahren von 38 männlichen Dorfbewohnern unterschrieben. In der Wehr spielte auch die Nachbarschafts- und Kameradschaftspflege eine sehr große Rolle. So werden die Kontakte sowohl im alten Unterkreis "Das Große Freie" des ehemaligen Landkreises Burgdorf, als auch seit der Gebiets- und Verwaltungsreform 1974 innerhalb der Gemeindefeuerwehr Hohenhameln gepflegt. 

Von besonderer Bedeutung für die Burgdorfer Geschichte sind die Urkunden von 1398 (Nr. 355 u. 356 im Archiv des Kloster Wienhausen) die hier erstmals einen namentlich aufgeführten Burgdorfer Rat bestätigt und anlässlich einer öffentliche Ausstellung im Burgdorfer Stadtmuseum im Sommer 1989 gezeigt wurden.

Wieder einmal ist das OKOK Television Team unterwegs, um die Spuren der Vergangenheit zu entdecken und sie gegenwärtig in Fotografien weiter zu geben. So haben für diesen Fotobericht Susanne Schumacher und Lars Schumacher einige Details aus Harber zusammengestellt.