Nahrungsketten


 

Typische Lebewesen:

 

Nordpol (Arktis):

 

Die Artenvielfalt im Meer ist viel größer als am Land 

  • bis zu -70°C
  • Niederschläge bis 200 mm pro Jahr
  • Windgeschwindigkeit bis 250 km/h

Fauna:

Entgegen weit verbreiteter Meinung gibt es in der Arktis keine Pinguine.

Im Wasser:

  • Wale (Planktonfresser): 
         Blauwal
         Finnwal
         Grönlandwal
         Buckelwal
         Zwergwal
         Zahnwale
  •  Robben (Planktonfresser): 
        Hundsrobben
        Ohrenrobben
        Seelöwen
  • Robben (Kleintierfresser):  Walrosse

am Land:

  • Eisbär
  • Rentiere
  • Karibus
  • Moschusochsen
  • Polar-/ Eisfuchs
  • Schneehasen
  • Hermeline
  • Lemminge
  • Wölfe
  • Vögel:  Skuas, Basstölpel…

Flora:

  • 400 Arten von Blütenpflanzen
  • Landschaft: Tundra:
         Kriechsträucher
         Gräser
         Dichte Flechten-/Moosbestände


Südpol (Antarktis):

 

  • Artenvielfalt im Meer viel größer als am Land
  • Tiere müssen den extremen Bedingungen angepasst sein (gut isoliertes Fellkleid, dicke Speckschicht,…)
  • ca. 10.000 Tiere

Fauna:

am Meeresboden:

  • Vergleichbar mit den Riffen in Tropenregionen
  • Einige Individuen schon mehrere hundert Jahre alt
  • Antarktischer Meeresboden hat in diesen Zeiträumen keine größeren Veränderungen erfahren
  • Durch das Abrutschen von Eisbergen ins Meer werden die Lebensräume von Flora und Fauna zerstört (Eisbergfriedhof)
  •  Zerstörung hält oft über mehrere Jahrzehnte an. (siehe Bild1)
  • Die Wiederbesiedlung erfolgt im Laufe der Zeit durch Fische, Seesterne, Seeigel,…
  • Erst nach Jahrzehnten stellt sich wieder ein Gleichgewicht her (mit Rückkehr der Glasschwämme)

Vögel:

  • 90% Pinguine:  Kaiserpinguin (siehe Bild 2)
  • Adeliepinguin (siehe Bild 3)
  • Seesturmvögel (siehe Bild 4)
  • Silbersturmvögel (siehe Bild 5)
  • Königsalbatros (siehe Bild 6)

Andere Meeres- und Landtiere:

  • Krill
  • Fische
  • Wale
  • Kalmare
  • Seelöwen
  • Seehunde

Flora:

  • Nur 2 Arten von Blütenpflanzen (antarktische Schmiele, antarktische Perlwurz)
  • Flechten
  • Moose
  • Algen (am Eis, im Schnee, im Wasser,…)

 
Nahrungsketten:

 

Darunter versteht man eine Weitergabe von chemisch gebundener Sonnenenergie von Primärproduzenten über Konsumenten verschiedener Grade zu den Destruenten. Sie erfolgt durch mehrmaliges Fressen und Gefressenwerden.

 

Nahrungskette schematisch:

 

  • Produzenten (insbesondere Pflanzen) betreiben durch Sonneneinstrahlung Fotosynthese
  • Glucose-, Fett-, Eiweißherstellung --> Fließen Konsumenten erster Ordnung zu 
  • Konsumenten erster Ordnung (Pflanzenfresser) --> Fließen Konsumenten zweiter und höherer Ordnung zu
  • Konsumenten höherer Ordnung (Fleischfresser)
  • abgestorbene Biomasse
  • zersetzende Organismen (Destruenten):
    verarbeiten Abfälle der Organismen zu Mineralstoffen
  • Mineralstoffe fließen Produzenten zu

 

 
Nahrungskette Antarktis:

  

  • Einzellige Algen: auf Unterseite des Eises
    bei starker Sonnenstrahlung Fotosynthese
  • Glucose-, Fett-, Eiweißherstellung
  • fließen Konsumenten erster Ordnung zu:
  • Krill, u.a. Konsumenten --> Pinguine, Kalmare, Robben,… --> Orca, Killerwal, Seeleopard,… --> abgestorbene Biomasse --> Bakterien, Pilze,… --> verarbeiten Abfälle der Organismen zu Mineralstoffen


 
Krill „Walnahrung“ (erster Konsument):

Krill ist ein Kleinkrebs, der nur in Schwärmen vorzufinden ist.
Es existieren ungefähr 125 Mio. Tonnen Krill im ganzen Südpolarmeer.
Das Krill ist die Hauptnahrung vieler Wale, Robben,…


Die Eiablage erfolgt im offenen Meer. Die Eier sinken dabei auf eine Tiefe von bis zu 2000 Meter ab, dadurch sind sie vor Fressfeinden geschützt.
Nachdem die Larven geschlüpft sind, schwimmen sie wieder an die Wasseroberfläche. Dies kann bis zu einem Monat dauern. Sie schwimmen zurück in Richtung Küste und fressen sich Reserven an, damit sie den Winter überstehen.

Somit beginnt der Nahrungskettenkreislauf.

Bild1: Jahrzehntelange Zerstörung

 

Bild2: Kaiserpinguin

 

Bild3: Adeliepinguine

 

Bild4: Seesturmvogel

 

Bild5: Silbersturmvogel

 

Bild6: Königsalbatros