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Ach ja: Bitte nehmt meine manchmal vielleicht etwas zynische Art nicht ernst!
 
 
 
02. 04.2010 Malaysia
 
In nur drei Tagen fuhr ich vom Norden Thailands etwa 2100km zur malayischen Grenze, der Hintern machte sich bemerkbar. Auch meine Steuereinheit, CDI oder Blackbox (weil niemand weiss was drin ist) genannt, macht schlapp. Wusste vorher vom typischen Transalpproblem, der Preis (ca. 150Euronen) einer Ersatz-CDI jedoch schreckte mich ab. Das Problem loeste ich vorruebergehend in dem ich die CDI, die sich unter dem Sitz befindet, nach aussen verlegte. Anschliessend fixierte ich sie mit einem Plastikband unter Spannung, denn dann funktioniert sie. Offenbar tat ich einem Hotelmanager eines Luxushotels leid, er sponsorte mir Abendessen, Nacht und Fruehstueck. Und weiter gehts. Erreiche am 2. April, dem Tag, an dem mein Thai-Visum abgelaufen ist, Malaysia. Begruesst werde ich mit einem ueblen Regenschauer, der mich noch 5 Stunden in Richtung Penang (Georgetown) begleiten solltel. Dort hatte ich das Geld fuer die Bruecke nicht, man liess mich gewaehren. Meine Stiefel waren voll, mein Akku leer. Bin in Georgetown im Dunkeln aufgeschlagen. Eigentlich dachte ich, das ist ein verschlafenes Nest, aber als sich mir der Stadtplan auf dem GPS eroeffnette ahnte ich Unerwuenschtes - eine Grossstadt mit angeblich 5 Mio Einwohnern. Ich hasse es in Grossstaedten zu fahren, auch,  weil ich an der Grenze vergessen habe eine Versicherung abzuschliessen.
Hab heute nen netten Malayen im Hotel gefunden, der mich nach Butterworth, auf dem Festland, mit seiner brandneuen Kawasaki, die vor dem erneut hereinbrechendem 5 Stundenschauer noch sauber war, gefahren hat. Dort war ich in nem vornehmlichen Bikershop, wo ich eine neue CDI geordert habe, kostet ca 100Euro, immerhin besser als bei uns. Angeblich, jetzt halt dich fest, brauchen die nur bis Mittwoch und die CDI ist da. Ansonsten haette ich meine geoffnet, aber so hab ich eine als Ersatz. Da lasse ich noch Oel wechseln (umsonst) und den Vorderreifen aufziehen (6
Euro). Bis dahin kann ich die Insel erkunden. Ist eine sehr interessante Mischung aus Indern, Chinesen, Malayen, Arabern..., das Essen sooo vielfaeltig und gutbillig. Quasi eine ueberbevoelkerte Insel mit viel unbetretenen Regenwaeldern - aehnlich gross und aufgebaut wie Singapur.
 
Kam gerade vom besten Inder der Stadt, sehr leckeres 1\2 Tandori-chicken mit verschiedenen Dips und Roti und nem leckeren Kaffe, war teurer als sonst, hab 1,5Euro bezahlt.  
 
Der Kampf mit den Wassermassen - Beginn der Regenzeit        auf der riesigen Penangbridge
 
vor einem chinesischen Tempel in Georgetown auf Penang
 
 
28.03.2010 bis 30.03.2010 Lisu-Festival im Dorf Doi Lan (Nordthailand)
 
Das Bergvolk der Lisu (neben z.B. Akha, Lahu, Mie, Karen...) ist nur eine Gruppe von Minderheiten in Thailand. Die Lisu in Thailand stammen urspruenglich aus Yunnan (China)  und zaehlen ca. 50.000 Mitglieder (hierzulande), wohnen zumeist in einfachen Bambusbehausungen, die so weit auseinanderstehen, dass Flammen, wenn sie brennen sollten, nicht auf ein anderes "Haus" ueberspringen koennen. Ausserdem nehmen sie haeufig Kinder aus anderen Familien zur Pflege (oftmals fuer eine finanzielle Gegenleistung) auf, eigene Kinder werden nicht "veradoptiert". Fuer uns unfassbar: Sie schicken des oefteren, wie andere "Bergvoelker" in Thailand auch, ihre jungen Toechter in die Prostitution, um fuer die Familie Geld her\anzuschaffen. Ein Mal im Jahr findet ein Festival statt, wobei Traditionen u.a. an juengere Generationen weitergegeben werden, ausserdem soll die Kommunikation und Interaktion, zwischen der im Lande weit verstreuten Doerfer verbessert werden. Es ist quasi Pflicht im traditionellen Gewand zu erscheinen, wer nicht in diesem tanzt, wird verachtet. Alleine die Guertel aus Muenzen (zum Teil indische Ruppies, war wohl guenstig) kosten manchmal umgerechnet einige Tausend Euros. Getanzt wird 3 Tage lang ununterbrochen im Kreis, man faesst sich bei der Hand und los geht's. Gespielt wird auf einer Art Udd sowie einer, aehnlich wie in Vietnam,  Bambusfloete, die etwas nach Fagott klingt, aber nur mit heissem Wasser funktioniert. Die Musik ist sehr leise, da sie, wenn ueberhaupt, nur ueber einen Mini-Verstaerker verstaerkt wird. Der Tanz ist fast immer gleich, fuer uns absolut monoton, wir (Alberto und Dirk) haben aber trotzdem viel Spass, obwohl wir es nicht schaffen uns die Schritte einzupraegen, denn die gibt der Musiker vor.  Als wir ankamen, wurden wir gleich verkoestigt - mit Reis, Fleisch, Reiswhisky. Die Nacht verbringen wir in einer offenen Kueche einer anderen Lisufamilie. 
 
Lisu beim Kreistanz                                                        Kraefte schonen
 
Suesse Fruechte - natuerlich die Bananen!                    abgekaempfter Musiker
 
Fruehstueck in unserem Schlafzimmer                        wieder in Aktion 
 
Baal, der Regengott, wird immer staerker - die Menschenmasse rennt und sucht sich ein Versteck  
 

27.03.2010
Und wieder klappt die Bearbeitung im Internet nicht, jedenfalls sind ein paar Bilder zu sehen.
 
Bin nun seit einigen Tagen wieder zurueck in Thailand.
Treffe am 20.03. Alberto wieder, wir verbringen gemeinsam die naechsten Tage. Fahren einen Loop durch den Norden Thailands, besuchen einen Deutschen (Rudi), der mit einer Lisufrau verheiratet ist und bei Soppong, in einem Lisudorf, eine Lisulodge hat. Er erzaehlt uns von einem Festival der Lisu auf dem wir natuerlich anwesend sein werden. Weiter geht's um Chiang Mai, ueber Mae Hongson, dann hinein in die ehemalige Hauptstadt (Chiang Mai) und zurueck in die Ciang Rai-Provinz zum Lisutreffen.
 

Akha-Frauen beim Bestaunen meines Gepaeckberges    Frauen vom Stamm der Akha
haeufig zu sehen  - Schilddruesenvergroesserung (Iodmangel)

Fast immer winken die Einheimischen in den Doerfern Laos, dass ein "Fremder" jedoch stoppt, kommt so gut wie nie vor. Nicht selten rennen die Menschen vor Angst und sich selbst bestaerkend, schreiend in den Schutz des Unterholzes, lassen alles, was am schnellen Laufen hindert, fallen. Manchmal laufe ich hunderte Meter hinterher, um die Reaktion zu sehen, doch es sind keine Menschen zu finden. Nur leistes Rascheln und panikgeschwaengertes Fluestern dringt durch die gruene Wand.

 
Vor allem im Norden von Laos sind Menschen mit         Tropenholz ist richtig schwer
Waffen zu sehen. Manche gehen einfach nur Jagen, andere bewachen Opiumfelder. Der Handel des aus dem Schlafmohn gewonnenen Extraktes ist nach wie vor nicht zu unterschaetzen, auch wenn es eine Marktverlagerung in Richtung Afghanistan und Pakistan gibt, wo die Preise fuer die Droge in den letzten Jahren betraechtlich in den Keller gingen, gilt Laos als eines der bedeutensten Anbaulaender. In Thailand wurde der Anbau schon vor Jahren verboten, die Bauern haben erfolgreich auf andere Anbauprodukte umgestellt, sind somit nicht auf den Erloes von Drogengeschaeften angewiesen. Dennoch nutzen einige Bergvoelker Drogen fuer traditionelle und spirituelle Riten, die Nutzung fuer den Eigenanbau wird dort mehr oder weniger geduldet.

Erntezeit fuer Tigergrass                                                Jaeger oder 3 Musketiere
Bergdoerfer abseits der staubigen Pisten sind meistens
nur ueber wackelige, schmale Holzbruecken, auf der
anderen Seite eines Flusses zu erreichen. Hier gibt es
weder Autos, Mopeds noch Fahraeder

21.03.2010
Was ich schon seit laengerer Zeit sagen wollte: Vielen Dank Griechenland, dass ich jetzt 15 bis 20% mehr bezahlen muss!!!
 
Bin seit Vorgestern zurueck in Thailand, habe nun 12 Tage Zeit bis ich Malaysia erreicht haben muss. Gestern habe ich versucht nach Myanmar einzureisen, es geht vom Norden Thailands, aber nur im Umkreis von 5km um die myanmarische Grenzstadt Tachilek.
 
 
16.03.2010
Willkommen im Kommunismus!
Ueberall im Lande - die Zeichen des Kommunismus
Ein Land voller wunderbarer Schaetze, aber auch Probleme. Kurz: Laos-Chaos.
Die Regierung fuhr den extrem kommunistischen Kurs der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts zurueck, ermoeglichte Privatisierungen und oeffnete auslaendischen Investoren die Tueren, leider (aus meiner Sicht) auch jenen, die sich eine goldene Nase verdienen, indem sie andere ausbeuten und taeuschen. Nicht selten vergeben Bauern ihr Land zu Schleuderpreisen, weil sie einfach nicht wissen wieviel ihr Land und das Geld, dem sie bis dato oftmals fremd blieben, tatsaechlich wert ist. Das Land hat sich mit ca. 85% Wald, davon ca. 50% Primaerwald, eine ausserordentliche Natur bewahrt. Es gibt Elefanten, Tiger, Leoparden... . Ausserdem bemueht sich die Regierung die grosse Multiethnizitaet zu erhalten und nicht wie im benachbarten Thailand manche Voelker zum Teil zu Touristenattraktionen verkommen zu lassen, manchmal gar ohne Anerkennung als Thai-Staatsbuerger, ihnen das soziale Sicherungssystem vorzuenthalten. Es gibt also grosse Bemuehungen, ob diese jedoch bei einem geradezu explodierenden Tourismus Fruechte tragen, bleibt fraglich und abzuwarten. Warum: Klar, schon der blosse Kontakt mit den "reichen Fremden" weckt Beduerfnisse, die der Tradition vom Bergvolk etwa bis vor kurzem fernblieben. Auch die neuen Strassenprojekte verbinden nicht nur Staedte, sie machen den Zugang zu den "Welten" und die gegenseitige Interaktion einfacher. - Eine nicht einfache Aufgabe! Weitere Probleme sind nach wie vor Opium und das offenbar sinnlose Abfackeln der Felder und Waelder, was oftmals unkontrolliert geschieht. Eine Weitere Gefahr besteht in dem Vorhandensein von Schusswaffen in rauen Mengen. Dass das politische System keineswegs stabil ist und vor grossen Problemen bestehen muss zeigt ebenso die juegste Vergangenheit nach dem Vietnamkrieg, bei dem die Amerikaner ueber Laos mehr als 2 Mio. Tonnen Bomben abwurfen, wovon 30% Blindgaenger waren und heute noch das Land in Unsicherheit wiegen. So wurden grosse Landstriche dem Erdboden gleich gemacht. Bis vor wenigen Jahren waren sogar einige Teile des Landes unzugaenglich, nicht wegen Bomben, wegen militaerem HMong-Staemmen, die gegen die kommunistische Politik waren und Teile des Landes beherrschten. 
 
Das Land brennt, es schneit Asche, selten einen guten Ausblick von den Bergen - Tod!
 
Im HMong-Dorf
 
Strassenfeger oder mobiles Dach?                                bald ein Dach ueber'm Kopf
 
erinnert mich an Vetter Itt aus der Adams-Family       Reisfeld im verrauchten Dunst
 
Bergdorf bei Louang Prabang, wie ueberall in Laos
 
Sowohl in Kambodscha als auch in Laos Rambo-Fan     mein Mopped bekommen die nicht auf's Dach            
 
wieder lecker Bruecke                                                   und wieder ist ne neue Bruecke fertig 
 auf mich wartend                                                        Waschanlage, nicht fuer meine Bude
 
Egal ob Sonne oder Regen, den Schirm immer parat    Opiumschnueffler, besser als im Regen stehen!
                                                                                    Kiffen = 3 Monate Knast oder  500 bis 700 Dollar
 
einfach suess, die Omi                                                laotischer Transporter fuer Alle und Alles
 
vor der Tham Phu Kham Hoehle bei Vang Vieng          Tat Kuang Si bei Krabi - einfach goettliche Badestelle
 
Teepflueckerin auf dem Bolaven-Plateau                     Kaffetrocknung auf dem Bolaven-Plateau
 
Sooo sehr mag ich die Musik hier auch wieder nicht    Glueckspiel mit Kindern - klar um Geld!
 
gefrohrenes Eichhoernchen und getrocknete Schweineschwaenze - Ach hab doch nicht so nen Hunger!
 
Mitten im Pampadorf wird gefeiert, auch wenn es           Lao Lao verbotener Reiswodka aus Schmutzkrug
keinen Grund gibt. Wenn hier sonst auch
nix los ist, Beerlao gibts und wird Motorrad-
Reisenden gerne angeboten, um eine Weiterreise zu
verhindern. Mitfeiern ist angesagt - wie auch auf
unzaehligen Hochzeiten und 4 Tage Frauentag feiern.
eingeladen zu kaltem Beerlao - eine willkommene Abkuehlung 
 
Offroad = oftmals schwierig-schweisstreibend        - aber zugleich wunderbar laotisch-exotisch 
 
irgendwann, irgendwo bei Sonnenuntergang               Feinstaubalarm, drunter fieser Felsen
 
auch fuer LKW                                                                nicht fuer LKW
 
Gemuesehaendlerinnen                                                 schon gut gelaunt beim Kauen von Beetlenuessen
 
schwimmende Doerfer                                                 stolze Fischer
 
02.03.2010 noch in Kambodscha nahe der Grenze zu Laos 
ohne Gepaeck                                                                mit Weitsicht
 
Kinderheim am Mekong - sehr duerftig                        Zukunft
 
 lecker Entenembryo                                                       Reisimbissbude
 
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Dirk Anders
Steingraben 21a 07749 Jena
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