JUDO - Siegen durch Nachgeben
Stoße, wenn du gezogen wirst und ziehe wenn du gestoßen wirst.

Man misst dem Judo einen stark erzieherischen Aspekt bei und setzt seine Schwerpunkte auf das körperliche Training, die Selbstverteidigung und die Selbstbeherrschung. Judo fördert nachweislich:

- Konzentration
- Körperbeherrschung
- Selbstdisziplin

- Kraft

- Kameradschaft

-
Selbstverteidigung
- Kampfkunst



Judo kann dazu in jedem Alter erlernt werden.


Die körperlichen Vorraussetzungen, die man zum Judo mitbringen muss sind gering. Kondition, Kraft und Gewandtheit werden während des Trainings erworben. Der erzieherische Aspekt für Kinder ist sehr hoch. Über das körperliche Training hinaus werden Charaktereigenschaften wie Mut, Selbstdisziplin, Kontaktfreudigkeit, Selbstsicherheit und Friedfertigkeit verstärkt und entwickelt.
Alle Trainer achten während des Unterrichts darauf, dass Höflichkeit und Disziplin dem Partner gegenüber gewahrt wird.

Erziehungsaspekte des Judo (nach dem Gründer des Judo - Jigoro Kano):

- körperliche Erziehung: den Körper kräftig, gesund und nützlich machen
- geistige Erziehung: ernst, aufrichtig, vorsichtig, überlegend, entschlussfreudig, schnell handelnd, geistig ruhig und ausgeglichen
- sittliche und moralische Erziehung: Selbstkontrolle, Optimismus, Zufriedenheit, Heiterkeit
- emotionale Erziehung: Körpergefühl erleben, Fortschritte erleben, Überlegenheit empfinden


Gesundheitsaspekte des sportlichen Judo:


- Aufwärmübungen mit hohem allgemeiner Gymnastikanteil. Daraus resultieren Kräftigung und Beweglichmachung des Körpers.
Judo wird in der Standarbeit durch vielfältige Zug. und Schubbewegungen bestimmt, die eine Stabilisierung des Rumpfes erforderlich machen. In der Bodenarbeit werden Wälz- und Rollbewegungen eingesetzt; das Zusammenspiel von Extremitäten und Arbeit der Rumpfmuskulatur gefordert. Es kommt also nicht von ungefähr, Judo mit dem Schlagwort "Rückenschule" in Verbindung zu bringen, obwohl die Partnereinwirkung ein Üben wie im gesundheitsorientierten Sport zunächst von der Sache her unmöglich macht.
- Judo fordert und fördert die Koordination und hier vor allem die Gleichgewichtsfähigkeit, was für Kinder und Erwachsene gleichermaßen wichtig ist. Viele Schulweg-Unfälle sind Folge mangelnder Koordinationsfähigkeit, viele Unfälle im Alltag ebenso.


Judo-Training bietet also viele Eigenschaften die dem Schutz vor oder der Bewältigung von Alltagsbelastungen dienlich sein können. Durch Judo lässt sich vor allem Selbstsicherheit im Alltag gewinnen. Wer eine bessere Koordination hat, stellt sich geschickter an; wer fallen kann, hat weniger Angst usw.

Durch die intensive Beschäftigung mit dem eigenen Körper und dem des Partners beim gemeinsamen Üben, Gestalten und Kämpfen wird ein hohes Maß an Sensibilität im körperlichen Umgang miteinander und die Bereitschaft zur gegenseitigen Hilfe entwickelt (zweites Prinzip von Kano).


- Judo ist Partnerarbeit.
- Judo lebt vom Körperkontakt und vermittelt Körpererfahrung.
- Judo ist das Einbringen und Erleben östlicher Weisheit und Tradition.
- Judo ist das Umsetzen moderner sportwissenschaftlicher   Erkenntnisse.