Arbeitsvergütung

Lohn oder Gehalt sind andere Begriffe für Arbeitsvergütung. Nach der früher relevanten Unterscheidung zwischen Arbeitern und Angestellten wurde auch in deren Arbeitsvergütung unterschieden zwischen Lohn (Arbeiter) und Gehalt (Angestellte).

Nach einem Arbeitsvertrag ist der Arbeitnehmer zur Arbeit verpflichtet und der Arbeitgeber zur Zahlung der Arbeitsvergütung (§ 611 BGB). Regelmäßig wird die Höhe der Arbeitsvergütung im Arbeitsvertrag oder in einem Tarifvertrag bestimmt. Findet sich keine Vereinbarung schuldet der Arbeitgeber die übliche Vergütung (§ 612 BGB), wenn die Tätigkeit des Arbeitnehmers nur gegen Vergütung zu erwarten war.

Vergütungsbestandteile (z.B. Zulagen etc.) können unter bestimmten Voraussetzungen und unter Einhaltung von Grenzen widerrufen werden.

Die Arbeitsvergütung ist im Regelfall in bar zu bezahlen, doch häufig wird die Überweisung auf ein Konto vereinbart.

Ohne anderslautende Vereinbarungen oder Bestimmungen ist die Arbeitsvergütung nach erbrachter Arbeitsleistung fällig. Ist die Vergütung nach Zeitabschnitten bemessen, ist die Zahlung zum Ablauf des einzelnen Zeitabschnittes fällig, z.B. ist eine Monatsvergütung zum letzten Tag des laufenden Monats fällig.

Steht eine Arbeitsvergütung aus und erhält der Arbeitnehmer in dieser Zeit Sozialleistungen, z.B. Arbeitslosengeld, gehen die Vergütungsansprüche in Höhe der gewährten Sozialleistungen auf den Sozialleistungsträger (z.B. Agentur für Arbeit) über - sogenannter Anspruchsübergang.

Im Regelfall wird die Arbeitsvergütung in € ausbezahlt. Bestandteile einer Vergütung können auch durch Sachbezüge erfolgen (z.B. Dienstwagen) und ausgeglichen werden.

In Ausnahmefällen ist die Arbeitsvergütung auch ohne Arbeitsleistung des Arbeitnehmers zu zahlen (die Arbeitsleistung ist auch nicht nachzuholen), z.B. bei Annahmeverzug des Arbeitgebers, bei vom Arbeitgeber zu tragendem Betriebsrisiko, bei vom Arbeitgeber zu vertretender Unmöglichkeit der Arbeitsleistung sowie bei arbeitsunfähiger Erkrankung des Arbeitnehmers sowie sonstiger Arbeitsverhinderung, wie z.B. Stellensuche, Urlaub oder Feiertagen.

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