Suspendierung

Als Suspendierung (Sonderform einer Freistellung) bezeichnet wird die einseitige Erklärung eines (Arbeits-)Vertragspartners, dass das Arbeitsverhältnis für eine bestimmte Zeit ruhen soll.

Mit dem Ruhen des Arbeitsverhältnisses sind die Vertragspartner in aller Regel von der Erbringung der Hauptleistungspflichten (i.d.R. Dienstleistung und Vergütungszahlung) befreit. Dies gilt jedoch nicht bei einer einseitigen Freistellung des Arbeitnehmers durch den Arbeitgeber. Aufgrund des Beschäftigungsanspruchs ist eine Suspendierung nur bei überwiegenden Interessen eines Arbeitgebers gegenüber den Interessen des Arbeitnehmers und nur bei Fortzahlung der Vergütung möglich.

Dies kann der Fall sein bei ansteckenden Erkrankungen des Arbeitnehmers oder dem Verdacht von Straftaten und darauf beruhendem Vertrauensverlust.

Möglich ist die Suspendierung auch während des Laufes von Kündigungsfristen. Ohne explizite Regelung führt die Freistellung von Arbeitspflichten nicht automatisch zur Anrechnung auf etwaige Urlaubs- oder Freizeitausgleichsansprüche.

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