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Kanzelwand (2.058m) - Oberstdorfer Hammerspitze (2.260m)

Start- und Zielpunkt: Parkplatz Kanzelwandbahn Riezlern (1.090m)
 
Route: Riezlern - Gehrenspitze (1.857m) - Kanzelwand (2.058m) - Walser Hammerspitze (2.170m) - Hochgehrenspitze (2.251m) - Oberstdorfer Hammerspitze (2.259) - Fiderepasshütte - Fluchtalpe - Riezlern
 
Höhendifferenz: ca. 1.600 Hm
 
reine Gehzeit: ca. 9 Stunden
 
Schwierigkeitsgrad: schwer, T5, II+
 
Distanz: ca. 22,5 km
 
Einkehrmöglichkeit(en): Fidererpasshütte, Fluchtalpe, diverse Hütten (Alpen) auf dem Weg nach Riezlern. 
 
Entfernungen:

Riezlern - Gehrenspitze                                      1:45
Gehrenspitze - Kanzelwand                                 0:45
Kanzelwand - Walser Hammerspitze (Schüsser)    1:00
Walser Hammerspitze - Hochgehrenspitze            0:45
Hochgehrenspitze - Oberstdorfer Hammerspitze    0:45
Oberstdorfer Hammerspitze - Fiderepasshütte      1:30
Fiderepasshütte - Riezlern (über Fluchtalpe und    2:30
innere Wiesalpe)

 
Gipfelstürmer: Mark, Anna und Tanja

Gesamteindruck der Tour: Gewaltige Überschreitung abseits der Touristenrouten sobald man von der Kanzelwand abzweigt! Absolut empfehlenswert für erfahrene Alpinisten. Nichts für Familien oder weniger Geübte!!

Vorgefundene Verhältnisse: Gesamte Route trocken, Fixseil an der Hochgehrenspitze in bestem Zustand. Bohrhaken an der Oberstdorfer Hammerspitze (abseilen) sieht neu aus und ist zuverlässig. 

 
Wichtiges:
 
Durch die Benutzung der Kanzelwandbahn kann man sich neben rund 1.000 Höhenmetern auch rund 2,5 Stunden sparen und so die Tour dementsprechend verkürzen. 

 
Aufstieg:

Von der Kanzelwandbahn geht man nochmals einige Meter zurück Richtung Kirche. Hier zweigt dann rechts der Wanderweg Richtung Gehrenspitze ab. Nach einigen Kehren auf der geteerten Straße kommt man auf den Wanderweg. Hier folgt dann eine etwas irritierende Tafel, auf der die Bergstation der Kanzelwandbahn über den Güterweg deutlich kürzer angeschrieben ist als über den Wanderweg, der über die Gehrenspitze führt (3:00 Stunden sind angegeben über die Gehrenspitze - viel zu viel). Wir haben uns davon nicht abhalten lassen und sind dem Wanderweg gefolgt. Der Weg ist fast durchgehend steil bis sehr steil, aber gut und unschwierig zu gehen. Wer gedacht hat der Weg wäre bis zur Riezler Alpe schon steil, der wird danach eines besseren belehrt. Bis hinauf zur Gehrenspitze geht es wirklich richtig aufwärts..... 
Von der Gehrenspitze führt ein sehr schön, teils aber auch recht schmaler Weg (Trittsicherheit) in nur noch geringer Steigung hinüber zur Bergstation der Kanzelwandbahn. Ab und zu verliert man sogar ein paar Höhenmeter. An der Bahn angekommen steckt man dann mitten unter den Tagestouristen. Deshalb möglichst rasch noch den Gipfel der Kanzelwand mitnehmen (ein Plätzchen um kurz das Gipfelkreuz zu berühren ist schon Luxus....), und dann einige Meter unterhalb des Gipfels links abzweigen auf den Grat der hinüber führt zur Walser Hammerspitze. Der Weg führt dann meist auf der Südseite des Grates entlang hinüber zum Gipfel. Der Grat ist meist flach mit kurzen Anstiegen, der Weg aber nicht immer gut zu sehen. Man kann sich auch schnell mal auf die Nordseite versteigen, insgesamt für Geübte aber problemlos (klettern I).

Von der Walser Hammerspitze ist der Weg hinüber zur Hochgehrenspitze gut einsehbar. Man verliert wiederum einige Höhenmeter und folgt dem immer schmaler werdenden Pfad dann bis unter den Gipfelaufbau. Der Gipfel ist in leichter Kletterei (bis I. Grad) zu erklimmen. Vom Gipfel aus geht es zurück  auf den gut erkennbaren Weg und dann nach links bis hin zu einem senkrechten Abbruch. Hier wäre auch ein Bohrhaken zum abseilen angebracht. Allerdings lässt sich die Stelle auf der rechten Seite sehr gut durch eine Rinne mit ausreichend Griff und Trittmöglichkeiten abklettern (bis zum II. Grad). Vorsicht ist hier angesagt - unterhalb der Rinne fällt der Grat steil ab. Ein Ausrutscher wäre verhängnisvoll. 

Unten angekommen nach links und dann den roten Markierungen folgend auf den Gratturm klettern (I+). Hier beginnt dann linkerhand das neu aussehende Fixseil, das ostseitig doch ca. 70 Höhenmeter durch eine Rinne hinabführt. Anschließend den Markierungen folgend leicht ansteigend rechts bis man den höchsten Punkt der Grathöhe erreicht hat. In leichter Kletterei (I+) dann dem Gipfelgrat folgend steil aufwärts und die letzten Meter auf Wegspuren zum Gipfelkreuz der Oberstdorfer Hammerspitze. Praktisch direkt hinter dem Gipfelkreuz befindet sich dann die Schlüsselstelle der Tour, eine ca. 10 Meter hohe, senkrechte Wand (II+). Man kann die Stelle abklettern (3 Eisentritte erleichtern den Abstieg an der ansonsten recht glatten Wand) oder abseilen (Abseilstelle sehr komfortabel unterhalb des Kreuzes eingerichtet). Da wir das Seil mit hatten, haben wir natürlich abgeseilt. 
Auf der anderen Seite wieder auf den Grat hinauf und dann Richtung einer angebrachten Stange. Hier ist der Wegverlauf etwas verwirrend (mehrere Spuren). Man hält sich schon vor der Stange am besten rechts und steigt ca. 100 Höhenmeter durch eine Rinne ab (I+). Hier sind dann linksseitig wieder leichte Wegspuren im Fels erkennbar. Über den schwach ausgeprägten Südgrat kann man dann auf zuerst noch sehr schmalem Grat dann zur Fiderepasshütte absteigen.

Abstieg:

Von der Hütte folgt man dem markierten und angeschriebenen Weg Richtung Riezlern folgen. Nach rund 100 Höhenmetern im Abstieg hat man dann an einer Abzweigung die Möglichkeit über die Kuhgehrenalpe (Gegenanstieg) abzusteigen. Wir haben uns aber dazu entschieden dem Weg zur Fluchtalpe zu folgen. Der Abstieg ist meist steil, aber auf recht breitem und einfachem Weg. Im Aufstieg wäre der Weg aber eher uninteressant. Von der Fluchtalpe dann auf dem Güterweg über die Innere Wiesalpe (immer rechtsseitig halten und nicht in die Senke absteigen) vorbei an der Schwabenhütte zurück nach Riezlern. 


Die Fotostory




3D-Kartenflugreise


Der Weg in Google Maps

2018-06-23 Oberstdorfer Hammerspitze




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