Altersteilzeit

Mit Hilfe einer Altersteilzeit kann durch Absenkung der Arbeitszeit (Gleichverteilungsmodell) oder vorzeitiger Beendigung einer aktiven Arbeitsphase (Blockmodell) der Ruhestand vorbereitet werden. Ziel war hierdurch auch das Freiwerden von Arbeitsplätzen für jüngere Arbeitnehmer. Die gesetzlichen Voraussetzungen hierfür sind im Altersteilgesetz (AtG) geregelt. Vereinzelt gibt es auch Tarifverträge hierzu.

Voraussetzung ist eine Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, wobei der Arbeitnehmer das 55. Lebensjahr vollendet und mindestens 1080 Kalendertage während der letzten 5 Jahren in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis gestanden haben muss.

Bei Erfüllen bestimmter Voraussetzungen (§ 3 AtG) wird das reduzierte Entgelt gem. § 4 AtG durch Leistungen der Agentur für Arbeit aufgestockt (Aufstockungsbeträge). Damit ist die Differenz zum urspünglichen Gehalt nicht mehr ganz so hoch. Dies gilt jedoch nur für Altersteilzeitverträge, deren Lauf vor dem 01.01.2010 begann (§ 1 II AtG).

Gerade im Hinblick auf das Blockmodell, was durch eine Aktiv- (es wird aktiv gearbeitet) und eine Passivphase (das Arbeitsverhältnis besteht zwar, aber die Leistungspflicht des Arbeitmehmers ruht) gekennzeichnet ist, ist die gesetzliche vorgeschriebene  Insolvenzsicherung entscheidend.

Der höchszulässige Zeitraum für eine Altersteilzeit beträgt (ohne etwaig andereren tariflichen Regelungen) drei Jahre. Mit Tarifverträgen beträgt die Höchstgrenze 10 Jahre.

Die soziale Sicherung (Kranken-, Arbeitslosen, Pflege- und Renenversicherung) ist während der Altersteilzeit abgesichert.
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