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Kleiner, kompakter, portabler: Eine neue Drohnenkategorie die nicht nur für Freizeit-Piloten epochal sein dürfte

veröffentlicht um 05.10.2016, 17:34 von Beat Kälin   [ aktualisiert: 05.10.2016, 17:59 ]

Ende September 2016 berichtete UAW.aero über die angekündigte GoPro Karma-Drohne welche sich locker in einen Rucksack verstauen lässt. Wenige Tage später zog der chinesische Drohnenhersteller DJI nach und präsentierte ebenfalls eine mit einem Klappmechanismus gebaute Drohne. Im Handumdrehen kann die DJI-Drohne auf die Fläche einer Wasserflasche verkleinert werden. Das frisch geborene Luftvehikel nennt sich DJI Mavic Pro und soll laut Fachkreisen nochmal eine Spur portabler sein als die von uns in einem Bericht vorgestellte GoPro Karma. 

ZÜRICH - Die Entwickler vom chinesischen Drohnenhersteller DJI entwarfen ihr neustes Modell bewusst für Personen welche viel unterwegs sind. Mit 27 Minuten Flugzeit, einem integrierten 3-Achsen Gimbal und einem Faltmechanismus steht das Fluggerät nicht im geringsten Schatten des oben genannten Konkurrenten von GoPro. Beide Drohnen, sei es die DJI Mavic oder die GoPro Karma schiessen Bilder in 4K-Qualität. Beide lassen sich zusammenklappen und in einem Rucksack tragen, beide verfügen über einen 3-Achsen-Bildstabilisator und beide kosten etwas mehr als 1000 US-Dollar. Vom Äusseren her erinnert die DJI Mavic ein wenig an die Drohnen welche man aus dem Rennsport kennt.

Raffinierte Technik soll Kollisionen verhindern und Objekten folgen
Die aus bisherigen DJI-Modellen bekannten "intelligenten" Flugmodi werden auch bei der Mavic eingesetzt. Für das neue FlightAutonomy-System werden 5 Kameras, Ultraschall sowie zwei GPS-Streams benötigt um die Drohne stabil in der Luft zu halten und eine Hinderniserkennung zu gewährleisten. Während des Fluges bleibt die DJI-Drohne bis zu einer Windgeschwindigkeit von rund 39 km/h ruhig in der Luft. Hindernisse in 15 Meter Entfernung sollen bei einer Geschwindigkeit von bis zu 36 km/h von der Drohne erkannt und vermieden werden. Das Fluggerät soll automatisch rechtzeitig Stoppen oder zum Ausweichen gebracht werden. Die Mavic Pro bietet verschiedene Fluggeschwindigkeiten; im Sport-Modus beschleunigt sie auf bis zu knapp 65 km/h und soll so besonders beeindruckende Flugbilder aufzeichnen. Auch für ganz langsame Überflüge ist die Mavic Pro geeignet – mit einer Geschwindigkeit von 3,6 km/h. Geht dem Akku der Saft aus oder erreicht die Mavic Pro die maximale Funkreichweite, kehrt sie automatisch zum Ausgangspunkt zurück. Auch in geschlossenen Räumen fliegt die Drohne – dank Ultraschall, der das GPS-Signal ersetzt. Ergänzend wurde auch das DJI ActiveTrack-System weiter ausgebaut und entwickelt. Laut Hersteller ist dieses System sogar nun in der Lage, Objekte wie Autos, Fussgänger, Velofahrer und sogar einige Tiere zu erkennen und diesen per Knopfdruck automatisch zu folgen. Damit es in hügligen Landschaften zu keinem "Unglück" kommt, gibt es eine Option, dass die Drohne dem Objekt in einer eingestellten Höhe konstant folgt.

Enorme Reichweite der Fernsteuerung durch neue Technologie
Mit einer neuen Technologie, DJI nennt sie "OcuSync", ist es möglich, das Bild aus der Drohne auf eine Entfernung von bis zu 7 km auf das Display in Full-HD-Qualität zu streamen. An dieser Stelle weist UAW.aero ausschliesslich darauf hin, dass diese Entfernung in der Schweiz nicht zulässig ist, da Sie als Pilotin oder Pilot immer Ihre Drohne in Blickkontakt halten müsst und zwar ohne Feldstecher oder anderem Schnickschnack.

System soll das Aufsteigen in Flugverbotszonen verhindern
Wer bereits DJI-User ist kennt vielleicht das GeoFencing-System. Das System verhindert das Aufsteigen in Flugverbotszonen. Auch können bei dem DJI-System kurzfristige und temporäre Flugverbotszonen eingerichtet werden, zum Beispiel bei grossen Events oder vom BAZL verhängte Flugverbotszonen aufgrund eines Zwischenfalls, wie kürzlich erlebt im Gotthardmassiv nach dem Super Puma-Unfall.

Preis und Verfügbarkeit
Die Mavic Pro ist ab sofort im Online-Shop von DJI zum Preis von 1199 Euro mit Fernbedienung vorbestellbar und wird bereits ab Mitte Oktober 2016 ausgeliefert.

Als weiteres Gadget gibt es zur Drohne eine Videobrille mit zwei OLED-Displays - jeweils mit Full-HD-Auflösung. Die Brille steuert die Drohne stets in Blickrichtung und zeigt 1:1 die Videos aus der Luft. UAW.aero weist mit Nachdruck daraufhin, dass es in der Schweiz nicht erlaubt ist, eine Drohne NUR per Video-Screen oder Video-Brille zu fliegen. Für den Fall, dass Sie das trotzdem machen wollen, benötigen Sie eine zweite Person als Operateur, der den Flug überwacht und bei Bedarf jederzeit in die Steuerung des Fluggerätes eingreifen kann. Der Operateur muss sich am gleichen Standort befinden wie der Pilot.

Bildquelle: DJI.com



(Bilder: DJI)

GoPro lanciert eigene Drohne

veröffentlicht um 20.09.2016, 15:06 von Beat Kälin   [ aktualisiert: 20.09.2016, 15:37 ]

Auf vielen Filmsets sind sie nicht mehr wegzudenken, die kleinen und kompakten Actioncams. Der wohl bekannteste Hersteller solcher Kameras ist unbestritten das US-amerikanische Unternehmen "GoPro". Genau dieses Unternehmen hat nun eine eigene Drohne entwickelt und anfangs Woche präsentiert - die "GoPro Karma".

RICH/LOS ANGELES - Die Drohne zeichnet sich durch ihre Kleinigkeit aus und lässt sich zudem durch eine ausgeklügelte Technik "zusammenfalten". Dank dieser Eigenschaft lässt sich die Drohne wunderbar auf Rucksackgrösse zusammenlegen (36,5 × 22,5 Zentimeter). Im geöffneten Zustand betragen die Masse samt Rotorblättern etwa 81 cm × 92 cm × 12 cm. Übrigens: Ein Transportrucksack wird beim Kauf der Drohne mitgeliefert.

Kleine Drohne - Grosse Technik
Die "GoPro Karma" wiegt gut 1 Kilogramm und ist somit ein wahrliches Leichtgewicht. Anders als bei anderen Hersteller ist bei der GoPro-Drohne keine feste Kamera eingebaut. Kompatibel ist die Drohne natürlich mit der neuen GoPro Hero 5 Black/ Hero 5 Session oder auch mit der zwei Jahre älteren GoPro Hero 4 (Silver und Black). Die Kamera wird anders als bei anderen Herstellern an der Drohnenfront montiert. Das soll verhindern, dass die Rotoren bei schnellem Flug im Bild erscheinen. Bedient wird das unbemannte Fluggerät mit einer 625 Gramm schweren Fernsteuerung (2,4-GHz-Band) die mit einem aufklappbaren 5-Zoll-Touchscreen ausgestattet ist. Die maximale Entfernung von der Fernsteuerung zur Drohne beträgt rund 1000 Meter. Solche Entfernungen bringen jedoch einem Schweizer "Piloten"  bzw. Drohnenoperateur nichts, da in der Schweiz in der Soloanwendung (!) nur auf "Sichtweite" geflogen werden darf. Der Drohnen-Akku hält rund 20 Minuten und lässt sich mit wenigen Handgriffen wechseln. 

Gimbal lässt sich ohne Drohne verwenden
Ebenfalls ein spannendes Feature an der GoPro Karma ist die 3-Achsen-Halterung (Gimbal) für die Kamera. Sie ist in kurzer Zeit demontiert und lässt sich ohne Drohne bedienen. Erinnert uns ein wenig an das System von DJI (Osmo).

Alles andere als günstig - Markteintritt in den nächsten Wochen
Der definitive Preis der GoPro-Drohne ist für die Schweiz noch nicht bekannt. In Amerika kostet das Gerät jedoch ohne Kamera rund 800 Dollar. Dazu kommt noch der Preis einer Kamera (falls man noch keine hat) welcher mit ca. 460 CHF (GoPro 5 Black) zu Buche schlägt. Laut Hersteller wird die Drohne in der letzten Oktoberwoche 2016 in der Schweiz erhältlich sein. 


(Bildquelle: GoPro)

Drohnen-Filmfestivals sind weltweit auf dem Vormarsch

veröffentlicht um 18.09.2016, 13:33 von Beat Kälin   [ aktualisiert: 18.09.2016, 14:01 ]

Wer kennt sie nicht, die grossen Filmfestivals in Cannes, Berlin oder bei uns in Locarno - doch von einem Drohnen-Filmfestival sei es in der Schweiz oder im Ausland haben wohl nur die wenigsten Kenntnis. Doch es gibt sie - und sie sind auf dem Vormarsch.

ZÜRICH - In den letzten Jahren haben Drohnen eine völlig neue Sparte bei den professionellen Kameraleuten/Fotografen eröffnet. Immer mehr Film-Regisseure im In- und Ausland setzen deshalb auf den Einsatz von Drohnensystemen. Bei Werbeproduktionen zählen sie heute ohnehin längst zur Standardausstattung. Die Tatsache, dass eine Kombination aus Drohne und einer digitalen Kamera ebenso schwindelerregende wie spektakuläre Blicke von oben herab bieten kann – und das bei relativ geringen Kosten – lockt neben den Profis auch immer mehr Hobbyfilmer. Und was die abliefern, kann sich in Sachen Kreativität und Qualität oft mehr als sehen lassen. Nun will man der breiten Masse diese Arbeiten aus der Luft zugänglich machen - so entstehen auf der ganzen Welt Drohnen Film-Festivals.

Von New York bis London
2014 entstanden die ersten Drohnen-Filmfestivals, zurückzuführen auf die immer mehr wachsende Popularität der unbemannten Flugeräte und deren filmischen / fotografischen Resultaten. Im Frühjahr 2016 fand das dritte New York City Drone Film Festival statt und begeisterte erneut ein grosses Publikum. Es wurden 350 Filme
eingereicht - aus 45 Ländern. Es nahmen 5000 Leute am Event teil und mit 350 Millionen Media Kontakten schreiben die Veranstalter von einem "riesigen Erfolg". Aber nicht nur in New York werden Drohnenfilme ausgezeichnet, sondern auch in Europa. Mitte Mai fand in England das "London Drone Film Festival" statt, im August ging das erste "Drone Up International Film Festival" in Plovdiv in Bulgarien über die Bühne.

Wir haben Ihnen die größten Drohnenfilmfestivals nachstehend aufgeführt von welchen wir Kenntnis haben.

Italien:
http://drone-filmfestival.com

Frankreich:
http://www.drone-festival.com

England:
http://www.londondronefilmfestival.com 
http://www.dronefestival.co.uk

Polen:
http://dronfestiwal.pl

Bulgarien:
http://www.droneup-iff.com

USA:
http://www.nycdronefilmfestival.com 
http://www.bayareadroneff.com 
https://filmfreeway.com/festival/ctdroneday

Australien:
http://www.droneactioncamerafilmfestival.com

Kennen Sie ebenfalls ein Drohnen-Filmfestival oder waren Sie schon einmal an einem dabei als Gast oder sogar als Teilnehmer? 
Lassen's Sie uns wissen.

 

Bundesrat verabschiedet LFG 1+ - vorerst keine NoDrone-Zone um Spitallandeplätze

veröffentlicht um 01.09.2016, 00:31 von Dominik Jenzer

Entgegen dem ersten Entwurf, welcher Spitallandeplätze zu Flugplätzen gemacht hat, ist diese Regelung in der Revision des Luftfahrtgesetzes (LFG 1+) nicht mehr enthalten. Gestern (31. August 2016) hat der Bundesrat die Vernehmlassung zur Kenntnis genommen und die Botschaft sowie den Gesetzesentwurf verabschiedet.

Während der ersten Vernehmlassungsrunde hat auch unser Mitglied Dominik Jenzer eine Eingabe hierzu eingereicht und auf die besonderen Umstände bei den Spitälern und den daraus folgenden Konsequenzen für unbemannte Luftfahrzeuge hingewiesen. Innerhalb von 5km währen keine Flüge mehr ohne Bewilligung zugelassen gewesen!

Die Medienmitteilung des Bundes mit Links zur Teilrevision: https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-63570.html

EASA publiziert ihren Regulierungsvorschlag für UAS

veröffentlicht um 28.08.2016, 11:40 von Dominik Jenzer   [ aktualisiert: 29.08.2016, 02:24 ]

Auf Empfehlung der Europäischen Kommission, der Mitgliedstaten und weiteren Stakeholdern hat die EASA entschieden einen Regulations-Entwurf für die Kategorien "Open" und "Specific" zu erstellen. Dieser Prototyp schlägt Regelungen vor, welche Klarheit darüber schafft, welche Verantwortlichkeiten den Mitgliedstaten obliegt und welchen Regelungsspielraum ihnen verbleibt. Der formale Regelungsprozess folgt im Anschluss einer weiteren Konsultationsrunde der Stakeholder. Zudem veröffentlicht die EASA eine Erklärung zum Prototyp der wichtige Hintergrundinformationen enthält.

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