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20.10.2018 Rote Wand (2.704m)


Start- und Zielpunkt: Lech Richtung Zug, Parkplatz am Straßenrand im Wald vor der langen Geraden nach Zug (ca. 1.500m)
 
Route: Parkplatz - Formarinalpe - Joch - Rote Wand (2.704m) - Joch - Formarinsee - Formarinalpe - Parkplatz
 
Höhendifferenz:  ca. 1.750 m
davon Bike: ca.    400 m
davon Hike: ca. 1.350 m
 
Gesamtzeit: ca. 8:00 Stunden
davon Bike: ca.  1:50 Stunden
davon Hike: ca.  6:10 Stunden
 
Details Bikestrecke:
Länge: 25 km
Maximale Steigung: 14 %
durchschnittliche Steigung: 7 %
durchgehend geteerte Straße.
 
 
Schwierigkeitsgrad:
Bike: leicht (L)
Hike: sehr schwierig, , T5, II
 
Distanz gesamt: ca. 30 km
 
Entfernungen: 
 
Lech - Formarinalpe 1:25 (Bike)
Formarinalpe - Joch 1:30
Joch - Rote Wand 1:50
Rote Wand - Joch 1:40
Joch - Formarinsee 1:00
Formarinsee - Formarinalpe 0:10
Formarinalpe - Parkplatz 0:25 (Bike)
 
Einkehrmöglichkeit(en): zu dieser Jahreszeit keine
 
Vorgefundene Verhältnisse: Weg durchgehend schneefrei. Die ersten Meter von der Formarinalpe weg ist der Weg schwer zu sehen. Nachher zwar unmarkiert aber gut zu finden. Am Gipfelgrat wenige Stellen hartgefrorener Schnee der aber meist umgangen werden kann. Noch machbar. 
 
Gesamteindruck der Tour: Lange und anstrengende Tour die auch bergsteigerisches Können abverlangt. Der Ausblick sucht seinesgleichen. Eine der schönsten Touren im Land! 


Gipfelstürmer: Mark und Sabine

 
Wichtiges:
 
Die Mautstraße kann mit dem Auto befahren werden (Kosten im Herbst 2018: € 15,-- pro Tag). Mautkassa direkt neben der Schranke. Der Anstieg auf die rote Wand kann auch über die Laguzalpe oder die Klesenzaalpe erfolgen. 
 
 
Aufstieg:

Mit dem Bike geht es in meist angenehmer Steigung unschwierig hinauf zur Formarinalpe. Nur im letzten Abschnitt folgen einige steilere Teilstücke. 

Man kann das Bike direkt an der Alpe abstellen (Autos am nur wenige Meter entfernten Parkplatz) und dann den Einstieg in den Wanderweg suchen, oder man geht bis zum Formarinsee und dort am westlichen Ende dann auf den markierten Weg hinauf zum Joch zwischen Rothorn und roter Wand. 
Wir haben uns im Aufstieg für den kürzeren, aber unmarkierten Weg entschieden, der unterhalb des Jochs dann in den eigentlichen Weg vom See herauf einmündet. Der Einstieg in den Weg ist nicht ganz leicht zu finden, da es kaum Trittspuren oder Markierungen gibt. Am besten steigt man hinter der Alpe in nordwestlicher Richtung den Hügel hinauf. An dessen unterem Ende beginnt dann bald der gut ausgetretene Weg. Nur an einigen Stellen muss man sich ein wenig umschauen, ansonsten ist die Linie klar vorgegeben. Auf der letzten Anhöhe vor dem Joch trifft der Weg dann auf den markierten Anstieg vom Formarinsee herauf, den wir dann für den Abstieg gewählt haben. 

Mit einem letzten kurzen, steilen Anstieg geht es hinauf aufs Joch zum Wegweiser der uns noch 2 Stunden bis zum Gipfel anzeigt. Auf dem blauweiß markierten Pfad geht es dann unter Verlust einiger Höhenmeter den Hang steil querend zu den Felsen. Bei einem Durchschlupf quert man auf die Nordseite der roten Wand. Anfangs geht es weiter querend abwärts bevor man dann in steilen Serpentinen und zuletzt in einfachstem Klettergelände (hier und da mal helfen die Hände) den Vorgipfel erreicht. Dieser Anstieg über die Serpentinen ist durch vorausgehende Bergsteiger stark steinschlaggefährdet, da es über viel loses Geröll geht. Wir waren an diesem Tag trotzdem die Einzigen die einen Helm angezogen haben! Dass es nicht ungefährlich ist zeigt die Tatsache dass ein von einem absteigenden Berggeher losgetretener, faustgroßer Stein nur knapp an uns vorbeigesaust ist! Hier ist also aufmerksames Gehen gefordert, für sich selbst aber auch für die Anderen! Und ein Helm hat noch keinem geschadet.......

Vom Vorgipfel aus geht es dann über den vielbeschriebenen Gipfelgrat hinüber zum Gipfelkreuz. Man findet dazu allerlei Beschreibungen von "für erfahrene Berggeher recht einfach" bis zu "extrem schwierig und ausgesetzt". Fakt ist dass hier Trittsicherheit und Schwindelfreiheit ein absolutes Muss sind. Bei Vereisung wird es rasch heikel da sehr abschüssig und teilweise tatsächlich ziemlich ausgesetzt. Man kann einzelne Stellen durch überklettern am Grat "umgehen", andere nicht - so wie der brüchige Genddarm, den man besser in Ruhe lässt bevor er auseinanderbricht. Insgesamt vom klettern her für Geübte nicht allzu schwer (maximal II. Grad), aber durch die beidseitig steil abfallenden Flanken vom Kopf her sicher nicht für jedermann geeignet, besonders die ab/aufsteigenden Passagen im Schiefer/Geröll unterhalb der Grathöhe können für den einen oder anderen mit dem vorgegebenen Tiefblick sicher unangenehm werden. 

Über einen letzten steilen Felsaufschwung (II) erreicht man schließlich rasch den Gipfel.


Abstieg:

Auf selbem Weg zurück bis zum Joch und dann auf dem rot-weiß markierten Weg hinunter zum Formarinsee. Am See entlang und nochmals rund 50 Höhenmeter aufsteigend am Parkplatz vorbei zurück zur Formarinalpe und mit dem Bike zurück zum Ausgangspunkt. 


Die Fotostory

https://photos.google.com/u/1/share/AF1QipMMRAvGOmdVSjEfGwb7biesaTmtvxbtSTTT6VbxX2tR-fr7d016EatL4NxBLE8_dQ?key=YjliVUFId2dpQUpzSTVGeXdsVk5uVTJ4dkNGRjdn

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