Unsere Touren‎ > ‎2017‎ > ‎

04.07.2017 Parseierspitze (3.036m)

Ausgangs- und Zielpunkt: 
Grins (1.006m)
 
Route: Grins - Grinner Ferner - Parseierspitze (3.036m) - Grinner Ferner - Augsburger Hütte - Grins
 
Höhendifferenz: ca. 2050 m
 
reine Gehzeit: ca. 10 Stunden
 
Schwierigkeitsgrad: schwer , T5+, II

Distanz: ca. 8,5 km

Vorgefundene Verhältnisse: Alle Wege in gutem Zustand. Grinner Ferner schmilzt weiter ab. Zustieg in die Wand nur noch mit einem "großen Schritt" zum Seil möglich. Geht noch gut, bei weiterem abschmelzen aber fraglich.

Gesamteindruck der Tour: Nicht zu unterschätzende, im oberen Bereich hochalpine Tour die hohe Anforderungen an Kondition, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und auch ein wenig Klettertechnik stellt. Wer das mitbringt, kann aber eine traumhafte Tour auf den König der Lechtaler Alpen erleben.
 
Einkehrmöglichkeit(en): Augsburger Hütte
 
Entfernungen:
 
Grins - Abzweigung Augsburger Hütte (Gasillschlucht) 2:45
Abzweigung Augsburger Hütte (Gasillschlucht) - Grinner Ferner 1:30
Grinner Ferner - Parseierspitze ca. 1:30
Parseierspitze - Grinner Ferner 1:15
Grinner Ferner - Augsburger Hütte 1:00
Augsburger Hütte - Grins 2:00


 
Gipfelstürmer: Mark, Sabine und Anna
 
 
Wichtiges:

Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und ein gutes Maß an Klettertechnik unbedingt erforderlich. Sichern mittels Seil schwierig in der Wand weil kaum brauchbare Felsen und nur wenige, teils versetzte Haken. Helm empfehlenswert wegen Steingschlaggefahr.


Aufstieg:

Vom Wanderparkplatz der Augsburger Hütte (in Grins der Beschilderung zum Freibad folgen und an diesem vorbei zum Parkplatz) aus geht es zuerst über einen Güterweg, anschließend in mittlerer Steigung über einen netten Wanderweg aufwärts. Die Augsburger Hütte kann man dabei bald erkennen auf dem kühnen Felsabsatz direkt nördlich voraus. Auch der Gipfel der Parseierspitze zeigt sich früh, und man kann schon erahnen dass der Weg ein beschwerlicher wird.

Mit zunehmender Höhe nimmt auch die Steigung des Weges immer mehr zu und schließlich geht es über einige Restschneefelder und viele Serpentinen steil hinauf zur Abzweigung zur Augsburger Hütte (von hier in gut 5 Minunten zur Hütte).

Anschließend geht es sehr steil, am Ende extrem steil über einen langen Schutthang hinauf zum Felsansatz (große Markierung schon von Weitem sichtbar). Der Weg sollte trocken sein, er ist auch so schon recht rutschig und nicht sonderlich angenehm zu gehen.
Am Felsabsatz beginnt dann der klettersteigähnliche Teil hinauf auf den Grinner Ferner. Die Schwierigkeiten halten sich hier absolut in Grenzen (A-B), weshalb ein Klettersteigset absolut nicht nötig ist. Der Anstieg ist wirklich sehr schön in den Fels gebaut und macht richtig Lust auf mehr.

So erreicht man dann recht rasch den flachen Grinner Ferner. Nun quert man den Ferner und geht in etwa mittig auf die Südwand der Parseierspitze zu. Wer genau hinschaut kann auch schon die Markierung für den Einstieg in die Wand erkennen. Die Querung kann bei schlechten Verhältnissen durchaus unangenehm werden weil im letzten Teil über 30 Grad steil. Es läuft zwar unten flach auf den Ferner aus, aber es liegen viele Steine, auch größere Teile in der Abrutschspur, weshalb es gefährlich ist hier ins rutschen zu kommen. Es empfiehlt sich deshalb Steigeisen dabei zu haben.

Am Einstieg in die Wand ist der Ferner bereits deutlich von der Wand abgeschmolzen, weshalb man mit einem großen Schritt über die Spalte zum Seil an die Wand gehen muss. Einmal das Seil in der Hand, geht es an diesem steil rund 10 Meter hinauf und an einer Kette dann nochmals einige Meter bis zu einem weiteren Felsansatz. Auch hier können Restschneefelder hinderlich sein.

In weiterer Folge quert man die Südwand im ausgesetzten, eher leichten Klettergelände (meist maximal I) hinüber auf den Ostgrat. An einer steileren Platte (klettern bis II) haben wir dann aber auf ca. 2.900 Metern umgedreht, da sich eine Teilnehmerin mittlerweile in der ausgesetzten Wand sehr unwohl fühlte, und die Sicherheit auf unseren Touren immer absolute Priorität hat. Erschwerend kam das viele lose Geröll im Fels dazu, das wirklich nur mit äußerster Vorsicht zu meistern war.
Der restliche Aufstieg nach der Platte kurz am Ostgrat entlang sollte wohl noch eine Stelle II beinhalten, ansonsten aber nicht mehr so schwierig sein.


Abstieg:

Bis zur Abzweigung Augsburger Hütte wie im Aufstieg. Hier dann kurzer Abstecher zur Einkehr hinüber zur Hütte und wieder zurück und entlang des Aufstiegsweges zum Ausgangspunkt.

Grafiken in Arbeit

Die Fotostory
Direktlink zum Album für Handnutzer

Parseierspitze ‎(3.036m)‎, 04. Juli 2017








Comments