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19.07.2019 Tschenglser Hochwand (3.375m)

Ausgangs- und Zielpunkt:  Sulden (1.857m) - Parkplatz Kanzelbahn 
 
Route: Kanzelbahn Ausstieg - Düsseldorfer Hütte - Tschenglser Hochwand (3.375m) - Düsseldorfer Hütte - Sulden
 
Höhendifferenz: ca. 1.100 m
 
reine Gehzeit: ca. 7:00 Stunden
 
Schwierigkeitsgrad: schwer   T4, I

Daten Klettersteig:

Zustieg: 2:15 (ab Kanzelwand Bergstation)
Abstieg: 3:00
Zeit im Steig: 1:30
Zeit gesamt: 6:45
Schwierigkeit: D (einzelne Stellen - meist C)
Zustand: sehr gut
Landschaftlich: ausgezeichnet

Distanz: ca. 14 km

Vorgefundene Verhältnisse: Gesamte Tour ohne Gletscherberührung begehbar. Wege trocken und in gutem Zustand. Klettersteig Versicherungen in gutem Zustand.

Gesamteindruck der Tour: Der Normalweg durch die steile Rinne (T4+, klettern I) ist nicht sonderlich interessant. Es empfiehlt sich deshalb den sehr schön angelegten Klettersteig mitzunehmen, der bis kurz unter den Gipfel führt.
 
Einkehrmöglichkeit(en): Düsseldorfer Hütte, Bergstation Kanzelwandbahn.
 
Entfernungen:
 
Bergstation Kanzelbahn - Düsseldorfer Hütte 1:15
Düsseldorfer Hütte - Einstieg Klettersteig 1:00
Einstieg Klettersteig - Tschenglser Hochwand 1:45
Tschenglser Hochwand - Düsseldorfer Hütte 1:20 (schneller Abstieg)
Düsseldorfer Hütte - Sulden 1:30

 
Gipfelstürmer: Mark solo
 
 
Wichtiges:

Fahrzeiten der Kanzelbahn beachten. Infos dazu aktuell hier zu finden: Seilbahnen Sulden
Im Abstieg ist man fast gleich schnell wenn man von der Hütte direkt nach Sulden absteigt.


Aufstieg:

Vom Ausstieg der Bahn geht es zuerst flach linksseitig Richtung Düsseldorfer Hütte. Man verliert dann sogar einige Höhenmeter. Nach der Querung des Baches geht es dann aber doch recht steil auf gutem und unschwerem Bergweg hinauf zur Hütte.

Hinter der Hütte folgt man der Beschilderung zur Tschenglser Hochwand. Es geht anfangs recht flach mit einzelnen kurzen Anstiegen über die Schotterhalden aufwärts. Rechtsseitig hat man immer den hohen Angelus im Blick. Vorbei an der beeindruckenden Moräne geht es dann in einem linksbogen steil hinauf zum neu errichteten Einsteig des Klettersteigs. Der Normalweg führt hier links um den Felsaufbau herum. Der Klettersteig wurde vor einigen Jahren um ca. 100 Höhenmeter erweitert. Früher war der Einstieg erst nach diesem Felsriegel möglich. 
Der Klettersteig an sich ist für gute Klettersteiggeher nicht allzu schwer. Der Fels ist sehr griffig und ausgezeichnet zum steigen geeignet. Es macht wirklich Spaß hier hochzuklettern. Einzig die höhe (bereits deutlich über 3.000 Meter) und die Ausgesetztheit im fast senkrechten Gelände sollte man berücksichtigen wenn man unsicher ist ob man den Steig begehen soll. Die Anstrengungen dürfen nicht unterschätzt werden. Ein Ausstieg ist nur nach ca. 100 Metern beim alten Einstieg möglich. 
Der Steig wartet meist mit Schwierigkeiten im C-Bereich, auf einzelnen kurzen Passagen mit D auf. Man hat aber immer Zeit sich zu erholen. Es gibt keine anhaltend langen, schweren Passagen. So gelangt man dann hinauf bis knapp unter den Gipfelaufbau. Der Gipfel ist beim Ausstieg schon zu sehen. 
Es gilt dann nochmals zwei Aufschwünge zu meistern die ebenfalls mit Stahlseil gesichert sind. Hier befindet man sich dann aber schon auf dem "Normalweg", auf dem man dann oft auf die Bergsteiger trifft, die durch die Rinne aufgestiegen sind. Der Schwierigkeitsgrad dieser letzten beiden Aufschwünge ist klettertechnisch mit leicht (I) zu bewerten. Trotzdem hatten hier wohl einige nicht damit gerechnet. dass sie sich an einem Stahlseil entlanghanteln müssen um zum Gipfel zu gelangen. Das führte zu leichten Schwierigkeiten.

Der Gipfel bietet einen ausgezeichneten Blick auf die umliegenden Größen wie Ortler, Königsspitze etc. Am Wochenende wird man hier wohl allerdings öfter nicht alleine sein, da der Berg über die Rinne dann doch im Verhältnis als leichter 3.000er recht gut erreichbar ist. 


Abstieg:

Zuerst wieder über die zwei erwähnten Aufschwünge dem Stahlseil entlang folgend hinab und dann über die Steinplatten immer den zahlreichen roten Markierungen folgend hinunter zur Steilrinne. Die Rinne in steigt man in etlichen Serpentinen steil hinab (Vorsicht bei vielen Leuten wegen Steinschlag). Über weitere Steinhalden gelangt man dann zurück zum Aufstiegsweg. Diesem folgend geht es zurück zur Düsseldorfer Hütte. Von dort dann weiter dem Aufstiegweg entlang bis zu einer Abzweigung direkt am Bach. Diesem Weg folgend immer nahe des Baches zurück nach Sulden!


Die Fotostory



2D-Höhenprofil


3D-Höhenprofil


3D-Kartenflugreise


Der Weg in Google Maps

2018-07-19 Tschenglser Hochwand






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