Einsatz im Unterricht

Lehrer  investieren mit durchschnittlich 45 bis 55 Wochenarbeitsstunden sehr viel Energie, Zeit und Ressourcen in die Gestaltung ihres Unterrichts. Trotzdem werden sie von unterschiedlichen Seiten, oft zu Unrecht, mit Vorwürfen konfrontiert, schlechten Unterricht zu machen bzw. schlechte Lehrkräfte zu sein. Weil Lehrer sich an den Rahmenlehrplänen orientieren müssen, verfolgen sie mit ihrem Unterricht Ziele, die in der Regel weder zeitgemäß sind noch den Bedürfnissen und Interessen der Schüler gerecht werden.

Agiles Lernen für die Schule im Allgemeinen


Agile Werte bilden das Fundament

Agile Prinzipien basieren auf agilen Werten und bilden Handlungsgrundsätze

  1. Der Übergang zwischen Prinzipien und Methoden ist fließend

  2. eigentlich falsche Verwendung des Begriffs Methode für Prinzipien wird von den Vertretern agiler Methoden teilweise bewusst eingesetzt

Agile Methoden sind konkrete Verfahren während der Softwareentwicklung, die sich auf Werte und Prinzipien stützen.


Was ist Agiles Lernen für die Schule?

  • Agiles Lernen als Bildungsframework ist eine semi-vollständige Unterrichtsphilosophie/Unterrichtskonzept basierend auf den Maßstäben des Projektlernens und des Projektbasierten Lernens.

  • Es stellt für andere individuelle Unterrichtskonzepte eine wiederverwendbare, gemeinsame Struktur zur Verfügung

    • Lehrer bauen das Framework in ihren eigenen Unterricht ein und erweitern es derart, dass es ihren eigenen Anforderungen entspricht

  • Frameworks bieten eine kohärente Struktur an, im Gegensatz zu Toolkits (Methodenbaukästen), die eine einfache Menge von Hilfsklassen darstellen

Die Werte Agilen Lernens für die Schule:

Guter Unterricht ist immer eine Frage des Datums und der Gelegenheit. Alles befindet sich im Wandel und Unterricht/Schule muss dies auch tun und beibringen:

  • Freiheit, Vertrauen und Verbindlichkeit, Innovation und Kreativität

  • Eigene Träume zu entwickeln,

  • das Leben nach eigenen Bedürfnissen gestalten zu können

  • Wir fördern Stärken individuell: Nicht die Ziele Anderer werden erreicht, sondern mit Anderen zusammen die eigenen Ziele

  • Guter Unterricht wird erst durch Menschen gut und nicht durch “gute” Methoden

  • Lernen aus Motivation Ziele zu erreichen als um des reinen Lernens willen

  • Kinder und Jugendliche dabei helfen, eigene Talente zu entdecken und zu entwickeln.

  • durch gemeinsames Lernen besser werden als sich durch Konkurrenzkämpfe auszubremsen

  • Gute Erfahrungen miteinander teilen, damit alle davon profitieren können

  • Das Erreichen von Leistungen als Teil des Prozesses über das “Horten” guter Noten um der Noten Willen

  • Inklusion für alle: Jeder kann Lehren und Lernen über feste Rollenverteilungen


Die Prinzipien Agilen Lernens:

Handlungsaufforderungen zur Umsetzung Agilen Lernens

  • Prozessorientierung (Zielsetzung, Planung, Durchführung, Reflexion)

    • Sei dir immer bewusst, was dein Ziel/ das Ziel deines Projektes ist!

    • Hol dir Hilfe, wenn du nicht weiter kommst!

    • Unterstütze andere!

  • Kommunikation

    • Tausche dich möglichst viel über deine Lern- und Lehrerfahrungen aus

      • Lehrer - Schüler

      • Schüler - Lehrer

      • Schüler - Schüler

      • Coach - Lehrer

      • Coach - Coach

      • Lehrer - Lehrer

  • Dokumentation

    • Dokumentiere alle Lern- und Lehrarfahrungen, die du gemacht hast.













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