Bongow





Schwarzes Hemd und gelbes Seidentuch, das Markenzeichen der Bongowiraner. Ein Geheimbund in Brockhimbergen? Keineswegs! Als es in den 70er Jahren noch keine von der öffentlichen Hand geförderten Jugendräume gab, taten sich die Jugendlichen in Brockhimbergen zusammen und gründeten den BONGOW. An dem schwarze Hemd mit dem eingestickten Zeichen und den Initialen auf der linken Brust und das gelbe Seidentuch, von Hanna Gafcke gespendet, konnte man sie erkennen.


Die alte Schnitzelkuhle auf Persiel's Hof war das geeignete Objekt um ungestört unter sich zu sein. Mit viel Holz und natürlich alles in Eigenleistung wurde der kalte Raum zu einer warmen Höhle. Aber der Spaß sollte nicht länge währen. Persiel's wollten den Hof verkaufen. Was nun?


Bei Gafcke auf dem Hof war auch noch eine ungenutzte Schnitzelkuhle. Die hatte die gleichen Ausmaße wie die bei Persiel. Also wurde die Wandverkleidung in große Teile zerlegt, abgebaut und in der neuen Bleibe wieder eingebaut. Tisch und eine gemütliche Sitzgruppe rundeten den Raum ab.

Ein Holzofen sorgte für die nötige Wärme, die durch den "Mariacron" nur noch verstärkt wurde. Gesittet ging es selbstverständlich immer zu, im Bongow, und manche Fete wurde hier gefeiert. Ende der 70er Jahre brachen andere Zeiten an. Mit dem Auto in der Gegend rum fahren und mit den Mädels in den Nachbardörfern flirten war angesagt. Der Bongow wurde nicht mehr oft besucht.