Energielehrpfad, Projekte und Modellvorhaben

Download Flyer
Auf 3 Einzelrouten verbindet der Lehrpfad spielerisch und lehrreich zugleich Stationen, an denen die Nutzung von Alternativen Energien und der effiziente Umgang beim Energieverbrauch erlebbar werden.
An dem insgesamt ca. 20 km langem Pfad reihen sich Solarstrom und -thermie, Biogas, Wasserkraft,  Energiepflanzenfelder und vieles mehr in die reizvolle Landschaft des Lausitzer Gefildes um Göda. Viele Jahre  Energiegeschichte spannen sich zwischen einer alten Wassermühle und einer hochmodernen heutigen Mühle, nur wenig von einander entfernt.
Daneben wird Energie noch auf anderen Ebenen erlebbar. Z.B. die innere Energie des Menschen wird thematisiert und kann gleichzeitig in wunderbarer Umgebung am besten zu Fuß oder per Rad wieder aufgetankt werden.

Auf dem Flyer (>Download<) sind die Pfade mit den Station sowie landschaftlichen esonderheiten beschrieben, detaillierte Informationen können jederzeit über Links, die auf die Untermenüpunkte auf unserer Homepage führen nachgelesen werden.

Manche Energieprojekte wurden durch Privatleute und Unternehmen, andere durch den Verein initiert. Allen gemeinsam ist, dass sie die Gemeinde Göda der lokalen Energiewende näher bringen.

Wir wünschen viel Spaß beim Durchstöbern der Seiten, beim Erwandern oder Erradeln der Stationen durch unsere reizvolle Heimat, und manche zur Nachahmung motiverende Entdeckung!

Wir freuen uns über Lob, Anregungen, Kritik oder Rückfragen unter an
info (at) energie-goeda.de!

Außerdem danken wir der Kreissparkasse Bautzen für die finanzielle Unterstützung sowie dem: © Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen (GeoSN) 2016 für das Geodaten-Kartenmaterial!

Geordnet nach den Pfaden (Objekt-Seiten verlinkt):

Kurze Einführung - Erneuerbare Energien und Energieeffizienz


Fotovoltaik: Solarstrom-Anlagen wandeln  über Einzelnmodule eingefangenes Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom um und speisen diesen über Wechselrichter in das Haus- oder öffentliche Netz ein. Sich stark reduzierende Kosten der Anlagenkomponenten  senken  die  Stromgestehungskosten,  anspruchsvoll ist die saisonale Ertragsverteilung.

Solarthermie:  Diese Anlagen  in  Kombination  mit  Pufferspeichern  können  damit  im  Sommer  die  komplette Warmwasserversorgung übernehmen sowie im restlichen Jahr die Heizung 
unterstützen. 

Wärmepumpen: Sie stellen Wärme für die Raumheizung bereit, erwärmen Trink- und Brauchwasser indem sie die Umgebungwärme (z.B. Luft, Erdreich, Wasser) nutzen. Eine Kilowattstunde Strom wird dabei zu bis zu 5 Kilowattstunden Wärme. Sie sind damit ein wichtiges Bindeglied für die erneuerbare Wärmewirtschaft.

Energetische Sanierung: Ca. ein Drittel aller Energie wird für die Gebäudebeheizung verbraucht. Durch gute Dämmung, Isolierfenster, ein Heizungssystem mit hohem Wirkungsgrad und eine Lüftung mit Wärmerückgewinnung kann der Energiebedarf von Bestandsgebäuden bis auf 10% reduziert werden (Faktor 
10). Das Maßnahmenbündel zur Minimierung des Energieverbrauchs ist wirtschaftlich zu optimieren. 

Biogas:  Bakterien  verwandeln  biologische  Rohrstoffe  in  ein Brenngas, das in Strom und Wärme verwandelt wird. Großer Vorteil ist die Speicherbarkeit der Bioenergie, die somit Windund Sonnenflauten ausgleichen kann. 

Miscanthus: Diese besonders schnellwüchsige Pflanze ist eine Dauerkultur. Einmal angeplanzt, kann sie über mind. 20 Jahre immer nach der Wintertrocknung geerntet werden. Sie benötigt geringe  bis  keine  Düngung  und  Pflanzenschutz.  Sie  wird  als Energiepflanze und als Dämmstoff eingesetzt.

Wasserkraft: Je mehr Wasser in Abhängigkeit der Niederschläge und je höher die Fallhöhe, desto größer der Energieertrag einer Wasserkraftanlage. Früher waren Wassermühlen eine der wichtigsten technischen Energieformen. Turbinen und Generatoren leisten z.T. schon über 100 Jahre zuverlässig ihren Dienst.

Windkraft: Abgesehen von kurzen Flauten steht Wind über das ganze Jahr, besonders im Winter, gut verteilt zur Verfügung. Der Einfluss der Windräder auf das Landschaftsbild muss gut abgewogen werden.


Ċ
Martin Schneider,
27.04.2016, 22:45