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Windacher Daunkogel

2.3.2011, 12:10 Uhr
statt die ganze Faschingswoche habe ich umdisponiert mit Freihaben. Mittwochnachmittag, Donnerstag und Freitag sollten wertigere Tage werden, als eine ganze Gammelwoche.
Das Programm schwirrt mir schon seit Tage im Kopf herum. Durchziehen! Solo, vollkommen wurscht! Aus Erfahrung weiß ich, daß solche Trips IMMER was bringen. Dauerhaft. Also los:
zum aufwärmen gibts: eine Gondelauffahrt mit der Stubaier Gletscherbahn zum Eisgrat. Runter zum 6-er Sessel "Rotadl", diesen rauf und weiter zum Daunschartenschlepper. Schon mal ein bißchen Schifahren und die "Regio" ausnutzen.
Dann wollte ich mit wenigen Stapfern die Daunscharte erklimmen, aber nixda. Oberschenkeltief und weiter sinke ich ein im frischen Powder. Sofort habe ich aufgefellt, auch wenn ich die Klebedinger lieber drinnengelassen hätte. Auf der Scharte pfeift (schon wieder....) der Blasius mir nur so um die Ohrwaschln.
Die Feller wieder runter und ich beeile mich, in die Scharte einzufahren in der Hoffnung, daß die scharfe Brise aufhört. Shit, es bläst weiter....
Ein paar Schwünge und ich bin unten am Sulztalferner und begreife, daß aus dem "hinübergleiten" zur Aufstiegsspur auf den Windacher Daunkogel nichts wird. Ich muß die Bindung auf Langlaufmodus stellen und rüberwandern. Nicht ein einziges Stückerl gefahren (!!), naja, zuviel der weißen Pracht am falschen Fleck.....
In der Ferne sehe ich die letzten Besucher "meines" Gipfels abfahren. Jetzt bin nur mehr ich am Gletscher. Ein zugleich beklemmendes als auch befreiendes Gefühl.......
Ich brauche über eine halbe Stunde vom Fuß der Scharte bis zur Aufstiegsspur. Bitterkalt wird es sogleich, als ich in den Schatten eintauche.
Der Wütenkarsattel ist aber bald erreicht und wie auf einem Thron steht die Hochstubaihütte da.
Den Gipfelgrat nehme ich mit Schi und es taugt mir extrem, als ich ein bißchen vor 16.00 Uhr nachmittag am Ziel bin.
Ich "mache Muskeln" und schreie mein Glück hinüber zur Hütte. Wenn da jemand war, hat er es gehört....
Das Herrichten zur Abfahrt dauert 5 Minuten und das powdern muß warten, vorher noch den abgeblasenen Grat runter und eine Plattenpulverpartie queren. Dann gehen sich ein paar Schwünge aus, weitergleiten in der Aufstiegsspur und über die nächsten zwei Steilstufen rauschts wieder. Den flachen Talkessel zur Ambergerhütte schlendere ich gemütlich hinaus, logge mich in der Hüttn ein und - das geht aber nur unter der Woche bei wenig Leuten - ich kriege ein Zimmer für mich ganz allein.

 

 
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