Trialog/Quadrolog

Im Herbst 1989 führten Dorothea Buck und Thomas Bock das erste Psychoseseminar durch und prägten den Begriff desTrialogs. Psychoseseminare sind Veranstaltungen in denen sich Psychiatrie-Erfahrene, Angehörige psychisch erkrankter Menschen und Psychiatrie-Fachpersonen zum Austausch auf gleicher Augenhöhe treffen, um die Perspektive der anderen Gruppen zu verstehen und um voneinander zu lernen. So entstand ein Konzept, dass sich in der Psychiatrie zu großen Teilen durchgesetzt hat, nämlich dass die drei Gruppen zusammenarbeiten - inzwischen gehören engagierte Bürger als 4. Gruppe mit dazu -, um gemeinsame Ziele gleichberechtigt und auf Augenhöhe durchzusetzen und gemeinsam an der Verbesserung der Psychiatrie zu arbeiten. Aus dem Trialog wird der Quadrolog. Es gilt das Motto: Gemeinsames durchsetzen - Trennendes akzeptieren. 

Was braucht der Quadrolog?

• Toleranz
• Demokratische Haltung
• Gegenseitiges Verständnis / gemeinsame Sprache
• Lernbereitschaft
• Gemeinsame thematische Schnittmengen
• Bekenntnis zum Tetralog
• Gemeinsame Aktivitäten
• Eigenidentität der Quadrologgpartners
• Dissens als Entwicklungsmotor
• Rückzugsbereich für jeden Quadrologpartner (Identitätserhalt)

Allgemeine Ziele des Quadrologs

• Verstehen der unterschiedlichen Perspektiven (voneinander lernen)
• Weiterentwicklung des psychiatrischen Hilfesystems
• Persönliche Weiterentwicklung der Beteiligten
• Gemeinsame Positionen durchsetzen, unterschiedliche Positionen aushalten („an einem Strang ziehen“)
• Stärkung der Psychiatrielobby als Ganzes durch gemeinsame Ziele
• Weiterhin Etablierung des Tetralogs




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Rainer Höflacher,
01.04.2016, 22:02
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