Arbeitsunfall

Ein Arbeitsunfall liegt nach dem SGB VII dann vor, wenn ein Versicherter im Rahmen seiner versicherten Tätigkeit einen Unfall erleidet.

Welche Personen gesetzlich versichert sind regelt § 2 SGB VII. Eine freiwillige Versicherungen (z.B. für Unternehmer) ist nach den Satzungen der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung (zumeist Berufsgenossenschaften) möglich.

Die versicherte Tätigkeit umfasst nicht nur die eigentliche berufliche Tätigkeit, sondern auch Fahrten, welche beruflich veranlasst sind (Wegeunfall). Zwischen dem Unfall und der versicherten Tätigkeit muss ein Zusammenhang bestehen, der z.B. nicht gegeben ist, wenn aufgrund eines hohen Blutalkoholwertes ein Unfall verursacht wird.

Ein Unfall liegt dann vor, wenn ein zeitlich begrenztes, von außen auf den Körper einwirkendes Ereignis zu einem Gesundheitsschaden oder zum Tod führt.

Die versicherte Tätigkeit muss auch für denn Unfall und dessen Folgen ursächlich sein (sog. haftungsbegründende Kausalität). Unter Umständen wird durch den Unfall ein anderer Körperschaden entdeckt, der jedoch nicht durch den Unfall verursacht ist, sondern bereits vorher bestand.

Die gesetzliche Unfallversicherung kommt für den Gesundheitsschaden aufgrund des Unfallereignisses auf.

Eine weitere Folge aus der gesetzlichen Unfallversicherung ist, dass eine Haftung anderer Arbeitnehmer oder des Unternehmers für ein Unfallereignis nach den §§ 104 ff SGB VII beschränkt wird.

Wichtig ist die Unterscheidung zu Unfällen im Straßenverkehr oder in der Freizeit. Hier greift unter Umständen eine private Unfallversicherung, wenn denn diese abgeschlossen wurde.

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