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13/14. Mai 2017 Flüela Schwarzhorn (3.146m) und Piz Palü (3.901m) - 2-Tagesskihochtour

Ausgangs- und Zielpunkt: Flüelapass (CH) - ca. 1km nach der Passhöhe, 2. Parkplatz (ca. 2.300 m)
 

TAG 1:

Anfahrtsweg: Autobahn N13 bis Sargans Richtung Chur - Abzweigung Nummer 14 Davos (B28) - Davosersee - Flüelapass
 
Route: Parkplatz - Schwarzhornfurrga - Schwarzhorn (3.147 m) - Schwarzhornfurrga - Parkplatz Flüelapass
 
Höhendifferenz: ca. 850 m
 
Gesamtzeit: ca. 3:00 Stunden
reine Aufstiegszeit: ca. 2:15 Stunden
Abfahrt: ca. 45 Minuten
 
Schwierigkeitsgrad: ZS-

vorgefundene Verhältnisse:
noch ausreichend Schnee, kein Steinkontakt. Auch die Steilstufe geht noch gut mit den Ski. Allerdings von oben bis unten teilweise schwerer Sulz.
 
Distanz:  ca. 8 km
 
Einkehrmöglichkeit(en): keine

Entfernungen:

Flüelapass - Schwarzhornfurgga 1:30
Schwarzhornfurgga - Schwarzhorn 0:40
Schwarzhorn - Abfahrt 0:45

Tourengeher: Mark, Markus, Anna, Heidi, Bernd, Georg, Andrea, Hannes, Maria, Horst, Hubert (AV-Tour)

Gesamteindruck der Tour: Der Steilhang direkt nach der Schwarzhornfurgga ist von der Schwierigkeit her - und bei schlechten Verhältnissen von der Lawinengefahr) nicht zu unterschätzen (ca. 40 Grad). Bei weniger perfekten Bedingungen bzw. Vereisung unbedingt Harscheisen verwenden. Ansonsten recht kurze, aber lohnende Tour in toller Umgebung!
 
Wichtiges:
 
UNBEDINGT zuerst erkundigen ob der Pass bereits geräumt ist (wegen Weiterfahrt nach Pontresina/Lagalp/Diavolezza).
Nach der Passhöhe möglichst erst den zweiten Parkplatz verwenden (Wegweiser zum Flüela Schwarzhorn).
 
 
Aufstieg:

Der Weg ist meist bereits gespurt. Vom Parkplatz aus geht es über einen sehr schönen Hang zu einer ersten kurzen steileren Passage. Anschließend etwas flacher Richtung Schwarzhornfurrga. Der Anstieg ist bis zur Furgga vollkommen unschwierig und wechselt zwischen flacheren Passagen und immer mal wieder einigen kurzen Aufschwüngen. Die Schlüsselstelle findet sich gleich nach der Schwarzhornfurgga. Der Steilhang ist an seiner steilsten Stelle ca. 40 Grad steil (gute Verhältnisse notwendig). An einer Stelle ist meist auch eine Wechte zu überschreiten. Gute Spitzkehrentechnik notwendig!!

Oberhalb der Steilstufe geht es dann wieder unschwierig in gutem Skitourengelände bis hinauf auf den Gipfel.

Abfahrt:

wie Aufstieg!


TAG 2:


Anfahrtsweg: Vom Flüelapass aus geht es weiter zum Talort Susch. Anschließend auf der Straße 27 über Zernez Richtung St. Moritz. Davor abzweigen nach Pontresina (Straße 29). Immer auf der Straße bleiben vorbei an de Seilbahn "Lagalp" bis zur Seilbahn Diavolezza. Auffahrt mit der Seilbahn zum Berghaus Diavolezza.
 
Route: Diavolezza - Pers Gletscher - Eisbrüche - Einsattelung Piz Palü (Skidepot) - Piz Palü Ostgipfel (3.882m) - Piz Palü (3.901m) abgebrochen - Piz Palü Ostgipfel - Einsattelung - Abfahrt Pers Gletscher - Diavolezza - Talstation Diavolezza über Skipiste.
 
Höhendifferenz: ca. 1.400 m
 
Gesamtzeit: ca. 06:45 Stunden
reine Aufstiegszeit: ca. 05:00 Stunden
Abstieg/Abfahrt: ca. 1:45 Stunden: 20 Minuten bis Skidepot/45 Minuten Abfahrt Pers Gletscher - ca. 40 Minuten auffellen mit Gegenanstieg Diavolezza.
 
Schwierigkeitsgrad: S (schwierig)

vorgefundene Verhältnisse:
noch ausreichend Schnee, kein Steinkontakt. Schnee allerdings fast durchgehend schwer und sulzig. Gipfelgrat Ostgipfel sehr gut zu gehen. Gipfelgrat Hauptgipfel noch unbegangen, stark überwechtet und mit sehr tiefem Schnee (Abbruch).
 
Distanz:  ca. 15 km
 
Einkehrmöglichkeit(en): keine

Entfernungen:

Diavolezza - Pers Gletscher (Abfahrt): 0:15 Stunden
Pers Gletscher - Eisbrüche ca. 1:15 Stunden
Eisbrüche - Einsattelung (Skidepot) ca. 2:30 Stunden
Einsattelung - Ostgipfel ca. 0:30 Stunden
Ostgipfel - Hauptgipfel ca. 0:30 Stunden (bei guten Verhältnissen - heute Abbruch)
Hauptgipfel - Ostgipfel ca. 0:30 Stunden
Ostgipfel - Einsattelung ca. 0:20 Stunden
Einsattelung - Abfahrt Pers Gletscher ca. 0:45 Stunden
Pers Gletscher - Gegenanstieg Diavolezza ca. 40 Minuten


Tourengeher: Mark, Markus, Anna, Heidi, Bernd, Georg, Andrea, Hannes, Maria, Horst, Hubert (AV-Tour)

Gesamteindruck der Tour: Hochalpine Skitour inmitten einer beeindruckenden Gletscherlandschaft. Nicht zu unterschätzende Skihochtour die technisch wie auch konditionell hohe Anforderungen stellt. Lawinen- und Spaltengefahr beachten!! Wunderschöne Tour, allerdings nur für gute Skibergsteiger geeignet.
 
Wichtiges:
 
Wer den Gegenanstieg zurück auf die Diavolezza vermeiden will kann bei ausreichend Schnee auch vom Pers Gletscher aus weiter nordwestlich abfahren bis man in den Morteratsch Gletscher einfährt. Von dort immer Richtung Norden bis nach Morteratsch hinunter und mit der Bahn/Bus zurück zur Talstation Diavolezza.

Mein spezieller Dank geht an Markus Niederlechner für die perfekte Organisation der Tour und die Möglichkeit für mich als zweiter Tourenführer an dieser tollen Tour teilnehmen zu können!!! ;)
 
 
Aufstieg:

Die Abfahrt hinunter auf den Pers Gletscher in südwestlicher Richtung ist nicht allzu schwierig, erfordert aber sichere Verhältnisse (Piz Trovat - steile Hänge die gerne abrutschen und die Abfahrtsroute verlegen).
Auffellen am Pers Gletscher. Dann anfangs recht flach und über eine steilere Stufe hinein in ein wunderschönes, weites Becken mit perfektem Blick auf die steilen Eisbrüche. Schräg nach links auf die Felsen des Piz Cambrena zu und davor dann über eine Steilstufe aufwärts zu den mächtigen Eisbrüchen. Durch die Brüche hinauf in ein flacheres Becken Anschließend mit vielen Spitzkehren den letzten, langen Steilhang hinauf zur Einsattelung und dort dann Skidepot.

Über den im obersten Bereich 40 Grad steilen Ostrücken (Steigeisen und Pickel empfohlen) hinauf auf den schmalen Grat und über diesen ausgesetzt hinüber auf den Ostgipfel. Hier war dann auch für einen Teil der Gruppe das Tourenziel erreicht, da sich der Grat zum Hauptgipfel noch jungfräulich präsentierte (noch keine Spuranlage) und wie vorhergesagt bereits einige dichte Wolken auf die Region zuzogen. Ein Teil der Gruppe versuchte noch den Anstieg zum Gipfel, musste aber aufgrund der schwierigen Verhältnisse am Grat (sehr tiefer Schnee, starke Überwechtung) und der sich verschlechternden Wetterverhältnisse den Rückzug antreten. Trotzdem ein fantastischer Gipfel mit grandiosem Schlussanstieg. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind natürlich Grundvoraussetzung ebenso wie ausreichend technisches Können und eine gute Grundkondition!


Abstieg/Abfahrt:

Wie im Aufstieg über den Grat zurück zum steilen Osthang und sehr steil über diesen wieder hinunter zum Skidepot. Abfahrt entlang der Aufstiegsroute (Spalten beachten) zum Pers Gletscher. Hier wieder auffellen und recht steil wieder hinauf zur Diavolezza Bergstation. Das war heute fast das Anstrengendste, da die Bewölkung dann nochmals der Sonne Platz machte und der Südosthang laut Thermometer an der Diavolezza mit rund 24 Grad beglückt wurde, was nach langer Tour dann nochmals einen schweißtreibenden Gegenanstieg zur Folge hatte.

Abfahrt dann von der Diavolezza über die Skipiste hinunter zur Talstation der Diavolezzabahn.



Die Fotostory

Direktlink zum Album für Handynutzer

Flüela Schwarzhorn ‎(3.146m)‎ und Piz Palü ‎(3.901m)‎, 13u14.05.2017



2D-Höhenprofil


3D-Höhenprofil



3D-Kartenflugreise - Piz Palü




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