Kündigungsschutzklage

Eine Kündigungsschutzklage sollte spätestens 3 Wochen (Klagefrist) nach Zugang der Kündigung zum örtlich zuständigen Arbeitsgericht erhoben werden, andernfalls die Klage u.U. nicht zum Erfolg führt. Örtlich zuständig ist das Arbeitsgericht, in dessen Gerichtsbezirk überwiegend die Arbeitsleistung nach dem Vertrag erbracht wird.

Für die Erhebung einer Kündigungsschutzklage besteht kein Anwaltszwang. Dennoch ist der anwaltliche Rat zu empfehlen, da oft die Kenntnis der einschlägigen und aktuellen Rechtssprechung entscheidend für den Ausgang eines Verfahrens ist, auch wenn dies mit der Zahlung von Anwaltsgebühren verbunden sein kann. Haben Sie eine Kündigung erhalten, können Sie z.B. uns mit Ihrer Interressenvertretung beauftragen, z.B. mit unserem Arbeitnehmerformular zur Kündigung.

In der Kündigungsschutzklage ist zwingend die Klagepartei (Arbeitnehmer) und die Beklagtenpartei (Arbeitgeber) anzugeben, sowie ein Antrag zu stellen. Nicht zu vergessen ist die Unterschrift.

Ein einfaches Muster einer Kündigungsschutzklage könnte so aussehen (Hinweis: Es ist dringendst zu empfehlen, sich fachlichen Rat einzuholen. Muster ersetzen einen solchen Rat nicht, sondern geben nur erste Anhaltspunkte. Eine Haftung wird deshalb nicht übernommen).

An das Arbeitsgericht (Adresse)

Musterarbeiter (Adresse)

gegen

Musterarbeitgeber (vertretungsberechtige Person (Inhaber, Geschäftsführer etc.) und Adresse)

wegen Kündigung

Ich beantrage die Festellung, dass das zwischen den Parteien bestehende Arbeitsverhältnis nicht durch die Kündigung vom ... aufgelöst ist.

Begründung:
...

Unterschrift


Nach Eingang der Kündigungsschutzklage wird dass Arbeitsgericht die Klage dem Arbeitgeber zustellen und einen Gütetermin ansetzen.

Arbeitgeber sollten nach Erhalt einer Kündigungsschutzklage tätig werden und nicht den Gütetermin versäumen, da andernfalls ein Versäumnisurteil gegen sie ergehen könnte.
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