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23.09.2017 Arlberger Klettersteig für AV Feldkirch

Talort: St. Anton (1.284m)

Startpunkt:
Bergstation Vallugagrat (2.646m) - hierher mit Galzigbahn und Vallugagrat I-Seilbahn.

Zielpunkt: Kapall Bergstation (2.315m)
 
Höhenmeter Steig: ca. 550m
Höhenmeter insgesamt: ca. 700m
 
Schwierigkeit: D (sehr schwierig)

Zeit im Steig: . ca. 4 Stunden
 
Zustieg: ca. 30 Minuten
Abstieg: ca. 20 Minuten

Gesamtzeit: ca. 5 Stunden
 
Einkehrmöglichkeiten: keine

Vorgefundene Verhältnisse: Alles trocken und gut begehbar; Steig in recht gutem Zustand. Stahlseil an einigen Stellen leicht ausgefranst, insgesamt aber unbedenklich.

Gesamteindruck: Der Titel "Extremklassiker" trifft absolut zu. Viele teils sehr ausgesetzte Stellen laden zum Klettern ein. Meist finden sich keine Eisentritte was diesen Steig für Experten umso reizvoller macht! Griffiger Fels bietet meist gute Griff- und Trittmöglichkeiten für diejenigen die das Seil rein zur Sicherheit benützen wollen. Sehr schön!

Tourengeher: Mark solo

Wichtig:

Kosten für Bergfahrt im Herbst 2017: € 21,-- (weitere Infos zu den Bergbahnen hier: http://www.stantonamarlberg.com/de/sommer/arlberger-bergbahnen).

 
Beschreibung:
 
Von der Bergstation wandert man zuerst abwärts Richtung Osten bis zum Mattunjoch. Hier geht es dann einige Höhenmeter hinauf zum Einstieg auf der linken Seite des ersten Felsens (rote Punktmarkierungen - im Schnee nicht immer leicht zu erkennen). Die Route führt über mehrere Gipfel immer wieder mit auf- und absteigen dazwischen.
Nach einem einfacheren Einstieg mit Stellen bis B kommt man zu einem ersten schwierigen Abstieg ohne Eisenleitern. Gerade im Winter kann es hier neben Schnee auch Eis geben, weshalb der Steig bei winterlichen Verhältnissen nur von sehr guten Klettersteiggehern in Angriff genommen werden sollte. Am Fels geht es senkrecht sehr schön hinunter. Nach einigen Metern "gehen" folgt der knackige Anstieg auf die Knoppenjochspitze (2.680m) mit ebenso interessantem Abstieg hinunter in eine kleine Mulde. Etwas einfacher dann über den nächsten steileren Hügel mit nochmals sehr steilem Abstieg hinunter in eine weitere Mulde vor der Lisunspitze.
Im Mittelteil folgt dann ein längeres Gehstück bevor dann die sehr ausgesetzten Passagen folgen. Diese sind nicht allzu schwer zu klettern, aber der Tiefblick und der auf beiden Seiten steil abfallende Fels sind beeindruckend (siehe Video).
Über die sogenannten Haifischzähne und zwei Stellen B und C geht es dann zum Schlussanstieg auf die Weißschrofenspitze (2.752m) hinauf (nochmals bis C/D). Auch dieser Bereich ist meist nordseitig und kann schon Ende September mit Schnee und Eis aufwarten, was die Tour dann nochmals etwas schwieriger werden lässt.

Vom Gipfel aus führt der Steig dann hinunter auf die Ebene der Bergstation der Kapall-Sesselbahn. Auch dieser Teil des Steigs ist nicht zu unterschätzen und verlangt ausreichend Können und Armkraft! Ab dem Ende des Steigs geht es dann in Serpentinen steil den restlichen Hang hinunter bis zur Mulde unterhalb der Sesselbahn. Wenige Meter aufwärts bis zur Bergstation. Mit der Sesselbahn dann in zwei Teilstrecken zurück nach St. Anton!


Die Fotostory






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