Was ist eigentlich Buchführung?

Buchführung ist eine Methodik in der Betriebswirtschaft. Sie wurde schon im Altertum entwickelt, wurde bspw. bei der Aufzeichnung des Vermögens der Krongüter und der Reichshöfe im Mittelalter fortgeführt und gewann in der Zeit der Kaufleute im 14 Jahrhundert oder auch bei den Fugger im 16. Jahrhundert mit der doppelten Buchführung eine weitere Entwicklung.

Heute existieren zur Buchführung verschiedene gesetzliche Regeln. Diese sind im HGB festgehalten oder in der alternativen Variante in den IAS unter IFRS. Die Buchführung selbst beschreibt das lückenlose und vollständige Aufzeichnen sämtlicher Geschäftsvorfälle innerhalb eines Unternehmens. Herbei werden nicht nur sämtliche Zahlungen erfasst, sondern auch die Geldherkunft, also entweder aus dem eigenen Vermögen oder als Darlehen oder Kredit von Banken und Lieferanten, es wird aber auch die gesamte Verwendung des Geldes aufgeschrieben. Dies kann sowohl der Einkauf von Rohstoffen oder die Bezahlung der Löhne sein, es werden aber auch die Maschinen und Gebäude notiert. Diese wiederum werden in ihrem jeweiligen Vermögenswert angepasst. So werden die Maschinen und Gebäude durch die kontinuierliche Abnutzung ständig in ihrem Wert gemindert, während die Rohstoffe in der Verarbeitung zu Produktteilen und später zum gesamten Produkt kontinuierlich in ihrem Wert steigen.

Die Darstellung der Herkunft und der Verwendung der Gelder wird in einer Bilanz durchgeführt, in der beide Seite gegenübergestellt werden. Auf der linken Seite der Bilanz, der Aktiva, werden alle Positionen aufgelistet, die das Vermögen eines Unternehmens darstellen. Dies sind alle Dinge, die eine Firma zu Geld machen kann. Das kann ein Grundstück oder eine Maschine sein, es zählen aber auch Vorräte an Artikeln und Rohstoffen und auch Schulden, die andere bei der Firma haben, dazu.