TG Höxter

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    Taucherstammtisch April

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    2007

    Eine Tauchfahrt gen’ Osten

     

    Auf nach Thüringen, zu den Sundhäuser Seen, über Göttingen, A38 bis kurz vor Nordhausen. Ohne Navi hätten wir das nicht auf Anhieb gefunden.

    2 Taucherbullis mit 10 Personen an Bord wollten sich mal den Möwen- und Sundhäuser-See näher von „innen“ ansehen, sprich betauchen. Gesagt, getan... und los! Okay, wir fanden einen Einstieg, der nicht so bevölkert war wie in der Nähe der Tauchbasis. Dort herrschte nämlich fröhliche Camping-Atmosphäre mit allem drum und dran.

    Die Sicht war vielversprechend, die Unterwasserlandschaft abwechslungsreich, verglichen mit unseren heimischen Seen: Seegras, Hügelformationen, Felsen, Muscheln und Krebse, Millionen davon winzigklein treibend im Wasser wie Schneeflocken. Die zum Teil recht großen Exemplare saßen auf dem Grund – Gott sei Dank, denn ich bin kein Fan von diesen „Krabbeltieren“. Sie erzeugen eher eine Gänsehaut bei mir... muss ich nicht haben und schon gar nicht anfassen. Wo sind nur die Fische?

    Dagmar und ich als Tauchteam haben selbst unter Aufbieten all unserer Fantasie nichts gesehen, was in etwas Ähnlichkeit mit einem Fisch haben könnte.

    Die anderen Teams hatten natürlich alles gesehen – auch Fische, und sogar gleich mehrere!

    Also, in einem 2. Versuch wollten wir es jetzt aber genau wissen, denn auch blinde Hühner sollen hin und wieder mal ein Korn finden, heißt es. Traf auf uns nicht zu... kein Kompass, keine Orientierung unter Wasser bedingt durch die seltsamen Hügelformationen, die uns glauben ließen, wir würden entlang des Ufers tauchen. Denkste, fast gegenüber unserer Einstiefstelle, nahe dem Ufer tauchten wir auf und mussten in 1m Wassertiefe quasi zurückschwimmen. Das kostete Kraft und Mühe und ich stand kurz vor nem Wadenkrampf in dem doch nun kalten Wasser.

    So löste das Ertauchen des Sundhäuser Sees bei uns beiden eher gedämpfte Begeisterung aus, was einmal an uns und dann an dem fehlenden Equipment lag. Gekrönt wurde der Ausflug dann noch von dem Supersound unseres Bullis mit einem defekten Auspufftopf ab der Hälfte der Rückfahrt. So röhrten wir durch die Dörfer. Nur Pö zeigte sich davon wenig beeindruckt und genoss ganz offensichtlich die sonnige Fahrt durch den grünen Solling in vollen Zügen.

    Wir anderen stellten unsere Gespräche ein um unsere Stimmbänder zu schonen und dösten vor uns hin bis zur Taucherhalle in HX.

    Fazit: Wir werden noch einen Tauchversuch starten – diesmal mit Kompass und Plastikfisch, für alle Fälle J. Die Sicht ist gut und die Einstiege sinds auch. Schade, dass man doch fast 2 Stunden Anfahrzeit hat. Also früh aufstehen und früh los, damit es sich auch wirklich lohnt und nicht Hetze wird. Ach ja, und für den Bulli sollten wir vielleicht Ersatzteile dabei haben, man weiß ja nie, mit welcher Überraschung er das nächste Mal aufwartet. 

    G.D.

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