Urlaubsabgeltung

Wird bis zur Beendigung eines Arbeitsverhältnisses (z.B. durch Kündigung, Befristungsablauf, Renteneintritt) ein rechtzeitig beantragter Urlaub nicht gewährt bzw. kann dieser wegen arbeitsunfähiger Erkrankung nicht genommen werden, entsteht für den Arbeitnehmer ein Anspruch auf Urlaubsabgeltung für noch nicht verfallene Urlaubstage. Der Arbeitnehmer erhält eine Zahlung. Die Berechnung der Höhe der Zahlung entspricht der Berechnung des Urlaubsentgeltes.                        

Zur Berechnung des Urlaubsabgeltungsanspruchs sind somit im Regelfall die letzten drei Monatsabrechnungen heranzuziehen. Unter Beachtung des § 11 I BurlG werden die Bruttolöhne addiert. Die Summe ist mit der Summe der Arbeitstage der letzten 13 Wochen (= 3 Monate) zu dividieren (bei einer 6-Tageswoche sind das 78 Tage, 5-Tages-Woche = 65 Tage; 4 Tages-Woche = 52; 3-Tages-Woche = 39; 2 - Tages-Woche = 26 und bei 1-Tages-Woche = 13 Tage). So ergibt sich der arbeitstägliche Durchschnittslohn, der mit den Urlaubstagen zu multiplizieren ist.

Urlaubsabgeltung = (Summe der 3. Monats-Verdienste)/Arbeitstage x Urlaubstage

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