Feedback als Teamhygiene

Diese Seite enthält:

    1. Warum Feedback?
    2. Was kann ich tun um Feedback gut zu nehmen / zu geben?
    3. Gute Vorbereitung auf das nächste Feedback Gespräch
    4. Tools

Warum Feedback?

"It’s not about the first-mover advantage; it’s about the fast-learner advantage."

Feedback ist wie Mundhygiene. Jeden Tag 3min Zähne putzen braucht nicht viel und ist bei den meisten von uns routiniert. Wir vergessen es nicht mehr. Vergisst man mal die Zähne zu putzen aber längere Zeit, dann fängt es richtig an weh zu tun und man muss zum Artz und bohren.

Warum Feedback?

Feedback ehrlich, empathisch und klar geben, ist der SCHLÜSSEL zu GUTER Selbstorganisation. Daher legen wir so viel wert auf regelmäßiges Feedback, an dem alle teilnehmen können.

Feedback ist wie Mundhygiene. Jeden Tag 3min Zähne putzen braucht nicht viel und ist bei den meisten von uns routiniert. Wir vergessen es nicht mehr. Vergisst man mal die Zähne zu putzen aber längere Zeit, dann fängt es richtig an weh zu tun und man muss zum Artz und bohren.

So ist es auch mit Feeback. Machen wir uns Feedback zur Routine, geht es schnell und es staut sich nichts an. Geben wir kein Feedback merken wir zu Beginn keinen Unterschied, bis sich etwas so angestaut hat, dass wir richtig Aufwand haben, den Konflikt zu lösen.

Das Wichtigstes zu erst! Unsere 72 Stunden Regel

  • Ich bin verantwortlich meine Spannung innerhalb von 72 Stunden anzusprechen
  • Tue ich dies nicht, muss ich die Spannung auch vergeben

Tools

Feedback nach jedem Meeting

Das sind Möglichkeiten einfach und schnell Feedback zu geben.

    • Nach dem Meeting, gemeinsam:
      • Abschlussrunde z.B. mit den Elementen: was war gut, was wollen wir beim nächsten Mal verbessert?
      • ROTI (return on time invested) abfragen: 5 = das war die beste Zeit meines Tages; 1 = das Meeting war Zeitverschwendung
    • Persönlich nach dem Meeting:
      • Such dir z.B. eine Person, der du Feedback geben möchtest. Positives Feedback ist dabei genauso wichtig und hilfreich, wie negatives Feedback. Sag v.a. was du feedbacken möchtest und was es in dir ausgelöst hat.
      • Such dir eine Person von der du Feedback möchtest.



Seperator State

"Freiheit ist der Moment zwischen Auslöser und Reaktion"

Es geht beim Seperator State darum, dass du kurz Distanz zwischen die Situation und dich bringst.

Z.B. wenn dich etwas triggert, stresst o.ä. was dich aus deiner Handlungsfähigkeit bringt. Du machste eine "Übersprungshandlung". Du stehst auf, holst Wasser, gehst kurz auf die Toilette, etc. Das Ziel ist kurz Zeit zu haben dich zu sammeln und in der Art in der du möchtest zu reagieren.



Spannungen in Holacracy Meetings prozessieren

    • Ich habe eine Spannung damit, die meine Arbeit betrifft. Z.b. weiß ich nicht, ob mein*e Kollege*in ihre Arbeit erledigt.
    • Möglichkeiten des Prozessierens:
      • direktes Gespräch: vielleicht liegt ein generelles (Vertrauens-) Thema darunter. Sprecht darüber! Findet Wege euch kennenzulernen und Vertrauen aufzubauen
      • Tactical: Im Tactical reportet jedes Teammitglied über die eigene Arbeit. Wenn du den Eindruck hast, gewisse Aufgaben werden nicht erledigt, bring es als Spannung ins Tactical ein.
      • Governance: Vielleicht stellt ihr aus einem der oberen Punkte fest, dass es eine Verantwortungsdifussion gibt. Macht ein Tactical, indem ihr die Erledigung einer Aufgabe in den Verantwortungsbereich einer Rolle schreibt. Oder ihr definiert einen Prozess, indem die Aufgabenerledigung sichergestellt wird.


Companions ...

... sind für Herausforderungen, die systemisch liegen, aber nicht ins Governance gehören. Oder für Herausforderungen, die du mit deinem Gegenüber nicht allein lösen kannst.


Organisations-Check-up

Spannungen, die die ganze Organisation betreffen. Bitte mit der Angabe, was du brauchst (wie beim Tactical)


Regelmäßige Prozesse zur Konfliktlösung (Laloux)

  • In der ESBZ, einer Schule in Berlin, kommt jede Klasse einmal in der Woche zu einem festen Zeitpunkt zusammen, um Spannungen in der Gruppe zu besprechen und einen Umgang damit zu finden. Das Treffen wird von einem Studenten moderiert, der eine Reihe von Grundregeln bereithält, damit das Gespräch sicher ist. Hier können die Gesprächsregeln nach Scott Peck dienlich sein.
  • In Heiligenfeld (Klinik) bewertet die gesamte Klinik die Interaktion von ihrem Team mit anderen. Diese "Heat map" zeigt welche Teams sich unterhalten sollten, um ihre Kommunikation zu verbessern.
  • Heiligenfeld veranstaltet außerdem monatliche Treffen zu Themen, die die Organisation betreffen. Jede*r kann teilnehmen. Eine Person bereitet einen Impuls, eine Frage o.ä.vor. Das Ziel ist sich weiterzubilden oder persönlich etwas zu lernen, nicht unbedingt die Organisation zu verbessern.
  • RHD unternimmt zweiwöchentlich ein “-ismen am Arbeitsplatz" Meeting. Alle, die denken die Organisation sollte mehr Augenmerk auf spezifische Themen, wie Rassismus, Sexismus, oder andere “-ismen” können am Meeting teilnehmen.