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Liebe FreundInnen, GenossInnen und LeserInnen,

da unsere Homepage bei geocities.com nach fast 10 Jahren nun nicht mehr existiert, befindet sich unsere Homepage hier derzeit im Aufbau. Wir bitten um Verständnis, daß noch nicht alle Texte wieder zur Verfügung stehen und noch nicht alles so perfekt ausschaut. Red Devil für die Bibliothek des Widerstandes
 
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Kommunistische Demokratiekritik

 
Unsere lange geplante und angekündigte Demokratiekritik mit dem Titel "Die Demokratie ist die Diktatur des Kapitals. Eine kommunistische Kritik der Demokratie" ist nun soeben erschienen. Auf 76 Seiten aeussern wir unsere demokratiekritischen Gedanken.

Im folgenden einige Gedanken zu unserer Kritik:

Um es gleich vorweg klar zu sagen: Wir werden Demokratie als politische Herrschaftsform des Kapitals kritisieren, wir wollen nicht eine „wirkliche Demokratie“ anstatt dieser „verlogenen Demokratie“. Wir werden die Demokratie als Ideologie und Diktatur des Kapitals kritisieren. Wir werden nicht nur die „bürgerliche Demokratie“, sondern Demokratie als solche kritisieren. Und: Wir sind keine Anhänger einer wie auch immer gearteten „Arbeiterdemokratie“ oder einer „direkten“, „radikalen“ oder „sozial(istisch)en“ Demokratie.

Uns werden Horrorszenarien gemalt von Diktaturen, welche Menschen total überwachen, sie in Kriege schicken, sie foltern, ihnen Meinungen und Lebensweisen vorschreiben, sie total ausbeuten und manipulieren. All dies ist tagtäglich präsent in den Demokratien dieser Welt: immer neue Gesetze zur Überwachung der Telekommunikation werden verabschiedet, allein in Großbritannien sind auf Straßen, in Bahnhöfen und Einkaufszentren über 4,5 Millionen Kameras installiert (1 Kamera kommt auf 13 britische BürgerInnen), der „Krieg gegen den Terror“ fordert nicht nur in Afghanistan und im Irak Tausende Tote, sondern auch in den demokratischen Metropolen (z.B. im Juli 2005 Mord an dem brasilianischen Elektriker in der Londoner U-Bahn im Rahmen eines Anti-Terroreinsatzes), nicht nur die US-Army (Guantanamo und Abu Ghraib) oder der spanische Staat foltern, der demokratische Konsens verbittet sich „undemokratische“ Ansichten und straft mitunter mit Berufsverbot und Platzverweis, Bertelsmann und Gruner & Jahr erklären uns die Welt, Werbung und Wahlkämpfe manipulieren Menschen, ... Vom Terror der Ökonomie ganz zu schweigen.

(...)" (Mehr lesen)
 

Die Revolutionären Kommunisten Deutschlands (RKD)

Seit Januar 2008 ist bei uns unsere neue Broschüre Red Devil (Hg.) "Unsere Broschüre "'Gegen den Strom!' (Band 2) Dokumente der Revolutionären Kommunisten Deutschlands" (ca. 80 Seiten) im Rahmen unserer Reihe "Bibliothek des Widerstandes" erhältich.

Enhalten sind Artikel, Briefe, Interviews und Schriften der Revolutionären Kommunisten Deutschlands. Versammelt haben wir hier Originaldokumente der Revolutionären Kommunisten Deutschlands (RKD) aus der Zwischenkriegs- , aus der Kriegs- und Nachkriegszeit (1936-1947), die für sich selbst sprechen.

Neben ausgesuchten Flugblättern und Artikeln aus den Zeitungen „Bolschewik“, „Der Einzige Weg“, „Juniusbriefe“, „Spartakus“ und „RKD-Bulletin“ veröffentlichen wir hier einige sehr aufschlußreiche Briefe und Interviews.

Die hier vorgefundenen Diskussionen und Erfahrungen der Revolutionären Kommunisten Deutschlands werfen ein ganz anderes Licht auf die Geschichte des 20. Jahrhunderts und vor allem die Zeit des 2. Weltkrieges.

Alles begann 1935, als einige junge revolutionäre Kommunisten im österreichischen Kommunistischen Jugendverband (KJV) eine geheime Fraktion bildeten und Ende 1935/ Anfang 1936 eine eigene Organisation namens Revolutionäre Kommunisten Österreichs (RKÖ) gründeten und mit dem Stalinismus brachen. Sie brachten im austrofaschistischen Ständestaat ihre Zeitung „Bolschewik“ heraus, wurden 1937 im „Wiener Trotzkistenprozeß“ wegen ihrer revolutionär-kommunistischen Tätigkeit teilweise zu langen Haftstrafen verurteilt, gingen am Vorabend des 2. Weltkrieges ins europäische Ausland ins Exil, beteiligten sich an der trotzkistischen Zeitung „Der Einzige Weg“, waren 1938 als Delegierte auf dem Gründungskongreß der trotzkistischen IV. Internationale vertreten und verweigerten der „Scheinproklamierung“ der IV. Internationale ihre Zustimmung. Im französischen Exil, nachdem sie 1939/40 wie viele Nichtfranzosen als „feindliche Ausländer“ inhaftiert worden waren, beteiligten sie sich nicht am nationalistischen Widerstand der Resistance gegen die „Boches“, sondern leisteten ihren „anderen Widerstand“(Georg Scheuer) auf der Grundlage des revolutionären Defätismus, getreu dem Motto „Der Hauptfeind steht im eigenen Land!“. Im Gegensatz zu vielen anderen entschieden sie sich bewußt dafür in Europa zu bleiben, da sie den Untergang des deutschen Imperialismus, zu dem sie das ihrige beizutragen versuchten, hautnah erleben wollten. Unter den Bedingungen der Denunziation, der materiellen Entbehrungen, des Exils, der Illegalität, des allgegenwärtigen Krieges und Nationalismus, der Verfolgung durch Stalinisten und Nazis schärften sie ihre Positionen und die Kritik an den Organisationen der ArbeiterInnenbewegung und an den gesellschaftlichen Verhältnissen in Rußland. Sie brachen mit dem Trotzkismus und betrieben in der südlichen Zone Frankreichs eine rege Propagandatätigkeit unter deutschen Wehrmachtssoldaten, lebten und leisteten Widerstand im Untergrund und erhofften die Beendigung des 2. imperialistischen Weltkrieges durch eine revolutionäre Welle, ähnlich der am Ende des 1. imperialistischen Weltkrieges, statt eines Sieges der alliierten imperialistischen Mächte. Ihre revolutionäre Kompromißlosigkeit bezahlten sie mit vielen toten GenossInnen (u. a. Ignaz Duhl, Karl Lederer, Arthur Streicher); dennoch schreckten sie nicht davor zurück aus den Klauen der Nazi-Gestapo eigene Genossen zu befreien wie z.B. die Befreiung der Genossin Melanie Berger durch ein RK-Kommando beweist. Nachdem 1941 einige ehemalige TrotzkistInnen der Internationalen Kommunisten Deutschlands (IKD) zu den RKÖ gestoßen waren, benannten sich die RKÖ in Revolutionäre Kommunisten Deutschlands (RKD) um. Nach Kriegsende fanden sie Zugang zu den Erfahrungen der deutschen und italienischen kommunistischen Linken (RätekommunistInnen bzw. BordigistInnen) und gründeten eine neue Spartakusbewegung.

Die „Befreiung“ nach 1945 erlebten sie anders: So wurde z.B. der Genosse Karl Fischer, der bereits im Austrofaschismus im Gefängnis gesessen hatte und von den Nazis ins KZ Buchenwald gesteckt worden war, 1947 vom russischen NKWD nahe Linz gekidnappt und wegen „trotzkistischer Tätigkeit“ für 8 Jahre nach Rußland deportiert, wo er in verschiedenen Lagern inhaftiert war (ähnlich erging es dem Rätekommunisten Alfred Weiland oder dem Trotzkisten Oskar Hippe). Die Eigenständigkeit und Vielseitigkeit der RK-GenossInnen macht sie interessant für jede/n, die/ der nicht auf ausgefahrenen Wegen wandelt, nicht mit dem Strom schwimmt und sich mit abgedroschenen Phrasen zufriedengibt. Mit den RKÖ/RKD kann ein bisher verschütteter Reichtum an Diskussionen, Entwicklungen, Erfahrungen und Geschichte(n) entdeckt werden.

In den Interviews schildern einige ehemalige RKÖ/RKD-Genossen ihre Erfahrungen und leisten einen Beitrag dazu, die weißen Flecken, die RKÖ/RKD betreffend, zu beseitigen.

Viele der hier veröffentlichten Dokumente sind der deutschen Öffentlichkeit erstmals, andere erstmals seit langer Zeit wieder zugänglich. Unsere Broschüre versteht sich als Beitrag die RKD, ihr Wirken, ihre Positionen und ihre Geschichte ein Stück weit dem Vergessen zu entreißen und ihre Erfahrungen fruchtbar zu machen für heutige Tage. Daß die RKD sich keineswegs vor irgendeinen (Polit- oder Partei-)Karren spannen lassen,dürfte der Grund dafür sein, daß sie heute fast völlig unbekannt und vergessen sind.

Die Broschüre gibt es für Euro 5 (inkl. Porto; Vorauskasse in Scheinen oder Briefmarken!) bei: Revolution Times, Postlagernd 23501 Lübeck, Deutschland. Dieser Band 2 wird in den nächsten Monaten durch einen Band 1 zu „Geschichte und Wirken der Revolutionären Kommunisten Deutschlands (RKD)“ in der Bibliothek des Widerstandes ergänzt werden. (...) (Mehr lesen)