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Als Komusô (wörtl. "Mönche der Leere und des Nichts"; ältere Bezeichnung Komosô, d.h. "Strohmattenmönche") werden in Japan die Anhänger der Fuke-Schule (jap. Fuke-shû) bezeichnet. Die Fuke-Schule  unterscheidet sich von anderen buddhistischen Schulzweigen, dadurch, dass sie weder die Sitzmeditation, noch die Rezitation heiliger Texte oder das Studium der buddhistischen Schriften in den Mittelpunkt ihrer religiösen Praxis stellt. Stattdessen üben und propagieren die Komusô das Spiel auf der Shakuhachi-Bambusflöte. Dabei werden ausschließlich die traditionellen Musikstücke der Komusô gespielt.

Komosô-"Strohmattenmönch"

Darstellung aus dem Kanjin-hijiri-utaawase (Gedichtswettstreit [zum Thema] Wanderheilige)

Der historische Ursprung der Shakuhachi-Tradition der Komusô ist unklar, ihre legendären Wurzeln finden sich bei dem Tang-zeitlichen chinesischen Zen-Meister Puhua (jap. Fuke), einem Zeitgenossen des berühmten Linji (jap. Rinzai). Diese "Legende der Kyotaku [Shakuhachi]" Kyotaku-denki entstand vermutlich erst in der Edo-Zeit (1600-1867), sie liefert dennoch wertvolle Hinweise auf das Selbstverständis der Komusô.

Über diese Seite (www.komuso.de):

Diese kleine Seite informiert seit 2002 über die Komusô und ihre Musiktradition und verfolgt keinerlei finanziellen Interessen. Der Autor ist Japanologe und Shakuhachi-Spieler und lebt, arbeitet und spielt in Osaka.


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