Vanaheimr


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Eingabewerkzeuge
Deklinatoren und Konjugatoren
Das Wichtigste


Willkommen im Bereich Vanaheimr!



Vanaheimr bedeutet Welt der Vanen, also die Welt der niederen Götter, die für Liebe, Freude und Fruchtbarkeit zuständig sind. Vanaheimr liegt auf der westlichen Seite des Weltenbaumes und ist vor allem für seine Fruchtbarkeit bekannt. Da natürlich alle Bereiche dieses Netzportales sprießen und blühen sollen, ist dieser Bereich ein besonders wichtiger. Hier ist der angemessene Ort, um die Voraussetzungen zu schaffen, das gesamte Netzportal wachsen, gedeihen und erblühen zu lassen. Wie ihr schon auf der allgemeinen Startseite bemerkt habt und spätestens seit den weiteren Erklärungen auf der deutschsprachigen Startseite ganz sicher wißt, ist die Mehrsprachigkeit dafür eine Grundvoraussetzung. Deswegen bietet der Bereich Vanaheimr Hilfsmittel für Übersetzer an. Viele Hilfsmittel, die sich ein Übersetzer, vor allem falls er das nur privat macht, wünschen würde, gibt es noch garnicht. Deswegen wird eure Hilfe benötigt, um sie zu erstellen. Zu anderen, sofern sie empfehlenswert genug sind, gibt es hier externe Links. Die hier erstellten Hilfsmittel sollen natürlich auch hier abrufbar sein, sofern das möglich ist. Falls nicht, dann muß dieser Bereich zu einem anderem Hoster umziehen. Letztere Option ist allerdings nicht wünschenswert, weil es sich um einfach zu findende, einfach zu pflegende und einfach zu benutzende Programme handeln soll.

Erwünscht sind Annotatoren, Konjugatoren, Deklinatoren, Eingabewerkzeuge, Wörterbücher und grammatikalische Erklärungen. Annotatoren sind Computerprogramme, die vorhandene Texte mit automatisch erstellten Anmerkungen versehen. Das ist sehr nützlich, um die Aussprache fremder Schriften mittels einer Umschrift darzustellen oder um die anderen, genannten Hilfsmittel mit der bei der elektronischen Datenverarbeitung angemessenen Geschwindigkeit nutzen zu können. Bei bisherigen elektronischen Wörterbüchern dauert es oft länger bis man ein Wort gefunden hat als wenn man stattdessen ein Wörterbuch aus Papier verwenden würde. Konjugatoren und Deklinatoren sind Computerprogramme, die die Konjugationsendungen beziehungsweise Deklinationsendungen eines eingegebenen Wortes auflisten. Konjugatoren und Deklinatoren gibt es in unterschiedlicher Qualität. Manchmal werden die Bezeichnungen sogar für reine Übungsprogramme mißbraucht. Konjugatoren und Deklinatoren sollten für jedes eingegebene Wort alle möglichen Konjugationsendungen beziehungsweise Deklinationsendungen auflisten. Je besser die dazugehörigen Erklärungen sind, desto besser ist im allgemeinen auch das Computerprogramm. Wirklich gut ist ein Konjugator oder ein Deklinator jedoch nur dann, wenn er sich auch in der umgekehrten Richtung verwenden läßt, um aus einem gebeugtem Wort die dazugehörige Grundform zu erkennen, die man dann anschließend in einem Wörterbuch nachschlagen kann, falls man es nicht schon durch die Grundform erkannt hat. Grammatikalische Erklärungen lassen sich teilweise auch passend in einem Annotationscomputerprogramm unterbringen. Ansonsten läßt sich einiges in Tabellenform auflisten. Eingabewerkzeuge braucht man vor allem für fremde Schriften, aber auch für Sonderzeichen, die bei Eingabewerkzeugen für fremde Schriften allerdings gerne mal vergessen werden, oder falls man irgendwann mal eine ungewohnte Tastatur verwenden muß. Es gibt Menschen, denen letzteres oft passiert.

Elektronische Wörterbücher gibt es einige, aber die wenigsten sind frei verfügbar im Netz zugänglich, was eine ganz wesentliche Eigenschaft eines jeden guten Wörterbuches wäre. Diejenigen, die es sind haben oft noch den Vorteil, daß sie durch die Benutzer noch weiter gefüllt werden können. Dadurch ist der enthaltene Wortschatz oft moderner als der in Wörterbüchern aus Papier. Andererseits ist der Bestand an Wörtern und Wendungen oft viel geringer. Andere Nachteile, wie vor allem eine unvollständige Wiedergabe der möglichen Bedeutungen, sind ebenfalls häufig. Genial wäre natürlich ein Computerprogramm, das durch einen Text parst, dabei alle grammatischen Formen analysiert und sie schließlich zusammen mit den möglichen Aussprachen der Wörter des Textes und sämtlichen möglichen Bedeutungen auflistet. Noch besser wäre so ein Computerprogramm, falls es außer Wörtern auch noch Redewendungen, übliche Metaphern und Zitate erkennen würde.

Da könnte manch einer auf die Idee kommen, daß Computerprogramme doch gleich die komplette Übersetzung übernehmen sollte. Aber von solch hohen intellektuëllen Fähigkeiten sind Computerprogramme noch viele Jahrtausende entfernt, falls die Entwicklung überhaupt so schnell voranschreiten kann und überhaupt möglich sein sollte. Durch einen Text zu parsen, jedes Wort nach einem sturem Schema durch irgendein Wort einer anderen Sprache zu ersetzen, solche Wörterreihen dann einfach zur Übersetzung zu deklarieren und einem bis dahin wohlmeinendem Benutzer in der Form vor den Latz zu knallen, hat auf keinen Fall irgendetwas mit übersetzen zu tun. Man kann solche Wörterreihen allenfalls dazu benutzen, bis dahin gutgläubige, andere Benutzer zu verarschen, manchmal auch dazu, ihnen die Freundschaft zu kündigen. Im positiven Sinn vielleicht auch dazu, den Benutzer darüber aufzuklären, daß eine automatisch erstellte Wörterreihe alles andere als eine Übersetzung ist, obwohl sich das eigentlich von selbst verstehen sollte. Die Wörterreihen trotzdem hartnäckig als Übersetzungen zu betitulieren grenzt hart an Beleidigungen. Oft ist so eine Haltung auch damit verbunden, daß man sich über Menschen lustig macht, die nicht die gleichen Sprachen wie der Beleidiger verstehen können, gerade so als ob irgendjemand alle Sprachen verstünde. Mehr zu den Wörterreihenautomaten in den gleichnamigen Artikeln, die ihr auf http://zhe4ng-mi2ng.blogspot.com findet.


Tips zu gutem Deutsch



Um gut übersetzen zu können, muß man zunächst ein entsprechend gutes Deutsch beherrschen. Die wichtigsten Tips (also Tipps, die das eine oder andere „tip“ wert wären) zu gutem Deutsch findet man unter http://faql.de/. Unbedingt kennen sollte man allerdings auch die Inhalte auf die hiermit verwiesen wird.

Tiefer einsteigen in die Fragen, die darüber entscheiden, was gutes Deutsch ausmacht, könnt ihr unter http://www.sprachforschung.org/forum/index.php.

Um verhunztes Deutsch, sofern es in digitaler Form vorliegt, wieder einigermaßen lesbar zu machen, kann man das Werkzeug http://www.gutes-deutsch.de/Umsetzer/Umsetzer.html benutzen. Damit läßt sich natürlich nicht alles retten, denn ein inhaltlich schlechter Text bleibt bei egal welcher Bearbeitung immer ein inhaltlich schlechter Text.

Die gesamte deutsche Grammatik wird im Netz sogar gut erklärt und zwar findet ihr die Erklärungen unter http://www.canoo.net/.

Manchen Lernern des Deutschen als Fremdsprache fällt es schwer, sich die Ablautreihen der starken Verben zu merken. Am leichtesten kann man sich immer das merken, das man selbst geschaffen hat. Um das für die starken Verben auszunutzen, kann man unter http://verben.texttheater.de/v3/index.php deutsche Verben selbst stärken. Natürlich ist das eher ein Spiel mit der Sprache, aber Sprachspiele sind ein normaler Teil eines guten Sprachunterrichtes. Man sollte nur nicht erwarten, daß die selbstgestorkenen (selbstgestärkten) Verben allgemein verstanden würden.


Annotatoren



Annotatoren sind, je nach ihren zusätzlichen Funktionen, völlig nutzlose oder die allernützlichsten Computerprogramme für Übersetzer oder auf einer beliebigen Stufe dazwischen. Einfach umzusetzen sein sollten solche Computerprogramme, die fremde Schriften mit der Angabe der Aussprache mittels einer Umschrift anzeigen. Das ist schon deswegen nützlich, weil man ständig beim lesen stolpert, sobald man irgendeine Aussprache nicht kennt oder sie dem Leser entfallen ist. Dennoch lassen sich im Netz keine Computerprogramme finden, die die eigentlich einfache Aufgabe auch nur zufriedenstellend erfüllen.

Man könnte alle Programme, die sich mit mehr als einem Wort gleichzeitig beschäftigen unter die Annotatoren zählen. Das natürlich nur, falls sie auch nützliche Funktionen eingebaut haben. Das bereits erwähnte Werkzeug http://www.gutes-deutsch.de/Umsetzer/Umsetzer.html ließe sich auch unter die Annotatoren zählen, schon mangels einer besseren Bezeichnung. Eine weitere Funktion, die ein Annotator haben könnte, wäre es, einen Text mit zusätzlichen Zeichen für die korrekte Betonung zu versehen. Das wäre insbesondere für das Russische nützlich, bei dem die nicht gekennzeichnete Betonung auf einem Wort sich meist nicht durch Regeln festlegen läßt, sich manchmal durch die Grammatik ändert und manchmal einen Bedeutungsunterschied ausmacht. Vorbildlich gemachten Annotatoren wird hier gerne eine Heimat geboten werden. Selbstverständlich sind Annotatoren umso nützlicher, je mehr der Funktionen der folgenden Computerprogramme sie einschließen.


Wörterbücher Chinesisch



Es gibt einige gute Wörterbücher für das Chinesisch im Netz. Sie alle haben unterschiedliche Vorzüge, aber auch Nachteile. Deswegen ist es oft unumgänglich, mehrere der Wörterbücher, wenn nicht sogar alle, zu konsultieren.

Früher war das Wörterbuch DeHanCi einmal führend. Es gab dort jedoch große Veränderungen. Außerdem zeigt es die traditionelle Schreibweise der chinesischen Schriftzeichen nicht an und ist daher in weiten Teilen unbrauchbar. Dennoch enthält es manchmal Einträge, die in den anderen elektronischen Wörterbüchern noch immer nicht enthalten sind. Deswegen ist es hier noch mitaufgelistet.

Unbedingt konsultieren sollte man immer das HanDeDict. Man kann auch andere URI für das HanDeDict finden, aber die führen ebenfalls alle auf die dhier verlinkte Netzseite. Das Wörterbuch ist deswegen gut, weil es den Open-Source-Ansatz verfolgt. Benutzer können mit weiteren Einträgen zum Umfang des Wörterbuches beitragen. Manche anderen Wörterbücher benutzen dessen Wörterbestand sogar zusätzlich, wie zum Beispiel das zuërst verlinkte, aber in dem Fall scheinen die Wörterbücher nie aktualisiert zu werden.

Relativ neu und trotzdem richtig gut ist das Chinesisch-Wörterbuch bei LEO. Dort lassen sich Erweiterungen nur in einem Forum vorschlagen. Danach findet eine Qualitätskontrolle statt. Obwohl es nach den ersten Ankündigungen so aussah, als scheiterte LEO an der selbstgestellten Aufgabe ein Chinesisch-Wörterbuch auf die Beine zu stellen, verfaßt das LEO-Team Wörterbucheinträge in einer wirklich guten Qualität. Das Wörterbuch erfüllt höhere Qualitätsansprüche als das mit dem Open-Source-Ansatz. Trotzdem enthält es bereits viele Einträge, die man anderswo nicht findet. Das LEO-Team ist wirklich sehr fähig und für alle Wörterbuchersteller ein Vorbild.

Das Wörterbuch unter http://www.godic.net scheint vor allem für chinesischsprechende Lerner des Deutschen gemacht worden zu sein. Während es manche chinesischen Ausdrücke nicht kennt, kennt es oft sogar seltene deutsche Ausdrücke. Manchmal erklärt es die jedoch mit deutschen Lexikoneinträge, die anscheinend helfen sollen, einen geeigneten chinesischen Ausdruck zu finden. Chinesische Ausdrücke erklärt es nie auf eine ähnliche Weise. Daher sollte man dieses Wörterbuch besonders für Übersetzungen aus dem Deutschen ins Chinesische konsultieren. Außerdem enthält es manchmal Wörter, die man in keinem der anderen elektronischen Wörterbücher findet.

Das Wörterbuch unter http://de.bab.la/woerterbuch/chinesisch-deutsch/ enthält anscheinend kaum irgendeinen Eintrag. Aber nach der Erfahrung wie schnell es bei LEO ging, bis dort ein richtig gutes Chinesisch-Wörterbuch entstanden ist, sollte man auch das hier zumindest beobachten.

Alle der elektronischen Wörterbücher teilen miteinander jedoch den Nachteil, daß man nur Bedeutungen für moderne chinesische Texte findet. Da die chinesische Geschichte mindestens fünftausend Jahre zurückreicht und die chinesische Schrift fast genauso alt ist, sind sehr viele chinesische Texte alles andere als modern. Gerade für die besonders interessanten Texte muß man ältere Bedeutungen nachschlagen. Wer ein neues Wörterbuchprogramm entwickelt, sollte das berücksichtigen. Außerdem sind die Satzendpartikel immer sehr schwer zu finden, obwohl man manchmal gerne eine Übersicht hätte, schon um sich mögliche Nuancen durch den gleichzeitigen Vergleich aller Partikel vor Augen zu halten. Ein entsprechend verbessertes Wörterbuch sollte natürlich hier sein Zuhause finden, obwohl es schwer sein dürfte, zumindest beim modernen Chinesisch, den oben genannten, schon existierenden Wörterbüchern Konkurrenz zu machen.


Wörterbücher Viëtnamesisch



Viëtnamesisch ist scheinbar so begehrt, daß es sich lohnt, für das Nachschlagen in entsprechenden elektronischen Wörterbüchern bezahlen zu lassen. Das einzige frei zugängliche elektronische Viëtnamesisch-Wörterbuch ist http://www.longdict.com/main.php. Dafür ist wenigstens das richtig gut. Leider enthält es kleine Programmierfehler. In den Resultaten sind meistens zusätzliche Schriftzeichen zwischendrin, die dort nicht hingehören. Damit kann man jedoch leben, zumindest solange es kein besseres Viëtnamesisch-Wörterbuch gibt. Andererseits ist das auch ein Ansporn, ein besseres Viëtnamesisch-Wörterbuch zu erstellen, falls man programmieren kann. Das Wörterbuch ist zu wenig frequentiert, weil es außer über den Link hier schwer zu finden ist. Das ist schade, weil es zu den Wörterbüchern zählt, die durch die Benutzer erweitert werden.


Wörterbücher Portugiesisch



Das beste Portugiesisch-Wörterbuch im Netz dürfte http://www.woxikon.de/deutsch-portugiesisch/portugiesisch.php sein. Obwohl man meint, daß eine relativ eng verwandte Sprache wie Portugiesisch kaum Probleme beim übersetzen machen dürfte, sollte man sich dessen nie sicher sein, sonst wird man schlechte Arbeit machen. Auch beim Portugiesischen ist der Vergleich mit den Inhalten anderer Wörterbücher ratsam.

Da trifft es sich gut, daß es mit http://www.transdept.de/index.php ein weiteres gutes Portugiesisch-Wörterbuch gibt.

Ein weiteres Wörterbuch ist http://de.bab.la/woerterbuch/deutsch-portugiesisch/. Darüber läßt sich sagen, daß zumindest dessen Konzept Potential hat, so daß man zumindest nicht ganz vergessen sollte.


Wörterbücher Russisch



Das einzige zur Zeit wirklich gute Russisch-Wörterbuch im Netz ist das Russisch-Wörterbuch auf der Pons-Netzseite. Weil es keine weiteren guten Wörterbücher gibt, ist der sonst so ratsame Vergleich mit den anderen Wörterbüchern leider nicht möglich. Es gibt eine Netzseite, die die Heimat der russischen Sprache sein möchte, aber die hat eine von Anfang an kaputte Datenbank, so daß dort weder im Wörterbuch noch im Forum irgendwelche Einträge existieren. Daher ist jene Netzseite hier nicht verlinkt.

LEO hat ein Russisch-Wörterbuch angekündigt. Die Ankündigung ist bereits nicht mehr ganz frisch. In der inzwischen verstrichenen Zeit hat LEO gute andere Wörterbücher aufgebaut. Obwohl sich LEO dank der vielen russischstämmigen Deutschen eigentlich leichter tun sollte, scheint es sich mit dem Russisch-Wörterbuch trotzdem irgendwie schwerer zu tun als mit den anderen. Es kann natürlich zu jeder Zeit sein, daß bei LEO plötzlich ein richtig gutes, elektronisches Russisch-Wörterbuch erscheint. Mit der Konkurrenz sollte man rechnen, falls man sich selbst der Aufgabe, ein gutes Russisch-Wörterbuch zu erschaffen, annehmen will. Lohnen dürfte sich das auf jeden Fall, weil gerade wegen der intensiven Beziehungen zwischen deutschsprachigen und russischsprachigen Ländern und Völkern mehr und bessere Russisch-Wörterbücher gebraucht werden.

Ein weiteres Russisch-Wörterbuch ist unter http://de.bab.la/woerterbuch/deutsch-russisch/ zu finden. Aber bei dem Anbieter kann man wiederum nicht mehr tun, als die weitere Entwicklung zu beobachten.


Wörterbücher Japanisch



Bedauerlicherweise gibt es im Netz lediglich ein einziges brauchbares Japanisch-Wörterbuch. Aber dafür ist das unter http://www.wadoku.de/wadoku/ zu findende Japanisch-Wörterbuch richtig gut. Es zählt zu den vorbildlich gemachten Wörterbüchern.

Was zusätzlich wünschenswert wäre, wäre ein Wörterbuch für klassisches Japanisch, besonders wenn man berücksichtigt, daß in Japan auch moderne Texte erst seit neunzehnhundertfünfundvierzig vollständig im modernen Japanisch verfaßt werden. Zuvor waren die Texte zweihundert Jahre lang klassizistisch und davor in einem auch noch altertümelndem klassischem Japanisch verfaßt. Nur im neunzehnten Jahrhundert hat das strenge klassische Japanisch Auflösungstendenzen gezeigt, die jedoch nicht immer in die Richtung des heutigen Japanischen verlaufen sind. Ohne Hilfsmittel für das klassische Japanisch ist man daher vom größten Teil der japanischen Literatur und damit auch vom größten Teil der japanischen Kultur völlig ausgeschlossen. Viele alte Formen haben sich außerdem in Dialekten erhalten, wie das für Dialekte weltweit typisch ist. Das Problem stellt sich nochmals besonders bei Konjugatoren oder Dekonjugatoren für das Japanische.


Eingabewerkzeuge



Fast perfekt ist die unter http://translit.ru/ zu findende virtuëlle Tastatur, mittels der sich auf Russisch schreiben läßt. Man könnte sich lediglich noch wünschen, daß man solche Betonungszeichen hinzufügen könnte, wie sie das Pons-Wörterbuch immer mitangibt. Die virtuëlle Tastatur ist ein leuchtendes Vorbild für ähnliche Programm, mit denen sich andere Schriftarten und Sonderzeichen eingeben lassen sollten.

Besonders schmerzlich wird ein brauchbares Eingabewerkzeug für chinesische oder japanische Schriftzeichen vermißt. Die anderswo im Netz zu findenden funktionieren alle unzureichend oder überhauptnicht. Zum Beispiel kennen die Chinesen ein Fünfnummernsystem zur Schriftzeicheneingabe, das sich irgendein Mobiltelefonhersteller ausgedacht hat. Das System ist undurchschaubar, lediglich verwirrend und ziemlich genau das exakte Gegenteil eines guten Eingabesystemes für chinesische Schriftzeichen. Warum manche Chinesen sich das antun, bleibt ein Rätsel. Anscheinend kennen sie unter den besseren Systemen nichtmal die eigenständigsten chinesischen Erfindungen. Das beste solche System ist das Viereckensystem, das aus dem Zeitalter der Telegraphie stammt und dazu eingesetzt wurde, die chinesischen Schriftzeichen telegraphisch zu übermitteln. Daran, daß man das für eine Unmöglichkeit halten könnte, kann man erkennen, wie genial das System ist.

Das Viereckensystem funktioniert so, daß jedes chinesische Schriftzeichen von links nach rechts und von oben nach unten analysiert wird. Je nachdem, welches kalligraphische Element sich in den entsprechenden Ecken befindet, wird jeder der vier das chinesische Schriftzeichen umgebenden Ecken eine Ziffer zugeordnet.

0 Etwas speziëll ist die 0, die an der ersten Stelle für das Schriftelement 〦 steht und sonst dafür, daß das Schriftelement an der Ecke bereits durch eine vorangehende Ziffer berücksichtigt wurde. Das ist aber auch schon der einzige Spezialfall.
1 Die Ziffer 1 steht für horizontale Striche, entweder nur einen oder parallele, jedoch keine Kreuzungen.
2 Die Ziffer 2 steht für vertikale Striche und zwar nur einen und ohne Kreuzung.
3 、 ヽ ノ Die Ziffer 3 steht für Punkte im weitesten Sinn, einschließlich aller schrägen oder gebogenen Striche, ohne Kreuzungen.
4 十 〤 Die Ziffer 4 steht für eine einfache Kreuzung.
5 Die Ziffer 5 steht für übereinanderliegende Kreuzungen und zwar zwei oder mehr.
6 口 ロ Die Ziffer 6 steht für Umrandungen. Ist das ganze Schriftzeichen umrandet, dann beginnt es mit 60.. und die letzten beiden Ziffern geben an, was sich an den unteren Ecken innerhalb der Umrandung befindet.
7 Die Ziffer 7 steht für Haken und Winkel.
8 Die Ziffer 8 steht für doppelte vertikale Striche oder zwei Punkte nebeneinander.
9 Die Ziffer 9 steht für drei nebeneinanderliegende Punkte oder vertikale Striche. Liegen vier nebeneinander, zum Beispiel die häufig am unteren Rand eines Schriftzeichens vorkommenden vier Punkte, dann wird das als ..93 angegeben.


Da die Beispiele für die Schriftelemente in der voranstehenden Tabelle mittels japanischer Sonderzeichen, Katakana und Kanji zusammengeschustert wurden, nun noch ein paar Beispiele wie sich die chinesischen Schriftzeichen mit dem Viereckensystem beschreiben lassen:

0397 = 就 · 6000 = 口 · 1777 = 乙 · 9300 = 心 · 5107 = 打 · 0090 = 京 · 6035 = 國 · 6010 = 国

Das Schriftzeichen 口 besteht nur aus einer Umrandung, darum gibt die 6 die Umrandung an, danach sind keine Schriftelemente mehr übrig und die vier Stellen werden mit Nullen aufgefüllt. Das Schriftzeichen 乙 beginnt mit einem horizontalem Strich, dann kommt ein Winkel, dann noch ein Winkel und schließlich ein Haken und damit ist das Schriftzeichen tatsächlich komplett beschrieben. Das Schriftzeichen 心 besteht, korrekt kalligraphiert, tatsächlich nur aus vier Punkten, obwohl die alle unterschiedlich sind. Das Schriftzeichen 京 ist ein Beispiel dafür, daß der mittlere Teil des Schriftzeichens tatsächlich nicht berücksichtigt wird. Normalerweise braucht der nicht berücksichtigt zu werden, weil die vier Ecken eine ziemlich umfassende Beschreibung sind. Dennoch wird manchmal eine, gerne tiefgestellte, fünfte Ziffer angehängt, um die wenigen Überschneidungen anhand einer Ziffer für die Mitte der Schriftzeichen auch noch voneinander zu unterscheiden. Das Schriftzeichen 京 beginnt mit dem Spezialfall der Ziffer 0, ähnlich wie auch das Schriftzeichen 就, dann kommt jedoch an der nächsten Ecke kein neues Schriftelement, deswegen geht es mit einer zweiten 0 weiter, unten befindet sich dann ein 小, das als eigenständiges Schriftzeichen als 9000 wiedergegeben würde, und schließlich ist das Schriftelement an der letzten Ecke schon wieder bereits berücksichtigt worden. Daher schließt die Zahl mit einer weiteren 0 an der vierten Stelle ab. Die letzten beiden Beispiele zeigen wie sogar die traditionellen und die „vereinfachten“ Schriftzeichen mit dem Viereckensystem voneinander unterschieden werden. Außerdem wird der Unterschied zwischen dem Schriftelement der Kreuzung und einem bloßem Anstoßen, sowie der Unterschied zwischen einem wirklich in der Ecke liegendem und einem noch weiter innen befindlichem Schriftelement veranschaulicht. Es ist lediglich erforderlich, immer streng nach den Regeln vorzugehen, um jedes chinesische Schriftzeichen in eine Zahl und wieder zurück übersetzen zu können. Trotzdem scheint es nirgendwo ein Eingabewerkzeug zu geben, das auf dem Viereckensystem basiert. Es wäre schön, wenn jemand so etwas programmieren könnte, das dann von hier aus zugänglich sein sollte.

Sollte natürlich irgendjemand durch das modernere Fünfnummernsystem der chinesischen Mobiltelefonhersteller durchgestiegen sein, dann wären hier auch Erklärungen willkommen, inwiefern das Fünfnummernsystem dem Viereckensystem überlegen ist. Wie das Fünfnummernsystem funktioniert, müßte dazu natürlich auch erklärt werden.

Ein weiteres Nachschlagesystem, das dem klassischen aus den papierenen Wörterbüchern überlegen ist, stammt aus der modernen Japanologie. Dabei werden zwar auch die möglichen Teile eines Kanji aufgelistet, aus denen man dann das passende auswählt, aber es wird dabei nicht berücksichtigt, ob das Teil des Schriftzeichens eine irgendwie geartete Bedeutung hat oder sich nur zufällig ergeben hat. Außerdem muß man dabei nicht wissen, wie es beim klassischen System üblich ist, ob man nun an der linken, rechten, oberen oder sonst einer Seite des Schriftzeichens nachsehen muß, weil man sonst nichts fände, sondern jedes Zeichen wird, je nachdem welche Aufteilungen überhaupt möglich sind, in einen oberen, unteren, inneren, äußeren, linken und rechten Teil aufgeteilt und es ist völlig egal, welchen Teil man zum nachschlagen verwendet. Es ist nur eine Vereinfachung des klassischen Systems und dennoch findet auch dieses System praktisch nirgendwo Anwendung. Da das klassische System so umständlich ist, denken wahrscheinlich viele, daß das eben beschriebene System nicht funktionieren könne, aber es findet in mindestens einem, leider trotzdem nicht empfehlenswertem, Wörterbuch aus Papier Anwendung und funktioniert dort sehr gut.

Ein weiteres System, das man bisher nur bei Wörterbüchern aus Papier findet, ist die Methode, die Schriftzeichen nach der Art des ersten Striches, den man beim kalligraphieren machen würde, und dann nach der Gesamtzahl der Striche des Schriftzeichens zu ordnen. Je mehr Methoden ein Eingabewerkzeug anbietet, desto brauchbarer und besser ist es.

Zusätzlich sollten natürlich auch die japanischen Silbenschriften eingegeben werden können. Da es wirklich brauchbare Eingabewerkzeuge nicht gibt, kann bisher nur mit kopieren & einfügen gearbeitet werden. Zu dem Zweck folgt nun eine Sammlung der Schriftzeichen.

Hiragana:

あいうえおかきくけこがぎぐげごさしすせそざじずぜぞたちつてとだぢづでど
なにぬねのはひふへほばびぶべぼぱぴぷぺぽまみむめもやゆよらりるれろ
わゐゔゑをんぁぃぅぇぉっゃゅょゝゞ

Katakana und Sonderzeichen:

アイウエオカキクケコガギグゲゴサシスセソザジズゼゾタチツテトダヂヅデド
ナニヌネノハヒフヘホバビブベボパピプペポマミムメモヤユヨラリルレロ
ワヰヴヱヲンァィゥェォッャュョヽヾヮヵヶヷヸヹヺ。「」、・ー゙゚

Weil das Problem nicht nur das Japanische betrifft, folgen noch einige Silben aus der Devanāgarī genannten Schrift, die für Sanskrit und Hindī verwendet wird. Dazu die für die Umschrift verwendeten Buchstaben, weil die oft diakritische Zeichen tragen müssen und deswegen ebenfalls oft nur kopiert und eingefügt werden können.

Samānākṣara (समानाक्षर) oder einfache Vokale:
अ a, आ ā, इ i, ई ī, उ u, ऊ ū, ऋ ṛ, ॠ ṝ, ऌ ḷ

Sandhyakṣara (सन्ध्यक्षर) oder Diphtonge:
ए e, ऐ ai, ओ o, औ au

Vyañjana (व्यञ्जन) / hal (हल्) oder Konsonanten:
क ka, ख kha, ग ga, घ gha, ङ ṅa
च ca, छ cha, ज ja, झ jha, ञ ña
ट ṭa, ठ ṭha, ड ḍa, ढ ḍha, ण ṇa
त ta, थ tha, द da, ध dha, न na
प pa, फ pha, ब ba, भ bha, म ma
य ya, र ra, ल la, व va
श śa, ष ṣa, स sa
ह ha

Einige Ligaturen:
क्ष kṣa, ञ्ज ñja, ज्ञ् jña, र्ग rga, र्ज rja, व्य vya, स्व sva, न्ध्य ndhya

An den Ligaturen ist schon zu bemerken, daß die Schriftzeichen durch ein Eingabewerkzeug oft erst zu der gewünschten Silbe zusammengefügt werden müssen. Vor allem betrifft das immer die Kombination eines Konsonanten mit einem anderem Vokal als dem a, wie folgt:
का = kā, कि = ki, की = kī, कु = ku, कू = kū, कृ = kṛ, कॄ = kṝ, कॢ = kḷ
के = ke, कै = kai, को = ko, कौ = kau
Spezialfall: हृ = hṛ

Ebenso muß mit dem Anusvara (अनुस्वर) oder dem Visarga (विसर्ग) / Visarjanīya (विसर्जनीय) kombiniert werden:
ṃ कं कां किं कीं कुं कूं कें कैं कों कौं
ḥ अग्निः गौः देवैः

Am Ende eines Wortes, das mit einem Konsonanten enden soll, muß das Eingabewerkzeug noch einen Schrägstrich anbringen:
क् = k, च् = c, ट् = ṭ, त् = t, प् = p

Ein Schrägstrich in die andere Richtung würde eine Ligatur ergeben, bei der dem Konsonant noch ein r als weiterer Konsonant folgt. Bei den silbischen Liquiden ṛ und ṝ müßte der Punkt darunter eigentlich ein Kringel sein, denn bei korrekter Umschrift würde man die silbischen Liquiden selbstverständlich von den retroflexen Konsonanten auch auf diese Weise unterscheiden wollen. Außerdem sollte ein gutes Eingabewerkzeug den untenliegenden Punkt auch unter den Devanāgarī-Schriftzeichen anbringen können, weil man den dazu braucht, um Laute zu schreiben, die erst spät über das Persische ins Hindī eingewandert sind. Für Umschriften manchmal nützlich ist das Schwema, das auch hier abkopiert werden kann: ə. Das ist natürlich nicht die beste Methode. Ein mächtiges Eingabewerkzeug wäre besser, falls das jemand programmieren kann. Manche Dinge scheinen sich allerdings auch in den Unicode nicht umsetzen zu lassen, zum Beispiel das in Sanskrittexten verwendete a, das aussieht wie eine Viertelsonne in einer Kinderzeichnung, während die oben verwendete Form nur im Hindī verwendet wird, oder die vom vierzehnten bis zum neunzehnten Jahrhundert in Viëtnam verwendete Schrift Chữ nôm, die gute Chancen darauf hat wieder an Bedeutung zu gewinnen, weil der Bildungsgrad in Viëtnam seit dem Ende des Kalten Krieges wieder zunimmt. Die heutige viëtnamesische Schrift, die mit Buchstaben und vielen diakritischen Zeichen arbeitet, wäre über ein passendes Eingabewerkzeug ebenfalls viel bequemer einzugeben als durch kopieren und einfügen. Solche Eingabewerkzeuge könnten für jede Schrift getrennt erstellt werden oder universal sein. Wahrscheinlich werden sich die meisten Programmierer nur mit ersterer Idee abgeben wollen, obwohl letztere manchmal sehr praktisch wäre.


Deklinatoren und Konjugatoren



Deklinatoren zeigen die Kasusendungen der Substantive, Adjektive und Pronomen an. Konjugatoren zeigen die Endungen für Zeitformen, Modi und Aspekte an. Meistens betrifft das nur die Verben, beispielsweise im Japanischen auch die Adjektive. Aber brauchbare Deklinatoren und Konjugatoren lassen sich bisher im Netz noch nicht finden, bemerkenswerterweise mit der Ausnahme zweier Konjugatoren für das Deutsche.

Die Konjugatoren für das Deutsche sind zu finden unter http://konjugator.lingofox.de/de/index.php?id=conjugate_german und http://verben.awardspace.com/. Obwohl bei einem der beiden manchmal die Datenbank nicht funktioniert, können die beiden als Vorbilder für neuere Konjugatoren oder auch Deklinatoren dienen.

Computerprogramme, in die man eine flektierte Form, so wie man das Wort in einem Text gefunden hat, eingeben kann und das dann die Grundform des Wortes angibt, die man oft braucht, um es im Wörterbuch überhaupt finden zu können, heißen manchmal auch Dedeklinatoren oder Dekonjugatoren. Aber in jeden brauchbaren Deklinator oder Konjugator ist die Funktion selbstverständlich ebenfalls eingebaut. Manchmal firmieren Übungsprogramme für Sprachlerner unter den Namen Konjugator oder Deklinator, aber das ist nichts weiter als eine Irreführung, weil dort nichts anderes getan wird als auswendig gelerntes abzufragen. Das ist ohnehin eine Lernmethode, auf die man gut verzichten kann. Kinder lernen die eigene Muttersprache nicht deswegen viel besser als später jegliche Fremdsprache, weil sie jünger sind, sondern deswegen, weil sie ihre eigene Muttersprache intensiv einüben dürfen und dabei nicht mit bürokratischen Leistungsnachweisen gequält werden. Durch häufiges verwenden echter Konjugatoren und Deklinatoren bekommt man viel mehr Übung in fremden Sprachen, weil man sich mit einzelnen Sätzen nicht mehr so lange abmühen muß und daher viel mehr in der gleichen Zeit üben kann. Leider sind es gerade die echten Deklinatoren und Konjugatoren, an denen es bisher noch fehlt.

Die Deklination des Russischen wird sogar auf einer eigenen Wikipedia-Seite zur Grammatik der russischen Sprache sehr gut erklärt, fast besser als in Lehrbüchern. Dort, auf http://de.wikipedia.org/wiki/Grammatik_der_russischen_Sprache, kann man allenfalls noch die Deklination der russischen Pronomen vermissen, die dort tatsächlich etwas zu kurz kommt, aber dafür kann man zusätzlich unter http://www.russian-online.net/de_start/tests/tests_erkl.php?fall=94 nachsehen. Es müßte sich nur noch jemand finden, die oder der aus den aufgelisteten Flektionsformen ein Computerprogramm erstellen kann und will, das aus jeder eingegebenen Flektionsform jede gesuchte Flektionsform machen kann.

Auch für andere Sprachen als Deutsch und Russisch wären solche Computerprogramme sehr wünschenswert. Das Japanische kennt zum Beispiel keine Deklination, aber ein Konjugator wäre schon erwünscht, weil manche Verben sehr seltsame Endungen bilden, obwohl Japanisch sehr regelmäßig ist. Die seltsamen Endungen sind durch Verschleifungen historischer Formen entstanden. Das klassische Japanisch kannte viel mehr Konjugationsendungen als das moderne sie kennt. Deswegen wäre besonders ein Konjugator interessant, der auch klassische Verbformen analysieren kann, die immerhin im geschriebenen Japanisch noch bis einschließlich neunzehnhundertfünfundvierzig verwendet wurden. Auf den größten Teil der japanischsprachigen Texte sollte man nicht nur deshalb verzichten müssen, weil man erst viel später dazu gekommen ist, Japanisch zu lernen.

Sehr viel Wissen ist ausschließlich in einer weiteren alten, aber auch schon toten, Sprache erhältlich, nämlich dem Sanskrit. In Indien werden zur Zeit sehr viele alte Texte in den angelsächsischen Dialekt des Niederdeutschen übersetzt, wobei sich die Inder einbilden, daß das alte Wissen so bewahrt werden würde. Aber Deutschsprechende können natürlich sehr einfach beobachten, daß sogar Übersetzungen aus dem besagtem niederdeutschen Dialekt in die deutsche Hochsprache oft mißlingen. Besonders Journaille versucht oft, sogar einfache Wörter aus dem niederdeutschen Dialekt in die deutsche Hochsprache zu importieren, anstatt das bereits existierende Wort zu verwenden (so wird das Metall und chemische Element Wolfram zu einem mysteriösem „Tungsten“). Ausländische Filme werden oft auf die gleiche mangelhafte Weise synchronisiert (dann mutiert der Hummer zu einem mysteriösem „Lobster“). Der Einfluß der Journaille hat sich sogar schon bis in die Elfenbeintürme der Wissenschaften ausgewirkt (dann mutiert die Taufliege nicht nur zur „fruit fly“, was an sich schon peinlich wäre, sondern wird sogar als Fruchtfliege bezeichnet, obwohl jeder Biologe weiß, sofern er die Bezeichnung verdient, daß die im deutschen als Fruchtfliegen bezeichneten Insekten mit den Taufliegen nicht mehr gemeinsam haben als Fliegen zu sein und daß es für einen Biologen nichts noch peinlicheres gibt als nicht sagen zu können, mit welcher Art er arbeitet, insbesonders mit der Begründung, daß er die Art nicht von anderen unterscheiden kann). Deswegen wird durch die in Indien stattfindenden, staatlich angeordneten, Sprachübertragungen mehr Wissen verloren gehen als erhalten bleiben. Darum sollte es für das Sanskrit Konjugatoren und Deklinatoren geben, denn gerade bei alten Sprachen sind Konjugationen und Deklinationen für die heute Lebenden besonders schwierig und sollten deswegen durch Computerprogramme erleichtert werden.

Tabelle der allgemeinen Deklinationsendungen im Sanskrit, hier nur die Endungen, bei vokalischen Stämmen, insbesondere den a-Stämmen, gibt es hier nicht berücksichtigte Ausnahmen:


I
एकवचन‌-
(Singular)
द्विवचन‌-
(Dual)
बहुवचन‌-
(Plural)

MaskulinaNeutraFeminina UtraNeutra UtraNeutra
प्रठमा-
(Nominativ)
स्म् ²स्अस्
द्वितीया-
(Akkusativ)
अम्म् ²अम्अस्
तृतीया-
(Instrumental)
भ्याम्भ्याम्भिस्भिस्
चतुर्ठी-
(Dativ)
भ्याम्भ्याम्भ्यस्भ्यस्
पञ्चमी-
(Ablativ)
अस्अस्आस्भ्याम्भ्याम्भ्यस्भ्यस्
alternative
Endung
für den
Ablativ
त‌स् ¹
षष्ठी-
(Genitiv)
अस्अस्आस्ऒस्ऒस्आम्आम्
सप्तमी-
(Lokativ)
आम्ऒस्ऒस्सुसु
संबुद्धि-
(Vokativ)
स्म् ²स्अस्

Anmerkung 1: Mit der Form können alle Stämme den Ablativ Singular und auch Adverbien bilden.

Anmerkung 2: Die Endung gilt nur für die a-Stämme, ansonsten gibt es dabei keine Endung (Nullendung).

Die Sanskritbezeichnungen in den Überschriften enden auf -, weil es sich um die unflektierten Wortstämme handelt. Utra bedeutet natürlich Maskulina & Feminina. Dann gibt es noch anzumerken, daß die a-Stämme abweichende Formen für den Ablativ Singular (siehe nächste Tabelle) besitzen und daß die Extraformen der Feminina nur für vokalische Stämme gelten. Beim Vokativ kann es auch Abweichungen geben, nur im Dual und im Plural gleicht er immer dem Nominativ.

Tabelle der Deklination der a-Stämme, anhand Beispielwörter, im Sanskrit:


SingularDualPlural
Nominativ Maskulinumअश्वःअश्वौअश्वाः
Neutrumदानम्दानॊदानानि
Femininumकन्याकन्यॆकन्याः
Akkusativ Maskulinumअश्वम्अश्वौअश्वान्
Neutrumदानम्दानॆदानानि
Femininumकन्याम्कन्यॆकन्याः
Instrumental Maskulinumअश्वॆनअश्वाभ्याम्अश्वैः
Femininumकन्ययाकन्याभ्याम्कन्याभिः
Dativ Maskulinumअश्वायअश्वाभ्याम्अश्वॆभ्यः
Femininumकन्यायैकन्याभ्याम्कन्याभ्यः
Ablativ Maskulinumअश्वात्अश्वाभ्याम्अश्वॆभ्यः
Femininumकन्यायाःकन्याभ्याम्कन्याभ्यः
Genitiv Maskulinumअश्वस्यअश्वयॊःअश्वानाम्
Femininumकन्यायाःकन्ययॊःकन्यानाम्
Lokativ Maskulinumअश्वॆअश्वयॊःअश्वॆषु
Femininumकन्यायाम्कन्ययॊःकन्यासु
Vokativ Maskulinumअश्वअश्वौअश्वाः
Femininumकन्यॆकन्यॆकन्याः

Nominativ, Akkusativ und Vokativ gleichen sich im Dual immer. Wo das Neutrum nicht extra aufgeführt ist, folgt es der gleichen Deklination wie das Maskulinum.

Tabelle der Konjugation der Aktivformen im Sanskrit:

Parasmaipada (परस्मैपद‌)
Indikativ

SingularDualPlural
1. Personभवामिभवावःभवामः
2. Personभवसिभवथःभवथ
3. Personभवतिभवतःभवन्ति
Optativ

SingularDualPlural
1. Personभवॆयम्भवॆवभवॆम
2. Personभवॆःभवॆतम्भवॆत
3. Personभवॆत्भवॆताम्भवॆयुः
Imperativ

SingularDualPlural
1. Personभवानिभवावभवाम्
2. Personभवभवतम्भ्वत
3. Personभवतुभवताम्भवन्तु
Imperfekt

SingularDualPlural
1. Personअभवम्अभवावअभवाम
2. Personअभवःअभवतम्अभवत
3. Personअभवत्अभवताम्अभवन्

Tabelle der Konjugation der Mediopassivformen im Sanskrit:

Ātmanepada (आत्मनॆपद‌)
Indikativ

SingularDualPlural
1. Personभवॆभवावहॆभवामहॆ
2. Personभवसॆभवॆथॆभवढ्वॆ
3. Personभवतॆभवॆतॆभवन्तॆ
Optativ

SingularDualPlural
1. Personभवॆयभवॆवहिभवामहै
2. Personभवॆथाःभवॆयाथाम्भवॆढ्वम्
3. Personभवॆतभवॆयाताम्भवॆरन्
Imperativ

SingularDualPlural
1. Personभवैभवावहैभवामहै
2. Personभवत्वभवॆथाम्भवढ्वम्
3. Personभवताम्भवॆताम्भवन्ताम्
Imperfekt

SingularDualPlural
1. Personअभवॆअभवावहि अभवामहि
2. Personअभवथाः अभवॆथाम्अभवढ्वम्
3. Personअभवतअभवॆताम्अभवन्त‌

Die Verbwurzel für die beiden voranstehenden Tabellen lautet „bhū“ und sie bedeutet „sein“. Die Devanāgarī kennt eigentlich eine schöne Ligatur für die Silbe ḍhva, aber die scheint es im Unicode nicht zu geben.


Das Wichtigste auf diesem Bereich



Das Wichtigste auf diesem Bereich, das ist eure Mithilfe, die hier dringend benötigt wird. Ganz besonders gilt das, falls ihr programmieren könnt. Wie schon durch die obenstehenden Links, Listen und Tabellen deutlich geworden sein dürfte, stammen die alle von jemandem, der nicht den leisesten Ansatz eines Talentes zum programmieren hat. Andernfalls wären hier längst leistungsfähige Werkzeuge anzutreffen, die beim übersetzen auf fast jede Weise helfen könnten.

Auch für die paar Dinge, die hier verlinkt werden konnten, wären hier untergebrachte, eigene Werkzeuge wünschenswert, damit nicht im gesamten Netz gesucht und über das gesamte Netz gesprungen werden muß, um eine einzelne Arbeit auszuführen. Besonders schön wäre es, wenn die Werkzeuge nicht nur alle hier anzutreffen, sondern auch plattformunabhängig und auf einheitliche Weise zu bedienen wären. Falls es sich nicht anders machen läßt, dann käme auch ein Umzug auf einen anderen Hoster infrage, um alle Werkzeuge in der gewünschten Form bereithalten zu können. Aber ein besserer Hoster müßte auch erstmal gefunden werden, denn die Seite residiert hier für lau und so sollen schließlich auch alle der Werkzeuge für Übersetzer hier angeboten werden.

Wünschenswert wären zunächst besonders Hilfsmittel für das Chinesische, weil das von mindestens einem Drittel der Menschheit gesprochen wird und auch schon uralte Texte in der Sprache abgefaßt sind. Der Bestand des HanDeDict ließe sich in ein entsprechendes Wörterbuch aufnehmen. Den existierenden Wörterbüchern müßte ein hier residierendes jedoch mindestens in den Eingabemöglichkeiten der Schriftzeichen überlegen sein. Dann wären Hilfsmittel für das Japanische wünschenswert, weil man dort auf vergleichbare Probleme trifft und sich eine gemeinsame Lösung, zum Beispiel bei der Eingabe der Schriftzeichen, anbieten dürfte. Japanisch ist außerdem ebenfalls eine wichtige Sprache, weil Japan große Teile der Wirtschaft zumindest des pazifischen Raumes dominiert. Auch nach der Anzahl der Muttersprachler zählt es noch zu den zehn größten Sprachen der Welt und sehr alte Texte bietet es auch. Ebenfalls stark vom Chinesischen beeinflußt ist das Viëtnamesische, dessen ältere Texte aber nicht im Unicode zugänglich sein dürften. Trotzdem braucht es auch dafür ein eigenes Eingabewerkzeug und die Verfügbarkeit weiterer Hilfsmittel wie Wörterbüchern sollte schon deswegen verbessert werden, weil viele Viëtnamesen in Deutschland leben. Einige wurden als Flüchtlinge aufgenommen. Außerdem haben aufgrund der früheren Freundschaft zwischen Viëtnam und der Deutschen Demokratischen Republik viele Viëtnamesen in Deutsch gelernt und wurden dafür sogar nach Deutschland geflogen. Das galt in allen befreundeten Ländern sogar als große Belohnung für besondere Verdienste. Es ist sehr schade, daß diese Tradition und Gelegenheit, die deutsche Sprache zu verbreiten, aufgegeben wurde. Damit wurde eine geradezu einmalige, historische Chance vertan. Trotzdem kann man sich nur darüber wundern, daß es nicht zumindest mehr brauchbare Wörterbücher gibt. Vielleicht fehlt es an Programmierern? Ohne die in alle Welt verstreuten Flüchtlinge zu zählen, leben in Viëtnam immernoch über siebzigmillionen Viëtnamesen. Falls wir die offiziëllen Zahlen glauben, wie sehr der Meeresspiegel bis zum Ende des Jahrhunderts ansteigen soll, dann wird Viëtnam zu ungefähr siebzig Prozent seiner Fläche überschwemmt werden, wobei die landwirtschaftlichen Nutzflächen vollständig verloren gehen werden. Dann wird es wieder sehr viele viëtnamesische Flüchtlinge geben. Möglicherweise werden sie sich auf den Weg in die Länder machen, die mit Viëtnam früher schon gute Beziehungen hatten. Die in Deutschland lebenden Viëtnamesen sind alle gut integriert und fallen nie auf. Das einzige Rätsel an der Freundschaft zwischen Viëtnam und der Deutschen Demokratischen Republik ist die Frage, warum Viëtnam nie Bananen geliefert hat. Die wachsen nämlich dort. Stattdessen versuchte die Deutsche Demokratische Republik Bananen aus Mosambique zu beziehen. Dort wachsen sie jedoch nicht. Das hat sich trotz aller Versuche nicht geändert. Aber wenigstens hat das heutige Deutschland auf diese Weise gute Beziehungen zu Mosambique geerbt. Mosambique ist ein portugiesischsprachiges Land. Das ist nicht der einzige Grund, aus dem Werkzeuge, die beim übersetzen aus dem Portugiesischen und in selbiges assistieren, erwünscht sind. Das Portugiesische ist nicht nur überall auf der Welt verbreitet, sondern hat auch noch die Eigenschaft unter allen romanischen Sprachen diejenige zu sein, deren Beherrschung das Verstehen aller anderen romanischen Sprachen, ohne die extra gelernt zu haben, am leichtesten ermöglicht. Die romanischen Sprachen sind untereinander so eng verwandt wie die deutschen Dialekte miteinander. Die romanischen Sprachen sind eigentlich nur Dialekte einer einzigen Sprache, die sich als Sprachen ausgeben, weil es mehr als eine germanische Sprache gibt und sie dahinter nicht zurückstehen wollen. Von einer anderen Sprache aus läßt sich das Portugiesische trotzdem nicht so leicht verstehen wie umgekehrt, weil das Portugiesische eine größere Bandbreite an Lauten aufweist. Das Portugiesische verbreitet sich in der romanischsprachigen Welt auch noch durch brasilianische Telenovelas. So kommt es, daß Portugiesisch oft auch in Rumänien verstanden wird, obwohl Rumänisch von den anderen romanischen Sprachen heute schon so weit abweicht, daß die Verständigung nicht mehr auf die gleiche Weise wie zwischen den Sprechern zweier anderer romanischer Sprachen möglich ist. Ähnlich eng untereinander verwandt wie die romanischen Sprachen sind die slawischen Sprachen. Unter den slawischen Sprachen ist Russisch nicht nur aufgrund der jüngeren Geschichte und der Anzahl seiner Sprecher dominant, sondern auch noch die in Deutschland am zweithäufigsten gesprochene Sprache. Das macht Hilfsmittel für das Übersetzen aus dem Russischen besonders wichtig. In das Russische zu übersetzen dürfte nicht weniger interessant sein. Außerdem gibt es auf Russisch einiges an wissenschaftlichen Publikationen zu lesen, die ansonsten im Westen nicht zugänglich sein dürften. So wurde der Schamanismus sibirischer Völker natürlich am intensivsten von den Russen untersucht, um nur ein Beispiel zu nennen.

Hilfsmittel zum übersetzen aus und in andere Sprachen sind hier natürlich ebenso willkommen. Auch Übersetzungen dieser Netzseite in andere Sprachen sind willkommen. Ohne die vielen Übersetzer in Brüssel würde die Europäische Union sofort auseinanderfallen. So wichtig sind Übersetzer und gute Übersetzungen. Eine einheitliche Sprache wird die Europäische Union nie haben und das ist sehr gut so. Diese Netzseite will dazu beitragen, mit der Vielsprachigkeit besser zurechtzukommen und mehr Nutzen daraus ziehen zu können. Um das zu erreichen, werden jedoch viel mehr Leute daran arbeiten müssen.
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