Arbeitsvertrag

Der Arbeitsvertrag ist die Grundlage des Arbeitsverhältnisses und setzt zwei übereinstimmende Willenserklärungen – des Arbeitgebers und Arbeitnehmers – voraus, wonach der Arbeitnehmer seine Arbeitskraft anbietet und der Arbeitgeber ihn hierfür vergütet.

Der Arbeitsvertrag ist von einem Praktikum und einem sog. Einfühlungsverhältnis zu unterscheiden.

Irren sich die Vertragsschließenden über wesentliche Inhalte oder sind sie getäuscht wurden, kann ein Vertragsschluss nachträglich angefochten werden.

Grundsätzlich besteht kein Formzwang, d.h. ein Arbeitsvertrag kann auch mündlich geschlossen werden. Ausnahmsweise ist die Schriftform im Gesetz (z.B. § 11 BBiG) oder Tarifvertrag vorgeschrieben.

Allerdings hat der Arbeitnehmer nach dem NachWG einen Anspruch darauf, dass der Arbeitgeber innerhalb eines Monats nach Arbeitsbeginn oder 2 Monate nach Verlangen durch den Arbeitnehmer den wesentlichen Inhalt des Arbeitsvertrages schriftlich mitteilt. Dies dient der Beweisbarkeit von Vereinbarungen. Auch spätere Änderungen sind schriftlich mitzuteilen. Ein Verstoß hiergegen führt nicht zur Unwirksamkeit eines Arbeitsvertrages, sondern zu einer Schadensersatzpflicht und Beweiserleichterungen für den Arbeitnehmer im Streitfall.

Wesentlicher Inhalt eines Arbeitsvertrages sind Arbeitsort, -lohn, -zeit, Beschreibung der Arbeitstätigkeit, Kündigungsfristen, Befristungsvereinbarungen und der Hinweis auf andere für das Arbeitsverhältnis geltende Regelungen (Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung).

Es ist für alle Beteiligten der schriftliche Abschluss eines Arbeitsvertrages dringend zu empfehlen.

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