Minijob - geringfügige Beschäftigung

Minijobs sind geringfügige Beschäftigungen, bei denen entweder der Verdienst gering ist (monatlich bis zu 400,00 €) oder ein kurzfristiges Arbeitsverhältnis vorliegt (§ 8 SGB VI). Ebenso können Tätigkeiten in privaten Haushalten geringfügige Beschäftigungen darstellen (§ 8a SGB IV).

Die geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse sind für Arbeitnehmer steuer- und abgabenfrei. Hingegen ist ein Arbeitgeber verpflichtet, den Arbeitnehmer bei der Minijob-Zentrale der Knappschaft Bahn See anzumelden. Arbeitgeber zahlen den Pauschalbetrag für die Renten- und Krankenversicherung eines Arbeitnehmers.

Ausführliche Informationen erhalten Sie auf den Seiten www.minijob-zentrale.de der Knappschaft-Bahn-See.

Ein Minijob kann - wenn es vertraglich erlaubt ist - auch neben einem regulären Arbeitsverhältnis oder einer selbständigen Tätigkeit (§ 8 III SGB IV) ausgeübt werden. Auch Arbeitslose können eine geringfügige Beschäftigung ausüben, müssen jedoch bedenken, dass das hieraus erzielte Einnahmen auf Sozialleistungen angerechnet werden können.

Unter Umständen werden mehrere Minijobs, welche ausgeübt werden, zusammengerechnet (§ 8 II SGB IV). Dies kann zur Folge haben, dass sozialversicherungs- und steuerrechtliche Vergünstigungen entfallen. 

Wichtig ist, dass bei Prüfung der Anwendung des Kündigungsschutzgesetzes und der erforderlichen Anzahl der Arbeitnehmer Minijobber mit berücksichtigt werden. Dabei kommt es nicht auf deren Vergütung an, sondern ausschließlich auf die Arbeitszeit.

Minijobbern stehen die gleichen Rechte zu wie Arbeitnehmern, zum Beispiel auf Urlaub, Kündigungsschutz etc..

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