Welpentagebücher

H-Wurf / komplett / 29.05.2008 -

veröffentlicht um 15.05.2011, 23:56 von Marianne Naegelsbach



Das Welpentagebuch des H-Wurfs ist noch komplett auf dem Blog zu lesen.

B-Wurf / 12. Woche / 31.03.2001 / Abschied

veröffentlicht um 14.05.2011, 10:21 von Marianne Naegelsbach   [ aktualisiert: 14.05.2011, 10:29 ]



Hier gibt es nicht viel Neues. 
Am letzen Sonntag ist Bosse nach Uhldingen an den Bodensee gezogen und hier treiben nur noch drei Welpen ihr Unwesen. 
Sie werden immer schneller, immer neugieriger und immer unternehmungslustiger. 
Wolfgang läßt sich schon gar nicht mehr blicken und zieht sich auf seinen Schuppenplatz zurück, was zwangsläufig dazu führt, dass die Welpen ihren Lieblingsspielplatz genau auf der Wiese haben, die vor dem Schlupfloch des Katers liegt. 
Aber so ein erfahrener Kater weiß Bescheid: Er hat den längeren Atem hier. Er ist schon seit 10 Jahren hier und so ein Welpenansturm geht auch wieder vorbei.

Morgen verläßt uns Bilbo und am 12. April Bruno. Wir bringen ihn diesmal nach Frankfurt, um ihn in einen Direktflug nach New York zu setzen. Das ist für den Hund die angenehmere Art zu reisen, als von Berlin aus mit Umladeaktionen.
Na ja, und da uns nun alle so langsam verlassen, freuen wir uns natürlich schon auf den nächsten Wurf.
 
Bis dahin gibt es hoffentlich wieder viele neue Fotos in den Seiten der Welpen. ...


Auf Wiedersehen bis zum nächsten Jahr, im November beim C-Wurf. ...
Bis dahin muß Fama sich mit Puupchen begnügen.

B-Wurf / 10. Woche / 20.03.2001 / Dies und Das

veröffentlicht um 14.05.2011, 09:01 von Marianne Naegelsbach   [ aktualisiert: 14.05.2011, 09:14 ]



Wie gut, daß ich einen portablen I- Mac habe. So kann ich am Buffet im Eßzimmer stehen und die Website bearbeiten, während sich die 4 Welpen, die noch hier wohnen, unterm Eßtisch amüsieren. Basse hat uns am Samstag verlassen so daß nur noch zwei Doppelpacks übrigbleiben, ein dunkles und ein blondes.

Diese haben beschlossen, daß der langweilige Hof mit seinen 2500 qm nicht ausreicht, um Welpen in der Sozialisierungsphase ausreichend zu fördern - außerdem spielen Hovawarte bekanntermaßen nie mehr als 3x das Gleiche. 
Sie wollen dort hin, wo das Leben "tobt". 
Da wir nach 2 Tagen Dauerregen nun wieder einen Wintereinbruch mit Schnee haben, tobt das Leben im Haus. Nur das Büro ist tabu für kabelfressende Welpen.
 
Sie wissen inzwischen, dass es nicht nur eine Tür ins Haus gibt und so stehen sie schon morgens unterm Fenster im Park. 
Sie wissen genau, sie dürfen sofort rein, denn der Park hat keine Zäune.
Drinnen werden die Spiele inzwischen etwas differenzierter. Sie jagen nicht nur die Beute (Tücher, Seile Hölzer), sondern verstecken sie auch. Bruno ist hier Meister. Er "verbuddelt" alles was er erbeutet hat, in den hintersten Ecken ohne dabei körperliche Höchstleistungen zu scheuen.
Da sie von mir inzwischen auch schon viel rohes Gemüse zum knabbern bekommen, wandert auch so manches Stück Mohrrübe oder Kohlrabi hinter Kommodenfüße.


Sie räumen jetzt systematischer um. Regalfächer werden so lange ausgeräumt, um darin zu sitzen oder durch zu kriechen, bis ich endlich kapiert habe, dass Katzenfutterdosen auch woanders stehen könnten.

 
Alles ist interessant, wird untersucht und genau beobachtet. 
Wenn der Kater sich, zur Empörung aller, auf sie Spüle flüchtet, sitzen sie nicht nur dvor und bellen, sondern versuchen immer wieder ihn nachzuahmen. Mit ungemeiner Ausdauer versuchen sie überall hoch zu springen und rauf zu klettern. 
Wie bei Kleinkindern im Haus, wandert bei uns alles eine Etage höher, nicht nur Telefone und Fernbedienungen.
 
Inzwischen sind alle wieder in ihren Unterstand schlafen gegangen, nur Bruno liegt noch hier und schläft auf dem Teppich.

B-Wurf / 7. Woche / 28.02.2001 / Wintereinbruch

veröffentlicht um 14.05.2011, 06:57 von Marianne Naegelsbach



Kiebitzbruch ist seit einer Woche zugeschneit.
Was machen gesunde, winterfeste Welpen? Vergnügen sie sich mit Schneeballschlachten oder Schlittenfahren?
Nein, keineswegs!
Sie stehen an der Eßzimmertür und begehren Einlaß. 
Da die Kletterkünste der A-Wurf-Welpen sowieso nicht erreicht werden können, haben wir die Absperrung lieber zur Sicherung des Kabelsalats hinter der Fernseher und Hifianlage benutzt. Die Jungs haben mehrmals täglich freie Fahrt im Esszimmer.

Und hier geht's dann so richtig ab. 
Zuerst rennen alle in die Diele, um zu sehen, ob Wolfgang (der Kater) was im Katzenfutternapf übrig gelassen hat. 
Wenn hier nichts zu holen ist, verteilt man sich über Diele, Zimmer und Küche. 
Jeder hat dann so sein Tun. In kleinen Gruppen gehts an die Arbeit. Zuerst wird umgeräumt:

Der Teppich wird aufgerollt, die Körbe der Großen besetzt, die Gardrobe aufgeräumt und umgestaltet.
Dann kann man sich um den Mülleimer kümmern, indem man kräftig, zu dritt, an der Tüte zieht, bis er mit lautem Krach umkippt. Mit lustvollem Gequieke, rennt man unter den Tisch, um das Spiel gleich zu wiederholen, wenn der Oberhund alles wieder eingesammelt und zurechtgerückt hat.

Inzwischen kennen alle den großen Spielzeugkorb, in dem sich Stöcker,Holz, Lappen, Gummitiere befinden und jeder versucht sich das beste Teil heraus zu suchen. 
Leider hat das immer gerade ein anderer, so dass sofort die Keilerei um die Beute losgeht. 
Mit viel Gekläff und Geknurre wird die Umverteilung vorgenommen, meist erfolglos, weil eben immer ein anderer gerade das beste Spielzeug hat. - Eben wie im richtigen Leben.-

Begeistert von diesen Spielen ist Pia, die endlich vernüftige Gegner im Stock- und Lappenkampf gefunden hat, denn diese Kämpfe gehen, wenn Pia beteiligt ist, immer unentschieden aus.
Kein Wunder- eine Pia gegen drei bis sieben Welpen. 
Tante Pia ist derzeit bei den Welpen sowieso die Favoritin, denn die Mutter liegt nur genervt im Korb und schützt ihre Zitzen von Welpenübergriffen. 
Wo Pia ist, hat sie immer einen Klumpen Welpen um sich.


Wir könnten den Tisch ausziehen, damit alle Hunde unter ihm Platz haben, aber dann wird's eng mit den "Alle-rennen-mit-etwas-im-Maul-um-den-Tisch-rum-Spielen".
Wenn alles einmal um- und ausgeräumt wurde, kommt der Zeitpunkt, wo man sich endlich  in Ruhe der Betrachtung einzelner Gegenstände wittmen kann, die man gerade in der Kralle hat.

Die meisten stellen nach einer Stunde fest, daß alles getan ist, was zu tun war und gehen wieder schlafen.
Dies tun sie inzwischen am Liebsten unter dem Hüttendach auf der Terrasse. Die Wurfkammer ist für Babys. Entsprechend groß ist der Protest, wenn sie nachts brutal in das Welpenzimmer gesperrt werden und von 23 Uhr bis morgens um 4:30 Uhr dort in der Wurfkiste schlafen müssen. Dann kommt Hans- Hasso und befreit sie, bevor er zum arbeiten geht. Sie dürfen wieder draußen schlafen, bis ich um 6:30 Uhr zum Füttern komme.
...

B-Wurf / 0. Woche / 05.01.2001 / vor der Geburt

veröffentlicht um 14.05.2011, 06:40 von Marianne Naegelsbach   [ aktualisiert: 14.05.2011, 06:49 ]



Weihnachten ist vorbei und das neue Jahr hat für uns sehr schön angefangen, ich hoffe, bei Ihnen allen auch.
Fama und Pia haben ein eigenes Päckchen aus Amerika von Hagen (Asterix) bekommen und sind immer noch dabei, sich täglich über die Box mit Kauknochen zu freuen.


Wir haben das Welpenzimmer wieder freigeräumt, das in den letzten Monaten zu einem allgemeinen Sammelraum verwirtschaftet worden war und Hans- Hasso ist dabei einen neuen PVC Belag einzulegen, zum Schutz des Holzdielenbodens.
Fama ist dick und rund,, die Zitzen stehen ihr diesmal schon auffordernd rechts und links durchs Fell heraus und sie hat nur noch Fressen im Kopf. 



Wie schon im letzten Jahr ist die Gier nach Katzenfutter besonders groß. Eigentlich ist sie den ganzen Tag damit beschäftigt, den Katzenfutternapf zu bewachen.
Das hat einen sehr großen Vorteil, denn sie ist bereit alles zu fressen, was dieser Napf bietet: Welpenmilch, Quark, Fubriase Kalzium Forte und ähnlich "scheußliches" Zeug.
Die Spaziergänge mit den beiden Hunden haben mit dem Wort "..gang" allerdings nicht mehr viel zu tun. Jeder Grashalm fordert zum Beschnuppern auf und jedes Mäusenest wird ausgehoben. Da wir viele Wiesen mit vielen Grashalmen und noch mehr Mäusenestern haben kommen wir nicht mehr sehr weit. 
Pia rennt derweil ihre Runden, ich steh mir die Füße kalt und werfe Pias Stöcke, die sie anschleppt.. Bei den Versuchen, Fama zu einer vorwärtsschreitenden Art der Fortbewegung zu bewegen, bleibt sie alle 10 Schritte stehen, fiept und dreht den Kopf Richtung heimatlichem Hof. Dann tippeln wir wieder zurück und sie ist glücklich, endlich wieder vor dem Katzenfutternapf liegen zu können.

Basse, Bosse, Bruno, Bobo, Benno, Beatrix, Brenda, Bente, Bertha und Belina & Co. scheint es sehr gut zu gehen. 
Sie toben zeitweise schon so sehr, daß Famas ganzes Bauchfell in Bewegung ist- während sie aufs Katzenfutter wartet.
Wir rechnen mit unseren Hundebabys am 10. 01. auch wenn der 14.01. als Stichtag steht.
Wir melden uns, sowie es etwas Neues gibt.

A-Wurf / 9. Woche / 06.03.2000 / Abgeholt

veröffentlicht um 24.02.2011, 07:37 von Marianne Naegelsbach   [ aktualisiert 26.02.2011, 03:50 von Marianne Naegelsbach ]



Die ersten Welpen sind bereits abgeholt
(Alfi, Akka, Asko, Anton)

Nun kommen wir zu nix mehr.
Die hervorragende Prägung unserer Welpen hat sie auf den Weg zu selbständig "denkenden" unerschrockenen, nicht beeindruckbaren Hovawartjunghunden gemacht, die schon jetzt meinen ihre Entscheidungen selbst treffen zu können.

Hagen (Asterix) ist der Ansicht, dass Grenzen zum Überwinden da sind und klettert regelmäßig über unseren Welpenzaun, marschiert schwanzwackelnd ums Haus und steht vor der Dielentür, um ins Haus rein gelassen zu werden, den Kater zu suchen und den Versuch zu unternehmen, ihn einzurudeln. Der will aber immer noch nicht dazu gehören.

Folge - Anziehen, raus. 
Dort wartet dann schon der Rest, die sportlichen außen und die etwas geruhsamen innerhalb des Zaunes. 
Nachdem Hagen mich zum Spazierengehen abgeholt hat, ist "Welpen platt machen" angesagt und alle verteilen sich blitzartig auf dem Hof und im Park. Hemmungslos rasen sie im Radius von ca 250m durch Park, Garten und Pferdekoppeln- Fama leicht gestresst hinterher- und kontrollieren jeden Maulwurfshügel und Pferdeappelhaufen. 
Das Sammeln hab ich aufgegeben, wenn ein paar von ihnen gerade gekommen sind und ich den Rest heranholen will, sind die ersten schon wieder weg.
Eigentlich kann ja nichts passieren, denn die nächste Straße ist weit weg, aber ich habe doch etwas Sorge, daß Lucy (Alize) ihren Fanclub sammelt und in den Wald marschiert, wenn keiner dabei ist.

Die Welpen sind (dank der frühhundlichen Förderung :-) schon aus unserem Welpenbereich herausgewachsen.
Wir müssen uns für die nächsten Wochen noch was überlegen.
Unsere ersten vier Welpen sind gut in ihrem neuen Zuhause angekommen. Sie haben die Autofahrt gut überstanden und sich eingelebt. Alize und Alma verlassen uns am Sonntag.

Nachtrag: 
Ambrella zog nach 10 Wochen aus, Asla blieb 12 Wochen bei uns.
Asterix (Hagen) flog mit 14 Wochen nach Amiland und
Artos blieb bis September, da er nach Schweden ziehen sollte, das ist eine andere Geschichte :-)

A-Wurf / 8.Woche / 26.02.2000 / Ein toller Tag

veröffentlicht um 24.02.2011, 06:58 von Marianne Naegelsbach   [ aktualisiert: 24.02.2011, 07:19 ]



Gestern war ein toller Tag für die Welpen.

Nachdem lange genug Barrikadenterror am Welpenzaun gemacht worden war und das Umräumen der Wohnung langweilte, ging's ab auf den Hof.
Natürlich wurde erst kontrolliert, ob an der Garage alles noch in Ordnung war, aber da sich nichts verändert hatte war das auch schnell langweilig, denn bekanntermaßen spielen Hovawarte maximal 3x die gleichen Sachen. Sie sind ja nicht blöd.

Jetzt stellte sich herraus, wo die eigentlichen Bosse der Gruppe zu suchen sind. Alize (Lucy der Schrecken der Straße) gehört dazu. Immer mit einem Schwanz Fans hinter sich erkundetet sie im Laufschritt die weitere Umgebung. Da gibt es Schuppen, die leider verschlossen sind und Ecken hinterm Haus. Da könnte man auch schon mal einen Abstecher in den Wald machen, wenn einen die überängstliche gestreßte Mutter nicht immer zurücktreiben würde und dann gibt es seit Neustem auch ein Auto.

Das stand offen und war voll mit kleinen Hundmüsliriegeln. Es wurde allgemein beschlossen, dass so ein Auto eine tolle Sache ist und gerade recht kommt, um der aufkommenden Langeweile zu begegnen. Abgesehen davon, dass es offensichtlich nicht gewünscht wird Lenkräder und Radioknöpfe an zu kauen, kann man noch hinter, unter und auf die Sitze klettern, es sich so richtig gemütlich machen.
Während die einen schon den ersten Nachmittagsschlaf einlegten durfte Asla den ersten Spaziergang mit Fama und Marianne rund um den kleinen Bruch machen, der auf der anderen Seite des Weges ist. Das war sehr mutig, denn nicht jeder traut sich alleine  schon so weit vom Haus weg.


Und dann kam Ardo zu Besuch. Fama hatte ihn schon von Weitem entdeckt und lief ihn begrüßen. 
Als sie in die Nähe des Hofes getobt kamen, rannten 10 begeisterte Welpen ihnen quer übers Gelände entgegen und wollten mitmachen. 
Ardo ging erst einmal wieder rückwärts bei diesem begeisterten Ansturm. Fama fand das gar nicht komisch, denn sie wollte Ardo für sich alleine haben. Aber das ging nicht. Immer wenn sie beim Toben eine Pause einlegten, sprangen die wartenden Welpen hinzu und wollten sofort mitmachen.
Ardo hatte eine schicke lange Lederleine mit, die er gerne den Welpen zum Spielen überließ, er kann sie sowieso nicht leiden. So konnten sie die Zeiten zwischen den Überfällen auf ihn hervorragend mit Tauziehen und Beutespielen füllen- immer quer über den Hof, mit der langen Leine hinter sich her.
Als Ardo wieder ging, brachten Akka, Alize und Alfi ihn mit Fama bis zum vorderen Tor. 
Das war etwas stressig für Ardo, denn er war der Meinung, Welpen sollten zu Hause bleiben. 
Alize und Alfi konnte er zurückbringen, aber Akka nicht. Sie warf sich bei jedem Versuch sie nach Hause zu treiben auf den Rücken, bewegte sich nicht und wenn Ardo weiter mußte, weil Herrchen rief, dann sprang sie auf und schlich hinter ihm her, bis er es wieder merkte und das Spiel ging von Neuem los.
Erst als ich an der "Straße" Akka auf den Arm nahm und den Rückweg durch die Alle antrat, war er zufrieden.

Dann kam noch Besuch, wie immer, denn seit hier Welpen wohnen kommt immer Besuch. Die allgemeine Begrüßung gibt wieder etwas Raum für Etagenterror und Katerärgern und dann waren sie wirklich erschöpft und hinkten in ihre Kiste.
Heute geht's weiter mit Leben.

A-Wurf / 8. Woche / 23.02.2000 / Regentag

veröffentlicht um 24.02.2011, 06:35 von Marianne Naegelsbach   [ aktualisiert: 21.02.2013, 02:56 ]


Sie haben eine Pause eingelegt beim Muckietraining und wenden sich den wichtigeren Dingen zu, die mehr Action bringen und interessanter sind.

Seit ein paar Tagen kommt Ardo regelmäßig zu Besuch. Ardo ist ja Famas bester Hundefreund aus dem Dorf. Das ist ein Fest für die Welpen. Mit Ardo kann man alles machen, wie z.B. Schwanz ziehen und in Pfoten beißen. Er hat dafür wesentlich mehr Verständnis, als Muttern. Da Ardo allerdings schon recht alt ist, dauert das Vergnügen auch nicht sehr lange, denn dann verläßt er, etwas ermüdet, den Welpengarten.

Aber es gibt ja noch die Stube.
Wenn es draußen zu langweilig ist, kann man sich drinnen tolle Sachen überlegen.
Wenn man lange genug an der Absperrung zum Eßzimmer steht und herzerweichend heult, geht vielleicht die Tür auf. Im Gallopp geht's dann über die Absperrung, ab den Kater im hintersten Raum besuchen, erschrecken und dessen Fressen klauen, den Zeitungskorb ausleeren, Mülleimer schieben, endlich mal wieder auf einen warmen Teppich pinkeln oder so interessante Sachen.

Wenn man aber ärgerlicherweise im Flur und im eigenen Zimmer bleiben muß, gibt es die ganz neue Entdeckung:
Das Regal. Einer macht die Klappe auf und die anderen helfen ihm die Laken, Handtücher und was es sonst noch so darin gibt auszuräumen, denn Laken kann man wirklich für bessere Dinge verwenden, als als Unterlage in der Wurfkiste. Da werden sie sowieso nicht mehr gebraucht.
Man kann Haufen machen, raufsteigen und runter rollen, Tauziehen spielen, sich drin einwickeln und Pusch- und Schietreste damit überdecken.
Also alles sehr vielseitig verwendbar, phantasieanregend und für die Förderung der frühhundlichen Intelligenz notwendig.
Und dann kommen noch wir hinzu, die alles wieder zum waschen wegräumen wollen. Dann gehts erst richtig los, wenn die Laken und Handtücher verteidigt werden müssen.
Also ein rundum abwechslungsreiches Leben.


A-Wurf / 5. Woche / 07.02.2000 / Babykörung

veröffentlicht um 24.02.2011, 03:37 von Marianne Naegelsbach   [ aktualisiert: 21.02.2013, 03:06 ]



Die täglichen Fleischmahlzeiten, die sie jetzt schon bekommen, geben nicht nur Kraft, sondern auch revolutionäre Ideen in den Kopf. Vorgestern wurden die Barrikaden gestürmt. In einem massiven Angriff auf das Absperrbrett vom Welpenzimmer zum Flur, schaffte es jeder mit verbissenenem Ehrgeiz, alle Hindernisse zu überwinden. Einmal kapiert wie's geht, reichte auch die Absperrung zum Esszimmer nicht mehr aus. Ambrella schaffte es mit Anlauf.
 
Wir haben schon überlegt, ob wir nicht eine Babykörung einführen sollten.

Die erste Übung: "Springen"
Wir fangen gleich mit dem Hürdenlauf an:
Unser Kater fand das gar nicht komisch, denn plötzlich waren überall kleine Hunde, die begeistert von ihrer tollen Leistung, mit aufgerichteten Schwänzen, in der Gegend herumsprangen. So viel Lebens- und Entdeckerfreunde geht ihm doch zu weit. Er betritt das Haus nur noch durch den hinteren Eingang, aber es nutzt ihm wenig, denn er muß schon damit rechnen, dass genau vor seinem Stuhl ein kleiner Hund liegt und ihm den Weg zum Futternapft versperrt. Also geht er gleich ins Bett, wo er sowieso am Liebsten liegt.
Zum Schutz des Katers (der Stühle, Tische, Teppiche usw. - nicht so wichtig), bleibt die Esszimmertür aber meistens geschlossen. Hier findet Lebensraumerweiterung nur unter Kontrolle statt - zum großen Ärger der Gang. Da hilft kein Heulen, Zetern, Bellen und auch Ambrella schafft es nicht mit Anlauf und Sprung. Sie weiß ihr leichtgewicht gut einzusetzen.

Die zweite Übung: "Das Beuteverhalten"
Einige müssen noch lernen Maß zu halten und ihre Kräfte richtig einzuschätzen. Gleich mit dem Eßzimmerteppich anzufangen ist etwas übertrieben.
Asterix ist da schon realistischer. Er sammelt nur Dinge, die er gleich mit umziehen kann.
Frau Akka weiß was sich für ihre Entwicklungsphase gehört. Sie begnügt sich noch mit Holzspielzeug.kann.


Die dritte Übung: "Mut, Ausdauer und Standfestigkeit"
können wir täglich testen. Denn der gefährlichste Teil des Tages ist das Wiegen, besonders seit der große Korb auf die Waage geschraubt ist. Asterix hält das aber schon ganz souverän und unerschrocken durch.

Die vierte Übung: "Das Neugierverhalten"
Ambrella und Artos liegen hier ganz vorne im Rennen. Sie sind immer unterwegs und da wo es was Neues zu entdecken gibt. Jede Veränderung wird sofort wahrgenommen und jeder neue Raum besetzt.

Dann gibt es die fünfte Übung: "Durch die Gasse gehen"
Davon gibt's noch kein Bild. Sie wird aber lässig bewältigt, wenn sich am Wochenende haufenweise Besucher im Welpenbereich herumtreiben, Freunde, Familie oder Kaufinteressenten, alle zwischen 170 cm und 190 cm hoch. Da muß man als Welpe durch so manche Gasse gehen, um seine Ruhe zu haben, auch wenn laut geredet, gelacht und geblitzt wird.

Sechste Übung: "Auf den Ruf des Hundeführers folgen"
Nichts leichter als das:
Man nehme einen Milchtopf rühre mit einem Schneebesen kräftig im Topf. Dann springen alle auf, wo sie auch liegen und kommen im Galopp angesprungen, geradeaus, quer, schräg wie eine Winkerkrabbe oder auch übereinander.
So einfach ist das mit dem Gehorchen.

Siebente Übung der Babykörung: "Die Schussfestigkeit"
Hans- Hasso hat Schnupfen. Die ersten Nieser haben alle noch unter das Vordach der Hütte gejagt. Aber nach dem letzten Wochenende gehen sie mit den schallenden Geräuschen schon ganz cool um.
 
Die nächsten Lektionen erfolgen erst ab der 5. Woche. Mal sehen, was sie üben wollen.
Wenn es Fama zu bunt wird. stellt sie sich auf die Terrasse und versammelt alle um sich herum. Das fällt ihr nicht schwer, denn noch geht nichts über einen Schluck aus der Zitze.


A-Wurf / 4. Woche / 26.01.2000 / Erste Spiele

veröffentlicht um 24.02.2011, 03:30 von Marianne Naegelsbach   [ aktualisiert 26.02.2011, 03:37 von Marianne Naegelsbach ]




Es gibt so viel neue Entwicklungen, die uns rund um die Uhr in Gang halten, dass ich gar nicht über alle berichten kann.
Seit alle Welpen den kühnen Sprung, mit abschließendem Salto aus der Wurfkiste schaffen, steht sie offen. Sie verlassen ihre gewohnte Umgebung aber nur, wenn sie der Mutter hinterherrennen müssen, die oft fluchtartig die Box verläßt, bevor sich 20 Kilo Lebendgewicht auf ihre Zitzen stürzen können.
 
Wenn sie es aber gewagt haben, wackeln sie quietschend in der Gegend rum und fangen an, alles zu untersuchen.
Asterix hat eine Vorliebe Höhen, er versucht überall rauf zu kommen - auf das Bett, ins Regal; Alma geht die Scheuerleisten ab und bleibt gerne hinter dem Tischbein stecken, auf dem die Waage steht.
Akka hat sich zur Aufgabe gemacht, jede Störung in ihrem Leben durch kurze Kläffer von sich fern zu halten.
 
Und sie spielen - alles was sie im Leben brauchen: das Umschmeißerspiel, das Aufeinander- raufsteigen-Spiel; das Kopfnußspiel; das Wessen-Maul-ist größer-Spiel; das Schwänze-fangen-Spiel und - ganz wichtig das Rollenspiel und das geht so:
 
Einer darf bestimmen was gespielt wird z. B." Wolf ". Er setzt sich auf, hebt den Kopf und heult die Lampe an, was die Stimmbänder hergeben. Nach und nach dürfen alle mitheulen. Wer am längsten aushält hat gewonnen.
Dann gibt es noch Wachhund, das ist einfach und kennt jeder.
Aber die besondere Variante ist Wachhund mit "Angriff marsch" - da muß man nämlich beim Kläffer auch noch plötzlich herumspringen und versuchen seinen Schwanz zu fangen. Einfacher ist es da schon die Übung "Kläff- drei Satz- nach vorne"
Fama findet das alles ganz schön nervig und nicht so witzig wie wir.
 
Bis auf Alize, Ambrella und Asla wiegen jetzt alle schon über 2 kg. Das hat Fama bisher ganz alleine geschafft.
Aber jetzt fangen wir an, die kleineren Damen zuzufüttern, um Fama etwas zu entlasten. Sie bekommen abends zusätzlich ein wenig Welpenmilch. Das ist ein Fest.

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