Beinhorn

Zwischen dem Altwarmbüchener Moor und Oldhorster Moor im bewaldetem Gebiet siedeln bereits vor 1298 die ersten Bewohner im kleinsten Ortsteil der heutigen Stadt Burgdorf. Der Ort ist bereits seit 1430 mit Burgdorf verbunden. Bedingt durch die Lage zwischen den beiden Mooren war der Torfabbau lange wichtiges wirtschaftliches Standbein des Ortes. Der Torfabbau dauerte bis kurz nach dem zweiten Weltkrieg an. Für die Burgdorfer Unternehmer und Handwerker in früheren Zeiten von großer Bedeutung. Ein Teil des Moores wird noch heute umgangssprachlich Burgdorfer Bürgermoor genannt. Für viele der ursprünglichen Burgdorfer Familien aus der Altstadt war der Torfstich im Moor die Möglichkeit um an Heiz- und Brennmaterial zu gelangen. Noch heute gehört zu vielen Grundstücken aus der Burgdorfer Innenstadt auch ein Grundstück im Bürgermoor bei Beinhorn.

Der kleine Ort verfügt seit dem Autobahnbau der A 37 in den Jahren 1979 bis 1982 über einen Autobahnanschluss. Wer von der A37 im Westen in Richtung Burgdorf fährt, ist schon einmal auf der Bundesstraße 188 durch, ober besser an dem Ort vorbeigefahren, denn über 100 Jahre konnte man bis zum Jahr 2009 vom Beginn der Straße in der Gemarkung Beinhorn, links am Ort vorbei, auf der B188 über 214 Kilometer bis fast nach Berlin (Friesacker Ortsteil Briesen) reisen.

Die Verbindung Beinhorn – Berlin hat für die bekannteste Bewohnerin des Ortes; Frau Ursula von der Leyen als Bundesministerin für Arbeit und Soziales eine besondere Bedeutung. Sie ist mit der Region und mit dem Ort als Familiensitz der Familie Albrecht / von der Leyen seit Jahrzehnten fest verbunden.

Der erste niedersächsische „Landesvater“ der im Burgdorfer Land lebt, ist Dr. Ernst Albrecht, der Vater von Ursula von der Leyen und allen als Ministerpräsident von Niedersachsen a.D. in dem Zeitraum 1976 bis 1990 bekannt.

Die kommunalpolitischen Geschicke werden in der neuen Legislaturperiode von Hannelore Rau (SPD) als Ortsvorsteherin begleitet.

Bis in das 17. Jahrhundert waren die Orte Kolshorn, Beinhorn, Thönse, Engensen, Weferlingsen, Otze, Ramlingen und Heeßel über die Freiengerichtsbarkeit verbundenen. An diese Gemeinsamkeit wird heute noch im Wappen erinnert. Vier landwirtschaftliche Nebenerwerbshöfe sind noch deutlich im Ortsbild rund um den großen Dorfmittelpunkt und Freiplatz „Am Brink“ zu erkennen.

Der Ort war bis zur Gebietsreform 1974 eine eigenständige Gemeinde und gehört seither zum Gebiet der Stadt Burgdorf. Die frühere Schule die sich zentral im Ort befindet wird heute als Wohnraum genutzt. Wer sich im und für seinen Ort in der Feuerwehr engagieren möchte, wird aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr im Nachbarort Heessel. Sportverein, Schule, Kindergarten und eine Versorgung mit Lebensmitteln wird durch das nahegelegene Burgdorf abgedeckt.

Auf den Burgdorfer Stadtführungen wird erinnert, dass zum Schutz der Burg bzw. später dem Schloß von dem ca. 5 Kilometer entfernten Burgdorf hier an der Alten Schanze bereits die erste Verteidigungsanlage in frühen Zeiten bestanden haben soll. Bei dem Besuch dieses Ortes konnten einige Vertiefungen in dem Waldstück „Alte Schanze“ festgestellt werden.