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Amphibienschutz 2013

 
Bilder von "unserem sanierten Teich". Fotografiert von Eckhard M. am 24.6.2013
 
 
 
 
 
 
 
April 2013
 
Der Schutz wandernder Amphibien an Straßen ist bei der vorhandenen Dichte des Straßennetzes eine wichtige Schutzmaßnahme. Wandernde Amphibien müssen vielerorts Straßen überqueren, um zu ihren Laichgewässern zu gelangen. Der Neubau von Straßen führt oftmals durch bislang unzerschnittene Amphibienlebensräume. Aber auch die Verkehrszunahme auf ehemals gering befahrenen Straßen hat meist eine große Zahl überfahrener Amphibien zur Folge.
 
Untersuchungen haben ergeben, dass schon bei einer Verkehrsdichte von 60 Autos pro Stunde 90! Prozent der wandernden Erdkröten überfahren werden.
Durch die Vernichtung ihrer angestammten Lebensräume wandern immer mehr Tiere in die Garten-/Naturteiche und Schwimmbäder (letztere sind immer tödliche Fallen) der Menschen, um dort Nachkommen zu zeugen. Besonders starke Wanderbewegungen findet man vor, wenn die Wasserstellen in den Gärten nahe Waldgebieten oder Feldern liegen. So viel Natur wollen aber viele Menschen nicht haben. Zudem müssen die Tiere, um zu diesen Gewässern zu kommen, Straßen überqueren.
 
Dieses Jahr haben wir verstärkt beobachtet, dass viele Bürger Tiere aus den Gartenteichen geholt haben um sie zu "entsorgen". Einige, indem sie die Tiere zu anderen Gewässern brachten, in den Wald kippten oder vernichteten.
Dieses Verhalten verstößt nicht nur gegen gesetzliche Bestimmungen es ist auch verantwortungslos. Amphibien haben angestammte Lebensräume. Sie an Orte zu bringen, an denen sie nicht leben können oder die Tiere von ihrem angestammten Lebensraum weg zu bringen, führt nur dazu, dass sie eine noch höhere Sterblichkeitsrate haben. Amphibien werden immer wieder zu den Gewässern zurückkehren indem sie geboren wurden. Ein dauerhafter Schutz vor der Laichablage bietet nur ein gut und rechtzeitig angebrauchter Amphibienzaun um die Wasserstelle. Sprechen Sie bitte mit uns, wenn Sie Probleme mit Wildtieren haben. Wir werden versuchen, gemeinsam eine Lösung zu finden.
 
Das Erdkrötenweibchen (siehe Bild unten) hätte nur eine geringe Chance
sicher über die Staatsstraße 2079 zum Wasserhindernis auf dem Golfplatz Harthausen zu kommen.
 
 ... daher helfen wir den Tieren im Rahmen der jährlich sattfindenden Amphibienschutzaktion.
 
 
Neue Bewohner unserer Ersatzteiche.
Die Wasserfrösche wurden aus einem Gartenteich "entsorgt".
Hoffentlich bleiben sie bei uns. Wir wollen sie haben! Bei uns dürfen sie bleiben!
 
 
 
17.4.2013
 
Was ist schlimmer für die Natur: Hundekot oder menschlicher Müll?
 
Der Mensch, der uns die Plastikbeutel für die Hundehinterlassenschaften in den Amphibienschutzeimer gesteckt hat, ist sicher kein Freund von Hunden.
 Hundekot inTüten in einem Amphibienschutzeimer in der Leonhard-Stadler-Straße.
Müll am Friedhofsweg in Neukeferloh und im Wald.
 
 
 
13.4.2013
Der Frühling ist da..........
 ..........die ersten Schwalben sind heute angekommen.
 
  Frühjahresblüher und Heilpflanze: Gemeiner Huflattich - Tussilago farfara    Frühjahresblüher: Weiße Pestwurz
 
 Frühjahresblüher: Lungenkraut   Frühjahresblüher und Heilpflanze: Wald-Primel oder Wald-Schlüsselblume. Primula veris
 
 Anemone nemorose - Buschwindröchen   Oxalis acetosella - Waldsauerklee 
 
 
 
  Das Erdkrötenweibchen trägt das Erdkrötenmännchen zum Laichgewässer. Das Männchen ist meist viel kleiner als das Weibchen.
 .... Erdkröte im Hochzeitsgewässer. Gut erkennbar der deutliche Größenunterschied.
 Das sind ganz zarte Wesen! 8 Bergmolchweibchen und 2 Bergmolchmännchen kurz vor der Entlassung in den Teich. Sie alle hätten wahrscheinlich die     
                                                                                                                                        Wanderung nicht überlebt, wenn wir nicht die Wanderstecke durch einen Amphibienschutzzaun unterbrechen würden.  
 Erdkröten und Bergmolchweibchen. Uuups.... das war zu viel Gewicht auf dem Rücken.
 
 
 
 
12.4.2013
Nur aufgrund einer beherzten Hilfsaktion eines jungen Paares aus der Lerchenstaße in Neukeferloh, gestern Abend, konnten viele Amphibien vor dem Überfahrenwerden gerettet werden.
Liebe Autofahrer, bekannte und häufig frequentierte Wanderwege der Amphibien wurden durch Verkehrsschilder und Blinklampen besonders gekennzeichnet.
Bitte nehmt Rücksicht auf diese kleinen Tiere!
Einige Bilder von der Wanderstecke Leonhard-Stadler-Straße/Gartenstraße in Neukeferloh. Die Tiere wandern aus dem Wald zu den Teichen in den Gärten der Menschen.
 
Teiche in den Gärten nahe Waldgebieten, Golfplätze mit Wasserstellen sind u.a. die Ursache, warum die Tiere Straßen kreuzen um zu Laichgewässern kommen zu können!
 
 
 An der Kreuzung Leonhard-Stadler-Straße/Gartenstraße in Neukeferloh (beim Wertstoffhof) wurden etliche Tiere überfahren.
                                                                                                                                                                             Trotz rotem Hinweisschild und roter Warnblinklampe.
                                                                                                                                                                             Oft sieht man nur noch die dunklen Flecken, die uns mitteilen, dass Tiere dort überfahren wurden.
 
 
Durchfahrverbot auf dem "Weg zum Friedhof" in Neukeferloh. Es ist die Verbindungsstraße zwischen Schwabener Weg und Garten-/Leonhard-Stadler-Straße.
Trotzdem findet man auch dort überfahrene Tiere.
Gerade die Männchen trifft der Tod auf der Straße noch öfters. Sie verweilen auf der Straße oft lange in aufrechter Sitzhaltung, um nach vorbeilaufenden Weibchen Ausschau zu halten.
Logisch und schlau! Auf der Straße ist die Sichtachse viel besser!
 
 
 
 
11.4.2013 Morgentlicher Amphi-Schutz-Kontrollgang:
 
Kurz nach dem Zaunende. Die Geschwindigkeitsbeschränkung ist aufgehoben.
 Ich hoffe, dass sie nicht einfach verletzt liegen gelassen wurde. Und ich hoffe dass sie nicht auch noch trächtig war. Im April/Mai werden die Rehkitze geboren.
2010 wurden 13 Wildunfälle auf 4 Kilometer Straße registriert!
 
 
Jetzt ist "Amphi-Hochzeitswetter". Plusgrade und es regnet. Liebe Autofahrer - fahren Sie rücksichtsvoll!
 
 
Die ersten sind schon im Teich. Haben Sie den Single und den Doppeldecker gefunden?
 
 
 
 
 
 
Für unsere Naturschutzarbeiten in Grasbrunn bekommen wir seit Jahren keine Spenden.
Die Kosten der Teichsanierung und alle Materialien für den Amphibienschutzzaun werden durch die Einnahmen bezahlt, die die Aktiven durch ihre Arbeit erwirtschaften und spenden. 
Wir freuen uns daher über jeden Bürger oder jedes Unternehmen, der/das unsere Arbeit mit Spenden unterstützt!
Angaben zu der Kontoverbindung finden Sie unter der Rubrik: "Spende/Mitgliedschaft".
 
 
 
 
 
4.4.2013 morgentlicher Kontrollgang
 
 
Bei der "Tunnelausschilderung"  hinsichtlich Geschwindigkeitsbeschränkung und Überholverbot müsste jeder Kraftfahrer eigentlich gut bremsen können.......................
 
 
 
Friedlich liegt er da.... der sanierte Teich. Ein Wurzelschutzvlies wurde eingebaut. Nun haben wir kein Geld mehr auf unserem Vereinskonto.
 
 
 Unser erster kleiner Ersatzteich. Er ist noch immer unerlässlich für unsere Arbeit.
 
 

 
 
Bilder vom Ostersonntag, 31.3.2013 - Ojemine!!!!
 
 ....ist der Zaun nicht ganz fest gespannt und kerzengerade aufgerichtet, drückt der Schnee ihn nieder....
 ....die Ösen reißen aus.... ...der Zaun muss neu gespannt werden... das ist mit sehr viel Arbeit verbunden.  Der Zaun nach der Instandsetzung.
 
 
 
 
30.3.2013 Ostersamstag, noch immer ist es frostig kalt.............
 
 
Unser Amphibienschutzzaun an der Staatsstraße 2079: 300 m Richtung Oberpframmern und 300 m Richtung Putzbrunn. Jedes Jahr ein Meisterwerk.
 
 Leider ist Schneefall für den Zaun gar nicht gut........
  Das Wichtigste - der Bodenabschluss darf sich nicht lockern.....  Es ist viel zu kalt zum Wandern.......
 Alles wird dokumentiert.......
 
 
Der "Tunnel" - doch es gibt Kraftfahrer, denen sind die Geschwindigkeitsbeschränkungen und damit der Schutz von Lebewesen (Menschen und Tieren) egal.
 
  Zweimal täglich wird der Zaun kontrolliert. Unsere Hündin ist eine sehr gute Amphibienschützerin. Sie inspiziert jeden Eimer.
 
 
 
 
 
 
28.3.2013
 
Die Meteorologen der ältesten Wetterstation der Welt am Peißenberg berichten, dass das derzeitige Wetter hier "ganz normal" ist. Sogar wärmer als der Durchschnitt früherer Jahre.  
Greenpeace Deutschland schreibt :
Ist es hier so kalt, weil es in der Arktis zu warm ist? Brr.. jetzt ist fast Ostern und immer noch liegt draußen Schnee. Klimaforscher erklären den frostigen Frühling hier mit der globalen Erwärmung: Weil die Meereisdecke in der Arktis zunehmend schrumpft, nehmen weltweit die Wetterextreme zu. Detaillierter wird das hier erklärt: http://bit.ly/Zpzig7
Wir haben nunmehr 10 Jahre Erfahrung in Sachen "Amphibienschutz". In den letzten drei Jahren bemerken wir eine deutliche Veränderung. Die Nächte ab Mitte März und April sind oft frostig. Tagsüber wird es warm. Regnerische Tage gibt es wenig. Kein Wetter für die Amphibien. Sie kämen nicht "vom Fleck" wenn sie, ab Dämmerungsbeginn bei eisigen Temperaturen, wandern würden.
Und 2013: In den letzten 10 Jahren haben wir es nicht erlebt, dass noch keine Wanderung beginnen konnte. Nur ganz wenige, vorauseilende Tiere sind in der ersten Märzwoche, in der es warm wurde und Regen fiel, Richtung Laichgewässer gelaufen.

 

 

15./16.3.2013
Wir waren sehr fleißig und haben am Wochenende zwei Amphibienschutzzäune mit einer Gesamtlänge von 700 m erstellt.
Trotz kaltem und frostigen Wetter haben sich die Amphibienschützer nicht von dem Einsatz für dieses "Rettungsprojekt "abbringen lassen. DANKE!
Und ein ganz herzlichen Dankeschön geht an die Feuerwehr Harthausen, die uns beim Befüllen des neu sanierten Ersatzteiches geholfen hat.
 
Wir bitten alle Kraftfahrer, auf die Hinweisweisschilder zu achten, die einen bekannten Wanderweg zum Laichgewässer kennzeichnen. Fahren Sie bitte langsam!
Kröten, Frösche und Molche wandern besonders gerne ab Dämmerungseinbruch, wenn die Temperaturen bei einigen Grad über Null liegen und es bestenfalls auch noch regnet.
Sollten Sie ein Tier auf der Straße sehen, dann überfahren sie es bitte nicht. Heben Sie es vorsichtig auf und bringen Sie es auf die Straßenseite in die das Tier wandert.
Unsere heimischen Amphibien sind nicht giftig und beißen auch nicht.
Bilder vom Zaunaufbau an der Staatsstraße 2079 beim Forstwirt