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05.07 - 07.07.2019 Hochvernagtspitze (3.535m), 3-Tageshochtour für AV Feldkirch

Ausgangs- und Zielpunkt:  Vent (1.895m)
 
Route: 
Tag 1: Vent - Rofenhöfe - Vernagthütte
Tag 2: Vernagthütte - Hochvernagtspitze (3.535m) - Vernagthütte
Tag 3: Vernagthütte - Mittlere Guslarspitze (3.128m) - Vernagthütte - Vent
 
Höhendifferenz:
Tag 1: ca.    900 hm
Tag 2: ca.    850 hm
Tag 3: ca.    600 hm
 
reine Gehzeit: 
Tag 1: ca. 3:30 Stunden
Tag 2: ca. 7:00 Stunden
Tag 3: ca. 5:30 Stunden
 
Schwierigkeitsgrad:
Hochtouren: PD-


Distanzen:

Tag 1: ca. 8,5 km
Tag 2: ca. 10 km
Tag 3: ca. 12 km
 
Einkehrmöglichkeit(en): Vernagthütte, Berggasthaus Rofenhof
 
Entfernungen:

Vent - Rofenhöfe 0:45
Rofenhöfe - Vernagthütte 2:45
Vernagthütte - Hochvernagtspitze 4:30
Hochvernagtspitze - Vernagthütte 2:30
Vernagthütte - Mittlere Guslarspitze 1:45
Mittlere Guslarspitze - Vernagthütte 1:15
Vernagthütte - Vent 2:30

Tourengeher: Mark für AV Feldkirch
 
Gesamteindruck der Tour: Absolut empfehlenswert! Vor allem absolut nicht so überlaufen wie die benachbarte Wildspitze! Wir waren im Aufstieg alleine unterwegs und hatten den Gipfel für uns. Noch nicht einmal eine richtige Spur war angelegt, was die Unternehmung noch
interessanter machte.

Vorgefundene Verhältnisse:
Top Verhältnisse. Der große Vernagtferner auch im unteren Bereich mit ausreichend Schneeauflage (sonst mittlerweile oft Blankeis) weshalb wir uns den mittlerweile oft begangenen Aufstieg über die Felsen sparen konnten, und in einem schönen, weiten Bogen die den Gletscher trennende Felsformation linksseitig umgehen konnten. 
 
 
Wichtiges:

Parkplatz in Vent nahe der Seilbahn kostet aktuell € 5,-- pro Tag und Auto. Praktisch alle vorhandenen Parkplätze gebührenpflichtig. 


Aufstieg/Abstieg:

Tag 1:

Von Vent aus geht es links der Venter Ache auf einem schönen Wanderweg nur leicht ansteigend zu einer Hängebrücke über die man die Rofenhöfe erreicht. Man folgt dem Güterweg für einige Kurven bis rechts die Tafel zur Vernagthütte weißt. In einigen Serpentinen geht es dann zuerst immer nördlich steil hinauf bevor der Weg verflacht und nach Nordosten schwenkt wo man bereits von Weitem die Vernagthütte und auch die Hochvernagtspitze sehen kann. Der schöne Wanderweg bleibt in diesem Bereich unschwierig und recht flach bevor es zuest über die Brücke und dann nochmals steiler hinauf zur Vernagthütte geht.


Tag 2:

Hinter der Vernagthütte steigt man auf die Moräne und folgt dieser für rund 45 Minuten. Achtung, der Weg zur Wildspitze zweigt in der Zwischenzeit rechts ab. Man kann auch diesem Weg noch einige Zeit folgen (einige Höhenmeter Verlust) und muss dann aber auf den Großen Vernagtferner queren.
Wir sind die Moräne bis zum Ende gegangen und nach einer Querung im harten Schnee (Steigeisen) zum Vernagtferner gelangt wo angeseilt wurde. Bei guten Verhältnissen wie an diesem Wochenende geht man dann zuerst westlich Richtung Gepatschjoch bevor man nach Norden schwenkt und hinter der weithin sichtbaren Felsformation die den Ferner trennt den oberen Teil des Großen Vernagtferners betritt. Bis hierhin geht es meist nur leicht ansteigend aufwärts. Im oberen Bereich steilt der Gletscher dann merklich auf (bis 35 Grad) bis sich der Blick öffnet auf die Hochvernagtspitze. Zuletzt fast flach erreicht man so den felsigen Gipfelaufbau. Über einen kurzen aber sehr schönen Grat geht es schließlich hinauf auf den formschönen Gipfel!

Zurück zur Vernagthütte auf dem Aufstiegsweg. Im unteren Bereich haben wir im Abstieg den Weg von der Wildspitze her genutzt, da der Zugang zur Moräne sehr nahe am felssturzgefährdeten Gelände unterhalb der steil aufragenden Hintergraslspitzen liegt, wo das Risiko mit der Sonneneinstrahlung stark ansteigt. 


Tag 3:

Eigentlich war für heute noch der Fluchtkogel (3.500m) geplant. Aufgrund der schlechten Wetterbedingungen wurde aber "Plan B" ins Auge gefasst und eine Tour auf die mittlere Guslarspitze unternommen. Von der Hütte steigt man hier zuerst rund 50 Höhenmeter ab in Richtung Vent und folgt dann dem markierten Weg Richtung Südwesten. Der Weg ist großteils einfach zu gehen. Selbst bei einigem Schnee im Gebiet ist der Aufstieg oft noch möglich, da der Weg schön über die Felsen vorbei am Kessel unterhalb der Gipfel hinaufführt. Den Gipfelgrat erreicht man allerdings dann nur über einen erdigen, bei schlechten Bedingungen auch rutschigen, sehr steilen Anstieg der aber für geübte Bergsteiger kein Problem darstellen sollte. Flach geht es dann dem recht breiten Grat folgend zum Gipfelkreuz der mittleren Guslarspitze.

Auf dem selben Weg dann zurück zur Vernagthütte um das restliche Gepäck abzuholen und anschließend auf dem von Vent heraufführenden Weg wieder zurück zu den Rofenhöfen wo wir dann noch auf die sehr schöne Tour angestoßen haben. Schließlich der Ache entlang zurück zum Ausgangspunkt!


Die Fotostory

https://photos.google.com/u/1/share/AF1QipPrDEOcAeXMbG2Vd4igoCupOzuv5n1vdqvR5kjiQHbREjXxpJzr6RxRiZUwpFCm5Q?key=OS1HdUk5eUI2RlhmR0pEQjlqWUdnY3kxeWY4NVJ3

2D-Höhenprofil

Tag1

Tag2

Tag3

3D-Höhenprofil

Tag1
Tag2
Tag3

3D-Kartenflugreise

Tag1

Tag2

Tag3

Der Weg in Google Maps

Tag1

2019-07-05 Vernagthütte


Tag2

2019-07-06 Hochvernagtspitze



Tag3

2019-07-07 Mittlere Guslarspitze











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