Arbeitszeit

Arbeitszeit ist die vereinbarte Dauer der vom Arbeitnehmer geschuldeten Tätigkeit. Eine Rolle spielt der Begriff auch hinsichtlich der vergütungsrechtlichen, arbeitsschutzrechtlichen und mitbestimmungspflichtigen (Betriebsrat) Arbeitszeit.

Besonderheiten bestehen hinsichtlich Arbeitsbereitschaft und Bereitschaftsdienst.

Das Arbeitszeitgesetz trifft Regelungen zur Arbeitszeit, Pausen und Ruhephasen.

An- und Abfahrt zur Arbeitsstätte gehören nicht zur Arbeitszeit. Dienstreisezeiten (innerhalb einer Gemeinde) und dienstliche Wegezeiten (ausserhalb einer Gemeinde) hingegen schon.

Eine Ruhezeit dauert mindestens 11 Stunden, jedoch ist eine zeitweise Verkürzung gegen Zeitausgleich möglich (§ 5 ArbZG).

Pausen sind nach § 4 ArbZG im Voraus festgelegte oder vorhersehbare Unterbrechungen der Arbeitstätigkeit für eine bestimmte Zeitspanne, abhängig von der Dauer der Arbeitszeit. Ein Arbeitnehmer ist während der Pause von jeder Leistungspflicht befreit (auch von einer Bereitschaft). Pausen zählen nicht zur Arbeitszeit.

Die Arbeitszeit beträgt regelmäßig höchstens 8 Stunden am Werktag. Ausnahmsweise kann 10 Stunden gearbeitet werden, wenn innerhalb 6 Monate (24 Wochen) (Ausnahme öffentlicher Dienst) ein Ausgleich stattfindet.

Wird die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit überschritten, liegt Überarbeit (Überstunden) vor.

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