Unterschiede

Arktis - Antarktis


 

Was wir schon wissen:


Antarktis und Arktis sind zwei Gebiete, in denen Extrembedingungen vorherrschen.

ANTARKTIS:

Als Antarktis werden die um den Südpol gelegenen Land- und Meeresgebiete zusammengefasst. Der Kontinent ist nur temporär zu Forschungszwecken besiedelt.
Der Kontinent Antarktis wird von einer bis zu 4 km dicken Eisdecke bedeckt. 2% der Landmasse sind eisfrei. Es ist ein Speicher für den Großteil der globalen Süßwasservorräte und zugleich die größte zusammenhängende Inlandeismasse. Der Kontinent wird durch das Transantarktische Gebirge in zwei ungleichgroße Teile geteilt. Normalerweise bewegt sich das Eis auf der Landoberfläche ununterbrochen in Richtung Meer. Die Eisströme sind wie Flüsse, und bewegen sich viel schneller als das umliegende Eis. Nach tausenden von Jahren erreicht das Eis das Meer. An der Küste verliert das so genannte Schelfeis den Bodenkontakt und schwimmt auf dem Wasser. Dies kann stellenweise mehrere hundert Meter dick sein. Im Winter gefriert das Meer rund um die Antarktis. Dieses Treibeis ist üblicherweise nur ein bis zwei Meter dick. Es bildet sich um die Eisberge herum und gibt sie erst im Sommer wieder frei.
Die Antarktis ist der kälteste und trockenste Kontinent der Erde.
Die Niederschläge fallen immer in Form von Schnee. 
Im Landesinneren werden des öfteren Windgeschwindigkeiten von über 250 km/h gemessen. (siehe Bild1)


ARKTIS:

Im Unterschied zur Antarktis befindet sich im Nordpolargebiet ein tiefes Meeresbecken, das von einer mächtigen Eisschicht bedeckt ist.
Während des Winters, wenn die Temperatur des Nördlichen Eismeers unter -1,8°C fällt, gefriert das Meerwasser und es bildet sich eine große Eisdecke. Durch das warme Wasser des Golfstroms bleiben jedoch weite Teile des Meeres eisfrei. Während des Frühlings und des Sommers taut die Meereseisdecke langsam auf.
In den letzten 30 Jahren stieg die Temperatur um 2-3°. Nach Schätzungen soll die Arktis 2060 eisfrei sein. Die Geschwindigkeit der Eisschmelze hat in den letzten 3 Jahrzehnten dramatisch zugenommen.

 

Globale Erwärmung:

 

Im Zuge der globalen Klimaerwärmung ist die Eisfläche in den letzten 130 Jahren um fast 1/3 zurückgegangen. Die Folge ist ein Ansteigen des Meeresspiegels. Der veränderte Salzgehalt könnte Einfluss auf die Zirkulation der Meeresströmungen nehmen. Das bislang salzhaltigere Wasser im Nordpolarmeer ist mitverantwortlich für die Existenz des Golfstroms. Messungen zufolge hat sich der Golfstrom in den letzten Jahrzehnten verlangsamt. Eine weitere Abnahme des Salzgehaltes könnte möglicherweise ein Ausbleiben des Golfstroms verursachen. Dies zöge eine Veränderung des Klimas speziell in Europa nach sich.


Polartag und Polarnacht:


Der Polartag ist in den Polargebieten ein Zeitraum um die Sommersonnenwende. Während mindestens eines Tages sinkt die Sonne nicht unter den Horizont. Es ist also den ganzen Tag hell. 

Die Polarnacht ist in den Polargebieten ein Zeitraum um die Wintersonnenwende. Während mindestens eines Tages steigt die Sonne nicht vollständig über den Horizont. Es ist also den ganzen Tag dunkel.

Am geografischen Nordpol und Südpol dauert Polartag bzw. Polarnacht ca. ein halbes Jahr. An den Polarkreisen dauern sie genau einen Tag.
(Siehe Bild7)

 
Polarlichter/Auroras:

 

Das Nordlicht wird auch Aurora borealis, das Südlicht als Aurora australis bezeichnet, jedoch wird allgemein von Polarlicht oder Auroras gesprochen. Das Wort Aurora bedeutet aus dem lateinischen übersetzt Morgenröte.
Polarlichter entstehen, wenn elektrisch geladene Teilchen von der Magnetosphäre, hauptsächlich Elektronen, aber auch Protonen (Sonnenwind) und einige schwere Ionen (Sauerstoff-Ionen) auf die oberen Schichten der Erdatmosphäre treffen. Dort regen sie die vorhandenen Luftmoleküle zum Leuchten an.
Auch Kernwaffentests in hohen Atmosphären-Schichten (400 km) rufen solche Phänomene hervor, wie z. B. der Starfish-Prime-Test der USA am 9. Juli 1962. (siehe Bild12)

 

                                           Bild13: Magnetfeld der Erde

Magnetpole:


Magnetpole sind nicht mit den geographischen Polen übereinstimmende Pole des Magnetfelds der Erde. Der Winkel, um den die magnetische von der geographischen Nordrichtung abweicht, ist die magnetische Missweisung. Die Lage der magnetischen Pole ist Schwankungen unterworfen. Der Magnetpol im Norden ist physikalisch ein magnetischer Südpol, denn man hat einst den nach Norden weisenden Pol der Kompassnadel als magnetischen Nordpol definiert.

 

                            Bild12: Durch Nuklearwaffe entstandenes Licht

 

                                          Bild11: Polarlicht aus dem All

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Bild1: Klimadiagramm Wostok/Antarktis

 

Bild2: Russische Forschungsstation Wostok) 

 

 Bild3: Arktische Küste

 

 Bild4: Arktische Eislandschaft

 

 Bild5: Antarktis

 

 Bild6: Eisberge

 

Bild7: Entstehung von Polartag/-Nacht 

 

 Bild8: Fotosequenzen eines Polartages

 

 Bild9: Polarbänder

 

 Bild10: Mehrfarbiges Polarlicht