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Vereinsgeschichte

Vereinsgeschichte ATS Hohenlimburg-Nahmer 1879 e.V.

Zusammengestellt aus den Festschriften zu folgenden Jubiläen: 25 Jahre, 50 Jahre, 75 Jahre, 90 Jahre, 100 Jahre und 125 Jahre.

Im Herbst des Jahres 1879 wurde der Verein von einer Anzahl junger Männer aus dem Nahmertal gegründet, die bis dahin im Turnverein 1871 Hohenlimburg geturnt hatten und denen der Weg zur Turnstätte zu weit geworden war.

Die erste Übungsstätte war im kleinen Saal des Rummenholl’schen Lokales in der Nahmer, unweit des jetzigen Vereinsgeländes.

Nach anfänglichen mannigfaltigen Schwierigkeiten wegen der Gerätebeschaffung (als Turnmatte diente 1 Jutesack, der von der Brauerei Vormann in Dahl erworben wurde und ein Barren von der Firma Schmidt in Hagen), erfuhr das turnerische Leben im Laufe der Jahre einen erfreulichen Auftrieb, so dass der Saal sich allmählich als zu klein erwies und im Jahre 1892 die Übersiedlung in den großen Kaisersaal notwendig wurde. Es entwickelte sich hier in den nachfolgenden Jahren ein reges turnerisches Leben und Treiben, so dass der Verein, dem inzwischen auch eine Turnerinnen-Abteilung angegliedert war, zum 25-jährigen Jubiläum ca. 180 Mitglieder zählte.

Im Februar des Jahres 1909 wurde der schöne Kaisersaal dann leider ein Raub der Flammen und der Gedanke, eine eigene Turnhalle zu bauen, konnte dank tatkräftiger finanzieller Unterstützung, besonders seitens der Nahmer Industriellen und Bürgerschaft, schon im folgenden Jahr verwirklicht werden. Es entstand die schmucke Turnhalle auf dem Wulfeld, in die nun auch die Nahmer Schule ihren Turnbetrieb verlegte.

Dann kam der Weltkrieg 1914/1918, dem nicht weniger als 34 unserer Besten zum Opfer fielen, denen zu Ehren eine schöne, bronzene Ehrentafel mit ihren Namen im jetzigen Vereinssaal Platz gefunden hat.

Im Frühjahr des Jahres 1919 trat dann die Firma Wälzholz, die dem Verein das Grundstück für die Turnhalle zunächst auf 10 Jahre abgetreten hatte, an ihn um Überlassung der Halle für dringende betriebliche Zwecke heran. Es bot sich um diese Zeit die Gelegenheit zum Kauf des Lokals „Zum Adler“. Wieder waren große Schwierigkeiten von ungeahntem Umfange zu meistern. Dank allseitiger Hilfe der Mitglieder konnte der Kauf doch recht bald vollzogen werden.

Die um diese Zeit angeregte Verschmelzung mit dem 1898 gegründeten Turnverein „Jahn“ Nahmer wurde hierbei zwar nicht vollständig erreicht, doch trat der größte Teil der Mitglieder zum Verein über. Man einigte sich fortan auf die Bezeichnung „Allg. Turn u. Spielverein Hohenlimburg-Nahmer“. Dieser wurde damit zahlenmäßig der weitaus größte Verein am Platze. Im Jahre 1929 konnte das 50-jährige Vereinsjubiläum durch eine 2-tägige Feier in eindrucksvoller Weise begangen werden.



Der Turnbetrieb nahm im Laufe der Jahre eine weitere günstige Entwicklung und erhielt durch Gründung einer Handball- sowie Schüler- und Schülerinnen-Abteilung eine beträchtliche Ausdehnung. Im Jahre 1932 trat der Obernahmer Fußballclub ebenfalls zum Verein über, jedoch stellte die Abteilung nach einigen Jahren den Betrieb wieder ein.
Turnerriege unter der Leitung von Ewald Höllerhage -Turnwart von 1938-48

Frauenriege in der damals üblichen Kleidung

Inzwischen war es dem Verein möglich geworden, mit Hilfe eines freiwilligen öffentlichen Arbeitsdienstes (beträchtliche Erdmassen im Ausmaß von mehreren 1000 Kubikmetern waren zu bewegen) einen großen Turnplatz auf dem Gelände der „Wurag“ Werk IV zu erstellen, der im Herbst 1934 eingeweiht wurde und den Namen „Jahnplatz“ erhielt. Leider musste der mit viel Mühe und großen Opfern geschaffene Platz in den späteren Kriegsjahren der Industrie wieder übergeben werden.

Der dann kommende zweite Weltkrieg mit seinen unheilvollen Auswirkungen auf allen Gebieten riss unter den Vereinsmitgliedern wieder große Lücken, da 31 Turnbrüder nicht wieder in die Heimat zurückkehrten. Ihnen zum Gedächtnis wurde anlässlich des 75-jährigen Vereins-Jubiläums eine Ehrentafel mit ihren Namen in dem Turnsaal angebracht. Die Schäden des Krieges aus dem Jahr 1944 konnten alsbald wieder beseitigt werden.

Seit 1946/1947 wird im ATS Nahmer Tischtennis gespielt. In dieser Zeit erfolgte die Gründung der Tischtennis-Abteilung, die bis heute noch aktiv am Spielbetrieb im Westdeutschen Tischtennisverband teilnimmt.

  Ende 80er: Sportlicher Höhepunkt der Tischtennisabteilung: Vizemeister in der Verbandsliga mit der Formation: L.Gardas, P.Pfeiffer, J.Hufeisen, W.Stake, S.Welzel, K.D.Schmidt

Seit 1946 gab es einen Spielmannszug und seit 1965 einen Fanfarenzug, der bis zum Jahr 1975 existierte und an zahlreichen Veranstaltungen teilnahm.

In den Jahren 1954 – 1957 waren umfangreiche Umbauarbeiten am Wohnhaus und der Gaststätte erforderlich. So wurde beispielsweise der Eingang zur Gaststätte an die Seite des Hauses Unternahmerstr. 19 verlegt und anstelle des bisherigen Einganges ein Erker errichtet.

In der Turnhalle musste der Fußboden erneuert werden. Es wurden außerdem unter der Bühne Umkleideräume geschaffen und eine neue Heizungsanlage, die den erforderlichen Ansprüchen zur Beheizung von Turnhalle, Wirtschaftsgebäude und Nebenräumen gerecht wurde, installiert. Um diese Umbauten zu finanzieren, wurde das vereinseigene Wohnhaus Unternahmerstr. 19 veräußert. Jetzt stand den Sportlern eine insgesamt zweckmäßige Übungsstätte zur Verfügung.

Im Jahr 1961 wurde vom damaligen Vorsitzenden Karl Sander die Hausfrauenabteilung ins Leben gerufen, die bis heute noch aktiv am Vereinsleben teilnimmt.

Von 1964 bis 1969 gab es eine eigene Leichtathletikabteilung, die dem Deutschen Leichtathletikverband angeschlossen war und an Wettkämpfen im Leichtathletikkreis Hagen teilnahm.
Beim letzten großen Umbau der Turnhalle in den Jahren 1966 und 1967 wurden die 2 Säulen im hinteren Teil der Turnhalle beseitigt. Außerdem wurde die Hallendecke auf ein einheitliches Niveau gebracht und die im Saal befindliche Theke sowie der Zugang zur Gaststätte entfernt. Dank der Unterstützung von Stadt, Kreis und Land und des Einsatzes der Mitglieder gelang es, diese Arbeiten durchzuführen, so dass eine zu diesem Zeitpunkt vorbildliche Turnstätte zur Verfügung stand. Den Abschluß dieser Arbeiten bildete die Errichtung der Duschräume hinter den Toiletten der Turnhalle.

Von 1972 bis Ende der 70-er Jahre gab es eine eigene Trampolinabteilung.

In das Jahr 1980 fällt wieder die Gründung einer Fußball-Abteilung, die jedoch nur auf Hobby-Basis aktiv ist und nicht an Meisterschaftsspielen des Deutschen Fußball-Bundes teilnimmt.




   Männerriege in den 80ern

    Frauenriege in den 80ern
   Jugend-Turnabteilung mit dem lagjährigen Vorsitzenden Kurt Finsterbusch

Seit 1983 gibt es im ATS Nahmer eine Volleyballabteilung, die bis heute auf Hobby-Basis an den Spielen der Stadtliga Hagen teilnimmt.

Mannschaft-1983


Die nächste größere Umbauarbeit im Jahr 1988 war die Renovierung der Toilettenanlage in der Turnhalle. Hier fielen alleine ca. 580 Stunden Eigenleistung an. Die Hallenbeleuchtung war mittlerweile ebenfalls in die Jahre gekommen und wurde im Jahr 1993 in Eigenleistung erneuert. Im Jahr 1995 wurden die Heizkörper der Turnhalle in Eigenleistung modernisiert und im Jahr 1996 erfolgten der Außenanstrich der Gaststätte und der Turnhalle.

Im Jahr 1996 erfolgte auch die Gründung einer Radsportabteilung im ATS. Sie ist Mitglied im Bund Deutscher Radfahrer und nimmt regelmäßig an Rad-Touristikfahrten und an Rennen teil.

   Ende der 90er - die Gründer - das Bild gibt es auch schon in Farbe!

Außerdem bietet der ATS seit einigen Jahren Fitness Gymnastik, Eltern-Kind-Turnen und Vorschulturnen an.

In der Turnhalle und am Wirtschaftsgebäude wurden immer wieder notwendige Instandsetzungs- und Modernisierungsarbeiten durchgeführt.

Im Wirtschaftsgebäude erfolgte 1992 die Erneuerung der alten Holzfenster durch Kunststofffenster und der Dachrinnen.

Die Geräteräume wurden im Jahr 1997 renoviert und im Jahr 2000 erhielt die Turnhalle einen neuen Fußboden. Die Toiletten im Gaststättenbereich wurden im 1999 ausgetauscht und auch die Heizung in der Wohnung des Gaststättenpächters. In diesem Jahr wurden die Räumlichkeiten der Kegelbahn während der Betriebsferien der Gaststätte neu gestaltet.

Im Jahr 2003 gab es die Erneuerung des Zaunes um den „Adler-Platz“.

Nur durch ständige Renovierungs- und Umbaumaßnahmen konnte das aus dem Jahr 1872 stammende Vereinsheim in einem solch guten Zustand erhalten werden.
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