LeCHE Blog

Time to ditch milk? Exploring the dairy dilemma

Dairy’s going out of favour – and it’s being implicated in everything from upset stomachs to cancer. What’s the truth and are the alternatives any better?

https://www.newscientist.com/article/mg22730310-200-time-to-ditch-milk-exploring-the-dairy-dilemma/


Michela Leonardi: Lactase persistence and milk consumption in Europe. An interdisciplinary approach involving genetics and archaeology

featured in Documenta Praehistorica XL (2013) DOI> 10.4312\dp.40.8 (10. Dec. 2013)

https://docs.google.com/a/palaeome.org/viewer?a=v&pid=sites&srcid=cGFsYWVvbWUub3JnfGxlY2hlfGd4OjNiNGRiOTE4ZmFiMGFhZjc


LeCHE:The milk revolution: ovvero, selezione naturale in azioneeatured

featured in Pikaia, Italy´s most popular science website (27. Nov. 2013)

http://www.pikaia.eu/easyne2/LYT.aspx?Code=Pikaia&IDLYT=425&ST=SQL&SQL=ID_Documento%3D7116


Dr. Hege Hollund: New and cheaper method to screen ancient bones for DNA:

 featured in Past Horizonts (18. Aug. 2013)

featured in German IDW

Die Milch-Revolution

Forschungsprojekte mit Mainzer Beteiligung zeigen Ausbreitung der Landwirtschaft und Entstehung der Laktase-Persistenz in der Jungsteinzeit

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Forscher des Initial Training Network BEAN besuchen Ausgrabungen im Westen Anatoliens Foto: © Joachim Burger

„Die Milch-Revolution“ (The milk revolution) überschreibt das renommierte Wissenschaftsmagazin Nature einen Beitrag über die Forschungsarbeiten des EU-Projekts LeCHE, das in mehrjähriger, außerordentlich erfolgreicher Arbeit die Ausbreitung der Milchwirtschaft in Europa und die Entwicklung der Milchverträglichkeit aufgedeckt hat. Mit dem Übergang von Jäger- und Sammlerkulturen zu sesshaften Bauern in der Jungsteinzeit kam auch die Nutzung von Milchtieren auf und verbreitete sich vom Nahen Osten über ganz Europa. Die Verarbeitung von Milch zu Käse und Joghurt trug wesentlich zur Entwicklung der Milchwirtschaft bei, da so der Lactosegehalt der Frischmilch auf verträgliche Maße reduziert werden konnte und den Menschen damit wertvolle Nahrungsmittel zur Verfügung standen. Lactose, also der Milchzucker in frischer Milch, konnte bis vor 8.000 Jahren ansonsten nur im Kindesalter verdaut werden, weil sich die körpereigene Produktion des Enzyms Lactase anschließend verliert. Kurz bevor die ersten Bauern Europa besiedelten, kam es zu einer genetischen Mutation, die zur dauerhaften Ausschüttung von Lactase führte, sodass seit dieser Zeit immer mehr Erwachsene in Mittel- und Nordeuropa Milch trinken und verdauen können.

„Diese Milch-Revolution in zwei Schritten könnte der entscheidende Faktor gewesen sein, dass Bauern und Tierhüter aus dem Süden über Europa hinwegfegen und die Jäger- und Sammlerkulturen ersetzen konnten, die zuvor Tausende von Jahren dort gelebt hatten“, heißt es in dem Nature-Bericht über die LeCHE-Forschungen. Das EU-Ausbildungsnetzwerk mit 12 Doktoranden und ihren Betreuern aus unterschiedlichen Disziplinen – Anthropologen, Archäologen, Chemiker und Genetiker – hat seit 2009 die Rolle von Milch, Käse und Joghurt bei der frühen Besiedlung Europas untersucht und zahlreiche hochrangige Publikationen dazu veröffentlicht.

Von Seiten der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) war an dem EU-Projekt der Anthropologe Univ.-Prof. Dr. Joachim Burger sowohl bei der Gründung als auch bei den Forschungsarbeiten maßgeblich beteiligt. „Um die Bedeutung einzuschätzen, muss man bedenken, dass ein großer Teil aller heutigen Mittel- und Nordeuropäer eine nur kleine Gruppe von neolithischen Ackerbauern als Vorfahren hat, die zufällig in der Lage waren, auch nach dem Abstillen Frischmilch zu verdauen“, so der Mainzer Anthropologe. Sein Team hat die Laktase-Persistenz, also die Fähigkeit, Milchzucker abzubauen, in Skeletten des Neolithikums untersucht. „Zu den prominentesten Ergebnissen der LeCHE-Gruppe gehört der Nachweis von Milchfetten in zahlreichen jungsteinzeitlichen Keramikresten und auch die Modellierungen zur Verbreitung der positiven Selektion von Laktase-Persistenz“, resümiert Burger. Bis vor 5.000 Jahren lag die Laktase-Persistenz in der Bevölkerung bei nahezu null, auch in Gebieten, in denen sie heute über 60 Prozent beträgt. Starke positive Selektion und immer wieder auftretende Migrationswellen machen die Forscher für diesen evolutionär ungewöhnlich rapiden Anstieg verantwortlich.

Mit dem Projekt BEAN (Bridging the European and Anatolian Neolithic) hat Burger nun ein weiteres EU-Projekt initiiert, das – dieses Mal ohne den Schwerpunkt „Milch“ – den Ursprüngen der ersten sesshaften Europäer im Balkan und dem Westen Anatoliens nachforscht. Adam Powell, Mathematiker und Populationsgenetiker aus London, hat hierfür das Team der Mainzer Anthropologen mit seinen Fähigkeiten als Modellierer und Statistiker verstärkt. Um die reale Welt der frühen Bauern jenseits von Computersimulationen und Laboren besser zu verstehen, haben die BEAN-Forscher kürzlich im Rahmen einer Exkursion zehn Tage lang die archäologischen Fundplätze im Westen Anatoliens besucht. „Es wurde uns sehr deutlich, dass der Westen der heutigen Türkei ebenso wie der Balkan die beiden Schlüsselregionen für die europäische Bevölkerungsgeschichte der letzten 10.000 Jahre sind“, fasst Burger die Erfahrungen der Exkursion zusammen.

Originalpublikation:
Nature-Beitrag: Andrew Curry Archaeology: The milk revolution Nature, 1. August 2013, DOI: 10.1038/500020a

Quelle:
idw-online

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The Milk Revolution. LeCHE mentioned in nature news.

see full pdf in the public outreach section.

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Doctoral thesis out: Rachel Howcraft: Weaned Upon A Time, Studies of the Infant Diet in Prehistory. Stockholm 2013.


Congratulation to Rachel for the awarding of her PhD, April 2013.
Her thesis contains five papers on the impact of infant diet, especially weaning during the Neolithic and subsequent periods.


New publication out by F. Feulner et al:

posted Dec 14, 2012, 12:10 AM by Frederick Feulner

Frederick Feulner, Lisette Kootker, Hege Hollund, Gareth Davies, Oliver Craig:
Combined isotope analysis indicate restricted mobility of cattle at the neolithic causewayed enclosure of Champ-Durand. Vendeé (France). In: R. Joussaume (ed.), L´enciente néolithique de Champ-Durand à Nieul-sur-l´´Autize (Vendeé). 2012, Page 549-561.

New paper out in "nature" by M. Salque et al:

posted Dec 14, 2012, 12:07 AM by Frederick Feulner

Earliest evidence for cheese making in the sixth millennium bc in northern Europe



http://www.nature.com/nature/journal/vaop/ncurrent/full/nature11698.html

*MAY CONTAIN TRACES OF MILK* LeCHE book out!

posted Jul 5, 2012, 8:02 AM by Frederick Feulner

Finally, after more than 2 years of preparation the book "MAY CONTAIN TRACES OF MILK  - Investigating the role of dairy farming and milk consumption in the European Neolithic" is available. It was written, commented on, reviewed, proof-read and co-designed by the LeCHE members. It features 13 chapters on over 200 pages, ranging from archaeolog to zoology and explaining the methods used by the researchers. Initially planned as reference for undergraduate students it has already become a standard in many courses.
ISBN 978-0-901931-08-5
http://www.amazon.com/May-Contain-Traces-Milk-Investigating/dp/090193108X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1341500526&sr=8-1&keywords=may+contain+traces+of+milk

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