Hoadl-erste 11/12

09.10.2011 Axamer Lizum

Wer hätte das gedacht. Nachdem es vor gut drei Wochen schon „gegangen wäre“, von unserer Truppe jedoch keiner Zeit fand, bin ich also heute der erste (der 60er Gang), der die Tourensaison 2011/12 eröffnet.

Das Timing zwischen Steve und mir ist alles andere als perfekt, sodass wir uns total verfehlen und jeder etwas anderes unternimmt. Er – Winterwanderung Rumer & Arzler Alm, ich – Lizze Schitour.



Zweiter Versuch: Was Hilli wohl macht? Als er meinen Anruf entgegen nimmt, höre ich bereits sportliches Schnaufen und ich sehe ihn schon mit den Skiern Richtung Hoadl. Aber falsch gedacht. Er ist per Fuß Richtung Birgitzköpfl unterwegs und bereut die Brettln nicht dabei zu haben.

Also bleibts beim Soloing. Zumindest was die 60er Gang betrifft. Am Parkplatz sind gut zwischen 25 und 30 Autos. Demnach sind also genug Geier unterwegs.

Ich lege die Brettln bereits am Parkplatz an und verfolge die bereits gut begangene Spur. Ich schätze an die 15cm Schnee. Am Speicher vorbei zum ersten Anstieg als mir ein Kollege entgegenkommt. Er hat ein paar lässige Schwünge im Zielschuss der Damen gesetzt und ist jetzt im Flachstück hängen geblieben. „Und, alls klar“? „Ja, ja, geat schu so halberts. Besser war die Herren. Da isz flach.“


Uups, trotzdem aufpassen!



Danke für den Tipp, so mach ichs. Die Spur ist fein angelegt und es lässt sich gut folgen. Bei der Dole vorbei, das Flachstück entlang und kurz darauf am letzten Steilstück der Links-Rechts Kombination. Die Winterlandschaft ist perfekt. Zwischendurch kommt die Sonne gut heraus und es ist eine tolle Stimmung. Ich blicke zurück – und komisch – kein Mensch hinter mir.

Am Hoadl sitzen bereits gute 10 Touris im geschützten Vordach Bereich. Die Bänke laden regelrecht zum längeren Verweilen ein, denn die Sonne lässt sich wieder gut blicken und es ist pipifein. Es taut recht kräftig und von der Dachrinne tropft es rhythmisch herunter. Und so sitze ich eine gute halbe bis dreiviertel Stunde und genieße und beobachte die Leute. 

Schon komisch. Heutzutage scheint keiner mehr das „Griass di“ oder „Griass eich“ zu kennen. Von guten 20 !!! Neuankömmlingen, finden es gerade einmal 2 der Mühe wert, den Mund mittels Gruß zu bewegen. Schon komisch.

Nachdem ich mir so meinen Teil zusammengereimt habe, mache ich mich Abfahrtsbereit und biege rechts in die Herren. Der erste Hang deutet das an was sich weiter unten noch steigern sollte. Gut angefahren wird die ganze Hetz jetzt leider zu tief und zu weich und einfach – um eine oder zwei Stunden zu spät halt.


Um vielleicht doch noch ein paar Schwünge im Powder zu ergattern fahre ich relativ weit aus der Piste hinaus und werde sofort mit deftigem Krachen wieder zurück auf die Piste verwiesen.




Mit dieser Taktik kassiere ich also 4-5 mal eine Belag Watschen. Zum Glück nur leicht. Ich beende die Fahrt an der Stelle wo ich startete. Ein paar Kratzer im Ski, aufgepumpte Oberschenkel, einen Smile im Gesicht, und a guats Gfühl im Bauch.

Mei isch des bäääärig.


Fuzzi, 09.10.2011

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