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Vögel

Vogelschutz an Fenstern – Glasscheiben sind tödliche Fallen für Vögel

Jedes Jahr verunglücken hunderttausende Vögel an Fensterscheiben, verglasten Fassaden, Lärmschutzflächen aus Glas oder anderen Glasflächen.

Glasscheiben bedeuten für Vögel gleich in zweifacher Hinsicht Gefahr:  Zum einen ist Glas für sie nicht sichtbar und wird somit nicht als Hindernis wahrgenommen. Zum anderen können ihnen Reflexionen in der Scheibe einen Lebensraum vortäuschen.

Alles was eine klare Durchsicht verhindert und reflexionsarm ist, verringert Vogelschlag.

Eine einfache Möglichkeit Fensterfronten vogelsicher zu machen, ist auf eine Bepflanzung mit Büschen und Bäumen in unmittelbarer Nähe zu verzichten. Durch die Spiegelungen haben diese Glasflächen eine bis zu viermal höhere Kollisionsrate als Scheiben vor unbegrünten Flächen.

An vielen Glasscheiben kleben schwarze Aufkleber mit Silhouetten von Greifvögeln. Diese haben sich nahezu als wirkungslos erweisen. Die Silhouetten werden von den Vögeln nicht als potentielle Feinde wahrgenommen.

Vogelexperten empfehlen Glasflächen und Fensterfronten mit möglichst flächigen Markierungen kenntlich zu machen. Das kann zum Beispiel ein hinter die Scheibe gehängter Vorhang sein. Vor allem bei Spiegelungen müssen Markierungen dagegen immer außen angebracht werden. Hierfür eignen sich Fliegengitter und Jalousien.

Kommt es auf eine ungetrübte Durchsicht an, kann bei  kleineren Glasscheiben der so genannte „Birdpen“  (http://www.lbv-shop.de/de/Vogelwelt/Vogelschlag) zum Einsatz kommen. Damit können Markierungen im UVA-Bereich an die Fensterscheibe gezeichnet werden, die für den Menschen kaum sichtbar sind. Diese Methode erreicht aber leider noch nicht die hohe Wirkung, wie sie mit Streifen- und Punktemustern, Fliegengitter, Jalousien und großflächig farbigen Dekorationen erreicht wird.

Kommt es nicht unbedingt auf Transparenz an, sollte mattiertes, geriffeltes oder gepunktetes Glas verwendet werden.


 
 Fensterscheiben und Vögel
 





Ein mit dem birdpen auf eine Glasfläche aufgebrachtes Streifenmuster reicht aus, um von Vögeln als Hindernis erkannt zu werden. Für den Menschen sind die Streifen nahezu unsichtbar. Nach einer wissenschaftlichen Studie können Kollisionen von Vögeln mit Glasscheiben durch den birdpen um rund 66 Prozent verringert werden. Der Stift ist ungiftig und lösungsmittelfrei. Die mit ihm aufgebrachten Markierungen sind etwa ein halbes Jahr haltbar und müssen nach dem Fensterputzen erneuert werden.
 
 
 
 
 
Winter,  Vögel füttern und Vogelschutz
 
 
An Sammelpunkten der Vögel, das sind Futter- und Trinkstellen, ist die Gefahr der Krankheitsübertragung besonders groß. Daher ist hier immer auf Hygienemaßnahmen zu achten.

 

Wir bitten Sie, folgende Punkte zum Schutz der Vögel zu beachten:

 

Futterhäuschen, bei denen viel Futter auf den Boden fällt oder das Futterhäuschen im Fressbereich selbst verkotet werden kann, sollte man nicht mehr verwenden und austauschen. Moderne Futterhäuschen haben einen Futterspender, er nur so viel Futter abgibt wie der Vogel frist.
 
Eine Verkotung kann auch von am Boden liegenden Futter, das auch von bestimmten Vögeln (z.B. Amsel, Drossel, Rotkelchen) aufgenommen wird, stattfinden. Daher ist eine mindestens regelmäßige wöchentliche Reinigung der Futterstelle (Häuschen und des darunter liegende Erdbodens) unumgänglich.

 

Verkotete Nahrung sollte auf keinen Fall verfüttert werden! Der Kot der Tiere ist eine Hauptansteckungsquelle, für Parasiten, Bakterien oder Pilze.
Bitte verwenden Sie für die Vogelfütterung vor allem Futtersäckchen, Futterglocken, Futtersäulen und Futterautomaten

 

Verwenden Sie von Vogelschutzverbänden zertifiziertes Futter und füttern Sie maßvoll. Siehe unsere "Link"empfehlungen.
 
Verfüttern Sie auf keinen Fall Speise- und Brotreste. Äpfel nur im Ganzen auslegen.
 
Das Futterhaus sollte so konstruiert sein, dass das Futter nicht nass bzw. feucht werden kann.
 
Infektionskrankheiten wie z.B die Salmonellose tritt besonders häufig an großen Futterstellen auf. Deshalb sind mehrere kleine Futterstellen besser als eine große Futterstelle.
 
Füttern Sie nur bei Dauerfrost, bei Eisregen oder bei geschlossener Schneedecke. Stellen sie zu Beginn des Frühjahrs die Fütterung langsam ein. Verzichten Sie bitte bei warmer Witterung auf die Fütterung, da sich unter solchen Bedingungen Krankheitserreger wie Salmonellen explosionsartig vermehren können.
 
Futter nicht auf den Boden streuen, dort kann es mit Vogelkot vermischt werden.
 
Reinigen Sie bitte, einmal jährlich, im Spätherbst, Ihre Vogel-Nistkästen damit die Übertragung von Krankheitserregern wie Bakterien, Parasiten und Pilzen unterbrochen wird.
 
Legen sie einen naturnahen Garten an. Er liefert den heimischen Vogelarten im Winter reichlich Lebensraum und Nahrung. Das sind Früchte verschiedener heimischer Gehölzarten (z.B. von Eberesche, Holunder, Hartriegel, Hagebutte, Weißdorn, Schlehe, Pfaffenhütchen, Schneeball, Kornelkische u.a.) sowie Insekten, deren Eier und Larven in und unter der Rinde alter Bäume und in hohlen Pflanzenstängeln überwintern. Bäume und Sträucher sollten stets erst am Ende des Winters zurück geschnitten werden. Im Herbst kann jeder Gartenbesitzer eine Menge für den Vogelschutz tun, indem er Altgras, Stauden, dürre Blumenstängel und Disteln stehen lässt, in denen die Vögel reichlich Insektenlarven finden. Pflanzen, die Samen produzieren, sind bei Finken und Körnerfressern sehr beliebt. Außerdem samentragende Kräuter und Gräser. Diese Samenstände sollen deshalb nicht entfernt werden. Pflanzen sie in ihrem Garten vor allem heimische Pflanzen.

 

Echter Vogelschutz ist Erhalt und Schaffung einer strukturreichen Kulturlandschaft mit naturnahen Lebensräumen.

 

Obwohl Vögel regelmäßig Träger und Ausscheider von Infektionserregern sind, sind Übertragungen auf Menschen und nachfolgende Erkrankungen äußerst selten. Wenn die elementaren Hygienegrundsätze beachtet werden, besteht im Umgang mit wildlebenden Vögeln kein besonderes gesundheitliches Risiko.

 

 

Links im Internet:

 
Gute Adressen für Vogelfutter, Futterhäuschen und Nisthilfen: